Schweiz
Raser von Schönenwerd rechtfertigt sich im TV
«Wir wollten dieser Frau helfen. Aber dann haben die Leute dort gesagt: Geht weg, ihr habt hier nichts verloren», sagt der 18-jährige Cemal A. gegenüber Tele M1. Die Kantonspolizei Solothurn teilte jedoch mit, Cemal A. habe nach dem Unfall sein Auto zu Hause abgestellt. Darauf sei er mit seinem Zweitwagen nach Zürich in den Ausgang gefahren. Auch die anderen zwei beteiligten Raser streiten laut «Blick» jegliche Schuld am Tod der 21-jährigen Lorena A. ab. «Ich sah keinen Nebel», sagt der 18-jährige Kroate Vedran B. Die Polizei stellte in der Unfallnacht jedoch eine Sichtweite von nur 50 Metern fest. Der Grieche Nekti B. – er rammte das Auto, in dem die Schweizerin sass – erzählt, er habe geglaubt, dieses «warte noch mit dem Abbiegen».
Vor dem Unfall in Schönenwerd hatte sich die drei Raser ein Rennen in dichtem Nebel geliefert – mit weit über 100 Stundenkilometern innerorts. Zuvor schikanierten die 18-Jährigen auf der A1 andere Autofahrer. Der leitende Solothurner Staatsanwalt Rolf von Felten hat gegen die drei Raser ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eröffnet. (cha)
Erstellt: 11.11.2008, 15:51 Uhr
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