Studierende demonstrieren gegen «Ökonomisierung der Bildung»
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Mit Transparenten und Megafonen marschierten sie durch das Länggassquartier zum Hauptgebäude der Universität.
Die Proteste richteten sich beispielsweise gegen die Studien- und Prüfungsgebühren, die Verschulung des Studiums, die Präsenzpflicht und die Umsetzung der Bologna-Reform. «Die Uni brennt auch bei uns», hiess es auf einem der Transparente der Demonstrierenden, die sich mit den Protesten in mehreren Universitäten Europas solidarisierten.
«Wir wehren uns vor allem gegen die Ökonomisierung der Bildung», sagte Gabriela Irimia vom Vorstand der StudentInnenschaft der Universität Bern (SUB) auf Anfrage. Die Aktivitäten - neben der Demonstration auch Reden, Diskussionen und eine Party - finden im Rahmen des «International Students' Day» statt.
Gegen einen Numerus Clausus für alle
Kritik übt die SUB auch an der laufenden Revision des Universitätsgesetzes in Bern, gemäss der ein Numerus Clausus für alle Studiengänge eingeführt werden könnte. Ähnlich wie in Basel soll laut SUB ausserdem ein «universitätsfremder Beirat» geschaffen werden, der «die Einflussnahme der Wirtschaft auf die Hochschulbildung erweitert.»
Der SUB-Vorstand schliesst nicht aus, dass wie in Basel auch in Bern Studierende die Aula des Hauptgebäudes besetzen könnten. An der Demonstration vom Dienstag forderten einige Teilnehmer mit Flugzetteln denn auch eine Besetzung der Aula, «um konstruktive Diskussionen über das Bildungssystem zu führen». (jek/sda/)
Erstellt: 18.11.2009, 11:18 Uhr
