Schweiz

Gespräche mit Bin Laden: Calmy-Rey liefert Präzisierung

Von Hubert Mooser, Claudio Habicht. Aktualisiert am 26.08.2008 494 Kommentare

Die Schweizer Aussenministerin hat mit ihrem angeblichen Gesprächsangebot an Osama Bin Laden für grossen Wirbel gesorgt. Calmy-Rey beschuldigt die Agentur France Press, sie falsch verstanden zu haben.

Dialog mit Terroristen? Wirbel nach der Rede an der Berner Botschafterkonferenz: Micheline Calmy-Rey.

Dialog mit Terroristen? Wirbel nach der Rede an der Berner Botschafterkonferenz: Micheline Calmy-Rey.

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Calmy-Reys Rede

In ihrer Rede schiesst die Aussenministerin zuerst eine Breitseite gegen die «Moralisten» ab. Wenn es nach diesen gehe, würde Israel nicht mit den Palastinensern reden, sagte Calmy-Rey. Weiter unten fragt sie dann: Sollen wir auf diese Moralisten hören. Und wenn nicht: Sollen wir den Dialog suchen ohne zu unterscheiden, auch wenn das bedeutet mit Osama Bin Laden an einem Tisch zu sitzen? Was sollen wir mit Menschen, Gruppen und Staaten tun, die gegen das Völkerrecht und dessen Grundsätze verstossen. Wer ist ein Terrorist? Die Aussenministerin gibt auch eine Antwort: «Wir haben Dialoge mit Hamas und Hizbullah und andern islamistischen Organisationen, oder mit verschiedensten Gruppen im Kosovo geführt, weil sie offensichtlich legitime Interessen der Bevölkerung artikulierten. Wir haben dabei nicht deren Methoden legitimiert, sondern einen Beitrag zur Abkehr von Gewalt geleistet.»

Zum Originaltext der Rede

Die «Richtigstellung» des EDA

«Die Aussenministerin plädierte in ihrer Rede vor den Botschaftern für einen Dialog als politisches Instrument», sagt Lars Knuchel, der stellvertretende Informationschef des Aussenministeriums gegenüber baz.ch/Newsnet. Micheline Calmy-Rey habe dabei die Möglichkeiten und die Grenzen eines solchen Dialoges dargelegt. «In diesem Zusammenhang hat sie die rhetorische Frage gestellt, ob man dann auch mit Osama Bin Laden diskutieren soll. «Sie hat aber nie gesagt, dass sie das Gespräch mit Bin Laden sucht.»

Das Departement für Auswärtige Angelegenheiten denke nicht daran, mit Bin Laden zu diskutieren, sagte Knuchel auf Anfrage. Er habe den Journalisten von AFP gestern Abend über diesen Standpunkt informiert. «Wir haben versucht, die Agentur darauf aufmerksam zu machen, dass Frau Calmy-Rey das nicht gesagt habe.» In der Zwischenzeit hat das EDA auch eine Richtigstellung publiziert.

AFP weist Vorwürfe zurück

Anders allerdings die Sicht der französischen Nachrichtenagentur: Der Chef von AFP Genf, Denis Rousseau bestätigt gegenüber baz.ch/Newsnet den Kontakt zum EDA. Er sagt aber nur:«Wir haben nicht falsch zitiert. Wir haben die Rede von Frau Calmy-Rey einfach richtig interpretiert.» (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 26.08.2008, 19:34 Uhr

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494 Kommentare

willi tell

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Weltklasse! Mit den Terroristen der US-Regierung reden ja auch alle. Ganz selbstverständlich. DIALOG ist das, was wir heute nicht mehr haben auf dieser Welt, in diesem Land. Frauen wie Calmy-Rey braucht das Land. Die Welt! Bravo! Madame Calmy-Rey - der Wilhelm Tell von heute!!! Antworten


Berner Bern

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Welchen IQ hat Frau Calmy-Rey? Selbstverständlich wird ihr der Osama Bin Laden eine SMS schreiben und ihr mitteilen, wo er sich gerade befindet. Natürlich eine chiffrierte SMS, da ja bekanntlich die USA den Bin Laden seit X Jahren suchen und nicht wissen wo er sich aufhält, aber Frau Calmy Rey wir den Aufenthaltsort sicher erfahren! BLABLABLABLABLABLABLABLABLABLA! ES MUSS MOEMNTAN WIRKLICH NICHT VIELE PROBLEME IN UNSEREM LAND GEBEN! Antworten



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