Schweiz
Minarett-Initiative: Volk sagt Nein
Aktualisiert am 24.10.2009 4 Kommentare
Dossier
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Minarett-Initiative
Dies sind die Ergebnisse der neusten Umfrage der SRG SSR idée suisse, die das Forschungsinstitut gfs.bern zwischen dem 13. und 17. Oktober 2009 bei 1207 stimmberechtigten Personen in allen Landesteilen durchgeführt hat. Der statistische Fehlerbereich bei der gesamten Stichprobe beträgt +/- 2,9 Prozent.
Laut der SRG-Umfrage hätten 53 Prozent Nein zur Minarett-Initiative aus dem rechtsbürgerlichen Lager gesagt. 34 Prozent hätten mit Ja votiert und 13 Prozent waren noch unentschlossen.
Offener ist die Ausgangslage beim zweiten Volksbegehren, der Initiative für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten: 41 Prozent sagten Ja, 44 Prozent Nein und 15 Prozent waren unentschlossen.
Die dritte Vorlage, die Spezialfinanzierung für den Luftverkehr, hätten 42 Prozent gutgeheissen. 26 Prozent waren dagegen und 32 Prozent konnten sich noch nicht festlegen.
Plakat-Debatte zeigt Wirkung
Die Meinungsbildung über die Volksinitiative gegen den Bau von Minaretten hat laut den Politikwissenschaftlern von gfs.bern aufgrund der Plakat-Kontroverse sehr früh eingesetzt. Mit 13 Prozent Unentschlossenen ist sie bereits weit fortgeschritten. Vor allem die SVP-Anhängerschaft ist bereits gut mobilisiert.
In ländlichen Gebieten ist die Zustimmung zur Initiative mit 40 Prozent Ja zu 46 Prozent Nein überdurchschnittlich. In den Städten dagegen wird die Initiative mit 58 Prozent Nein zu 29 Prozent Ja klar verworfen.
In Bezug auf die Sprachregionen sticht vor allem das Ergebnis in der italienischen Schweiz hervor: Hier hätte eine knappe Mehrheit von 53 Prozent der Minarett-Initiative zugestimmt, 40 Prozent hätten sie abgelehnt.
Umgekehrt überwiegt in der Deutsch- und Westschweiz das Nein: 54 Prozent der Stimmenden in der Deutschschweiz hätten Nein gesagt (34 Prozent Ja), und 52 Prozent hätten die Vorlage in der Romandie abgelehnt (35 Prozent Ja).
Meinungen noch nicht gemacht
Während die Meinungsbildung bei der Minarett-Initiative schon weit fortgeschritten scheint, ist dies laut gfs.bern bei der Initiative für ein Ausfuhrverbot von Kriegsmaterial zurzeit noch nicht der Fall.
Wie die meisten Initiativen aus dem linken Spektrum sei auch diese relativ gut gestartet, im Verlauf der Kampagne nähmen die Nein- Anteile jedoch erfahrungsgemäss zu und allenfalls verringere sich jeweils auch die Zustimmung.
Die Befragung zur Exportverbots-Initiative brachte markante Unterschiede in Bezug auf Alter und Geschlecht zutage. Je jünger die Stimmenden, desto höher die Zustimmung. Bei den 18- bis 39jährigen befürworten 47 Prozent die Initiative, 22 Prozent sind dagegen.
Bei den über 65-jährigen sagen 54 Prozent Nein zur Initiative, 31 Prozent stimmen ihr zu. Frauen sind gegenüber der Initiative wesentlich positiver eingestellt. 49 Prozent sind für ein Ja, 31 Prozent für ein Nein, Männer wollen die Initiative mit 59 Prozent Nein zu 32 Prozent Ja klar ablehnen.
Dritte Vorlage wenig bekannt
Die dritte Vorlage, die Schaffung einer Spezialfinanzierung für den Luftverkehr, ist laut gfs.bern noch wenig bekannt. Mit 32 Prozent liegt die Zahl der Unentschlossenen weit über dem Durchschnitt. Obwohl zurzeit 42 Prozent für die Vorlage votieren und 26 Prozent dagegen, sei noch keine mögliche Entwicklung der Meinungsbildung abschätzbar. (bru/sda/)
Erstellt: 24.10.2009, 06:27 Uhr
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4 Kommentare
@Eugen Hofer: Wieso kommt Ihr immer mit den selben unrealistischen Argumenten? In sehr vielen islamischen Ländern sind Kirchen, Tempeln uvm. eingerichtet. Muss man dies als Machtobjekt/-symbol betrachten? Ich finde es schade, dass viele Leute den Sinn eines Glaubens (Islam) nicht kennt. Ich hoffe nur, dass Ihr einmal mit richtigien Moslemen in Kontakt treten. Antworten
Ich finde, dass unsere Schweiz unsere Schweiz bleiben sollte. Im Grundde habe ich nichts gegen die Ausländer, wenn sie sich hier an unsere Gesellschaft besser anpassen würden. Die Ausländer sind halt nun mal die die mehr und in den schlimmeren Sachen auffallen. Antworten
Ist unser Recht zu verhindern, dass in der Schweiz Machtsymbole aufgestellt werden. „Wehret den Anfängen“, denn sobald sie stehen, gibt es kein zurück mehr, sondern nur noch der Kampf. Niemand darf eine Demokratische Volksabstimmung mit Drohungen verhindern, wie es der Islam macht! Die Reaktion des Islam lässt erkennen, Macht, sonst würden sie uns ja nicht mit ihren Drohgebärden Angst einflössen! Antworten



Brigitte Michel
Die unendliche Geschichte. Nicht mehr auzuhalten. Ist den die Schweiz nicht mehr den Schweizern mit ihrer Geschichte und Kultur. Die Schweiz muss in letzter Zeit den Kopf für vieles hinhalten. Wenn das Volk kein Minarett möchte, dann möchten die Schweizer kein Minarett! So wurde abgestimmt! Wieso finden gewisse Leute wir Schweizer sollten/müssen für alles nur Nicken? Antworten