Schweiz

Maurer: «Ich liebe dieses Land»

Aktualisiert am 11.12.2008 93 Kommentare

Ueli Maurer sprach in Bern erstmals als Bundesrat zu den Medien. Er setze sich gerne hohe Ziele, so Maurer, und deshalb solle die Schweiz die «beste Armee der Welt» bekommen. baz.ch/Newsnet war live dabei.

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Der neu gewählte Bundesrat Ueli Maurer posiert zusammen mit fünf seiner sechs Kindern. Von links nach rechts: Benjamin, Ursina, Ueli, Sidonia und Björn.
Bild: Keystone

   
«Hey, wir sind die beste Armee der Welt»: Der frischgewählte Bundesrat Ueli Maurer das erste Mal neben Bundesratssprecher Oswald Sigg.

«Hey, wir sind die beste Armee der Welt»: Der frischgewählte Bundesrat Ueli Maurer das erste Mal neben Bundesratssprecher Oswald Sigg.

Maurer will motivieren. Vorgesetzte in der Armee sollen 24 Stunden am Tag Vorbild sein.

Maurer will motivieren. Vorgesetzte in der Armee sollen 24 Stunden am Tag Vorbild sein. (Bild: Keystone)

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12.52 Uhr: Wann ihm die Partei die Liebe entziehen werde, weil er die Bundesratsmeinung vertreten müsse, fragt eine Journalistin. Er wolle von der Partei nicht geliebt werden, so Maurer. Aber verstanden. Und solange er glaubwürdig, ehrlich und transparent arbeite und kommuniziere, könne ein respektvolle Beziehung zur Partei gepflegt werden.

12.49 Uhr: Der Wehrmann soll Freude haben beim Einrücken, für das wolle Maurer sorgen. Wie das gehen solle, fragt ein Journalist. «Ein hohes Ziel», sagt Maurer. Er möchte als Chef VBS gerne zu seinen Leuten sagen: «Hey, wir sind die beste Armee der Welt.» Und er wolle motivieren. Die Vorgesetzten sollen 24 Stunden am Tag Vorbild sein für etwas, auf das man auch wirklich stolz sein kann. «Mein Ziel ist: Wir schaffen die beste Armee der Welt.» Er wisse, er setze sich gerne hohe Ziele und es werde ein harter Job. Aber wenn man die Mehrheit dazu bringe, wieder gerne Militärdienst zu leisten, habe man ein hohes Ziel erreicht.

12.47 Uhr: Ob ihn das Amt überhaupt interessiere? Er liebe dieses Land, wirklich, das betont er immer wieder. Dieses Gefühl werde in intellektuellen Kreisen oft belächelt. Es sei aber ein Gefühl, das sehr viele Leute mit ihm teilten. Diesen wolle er eine Stimme geben, sagt Maurer. Er kenne die Leute, die am Küchentisch die Faust machen zu allem was von oben kommt. Und dieses Land und diese Leute zu vertreten sei eine würdige Aufgabe, die ihn interessiere. Für den nationalen Zusammenhalt sei es wichtig, dass auch jene Leute gehört würden, die nicht so geschliffen reden oder schreiben könnten. Das Amt verstehe er darum als Dienst am Land. «Es ist eine Aufgabe, keine Berufung», sagt Maurer. Zwar fühle er sich geschmeichelt, dies sei für ihn aber nicht Grund genug, Bundesrat zu werden.

12.46 Uhr: Ob es Leute gebe bei der SVP, die gegen ihn gestimmt hätten und lieber in der Opposition verblieben wären? Maurer sagt, er wisse nicht, wer wie gestimmt habe.

12.45 Uhr: Maurer will eine breite Diskussion über die Zukunft der Armee.

12.44 Uhr: Ob er von Samuel Schmid eingearbeitet werde? Maurer: Es sei ein offenes Geheimnis, dass er ein frostiges Verhältnis zu Schmid habe. Trotzdem werde die Übergabe des Departements sicher professionell vonstatten gehen.

12.43 Uhr: Wie er sich mit Frau Widmer-Schlumpf verstehen werde? «Wir werden sicher nicht Busenfreunde, da ist zu viel vorgefallen.» Für eine effiziente, sachliche Zusammenarbeit sehe er aber keine Hindernisse.

12.42 Uhr: Eine Budgeterhöhung für die Armee sei nicht auszuschliessen. Zuerst aber werde genau analysiert.

12.41 Uhr: Maurer will eine neue Bedrohungsanalyse für die Schweiz verfassen und einen neuen Auftrag an die Armee formulieren. Dann gehe es in einem dritten Schritt auch um die Mittel. Soldaten sollen im WK auch richtig eingesetzt und gefordert werden.

12.39 Uhr: Ob seine Partei nun in die Regierung eingebunden werde? Maurer erwähnt, dass die SVP sicher noch Anspruch auf einen zweiten Bundesratssitz habe. Weiter soll im Bundesrat weiterhin lebendig politisiert werden. Er werde seine Meinung kundtun und sicher nicht lammfromm nicken.

12.37 Uhr: Zu den neuen Kampfflugzeugen könne er noch nicht Stellung nehmen. Er kenne das Dossier noch nicht.

12.36 Uhr: Er sei als Rassist und Frauenhasser bezeichnet worden. Was er dazu sage? Maurer nimmt nicht konkret Stellung und begibt sich kurz auf Allgemeinplätze über Meinungsvielfalt und -unterschiede.

12.35 Uhr: Maurer sagt, das Departement VBS sei ein schwieriges, da in der SVP verschiedene Meinungen über die Zukunft der Armee herrschten. Aber das sei auszustehen.

12.33 Uhr: Fragen der Journalisten: Ob er die beste Lösung der SVP sei, also besser als Blocher? Maurer: Blocher habe als Führungskraft sicher mehr Erfahrung, für die Integration der SVP ins Parlament sei sicher er, Maurer, die bessere Lösung.

12.30 Uhr: Bundesrat Maurer spricht im Pressezentrum des Bundeshauses zu den Medien: «Grüezi mitenand. Wie ich mich fühle? Das weiss ich auch nicht so genau.» Er habe ja dieses Amt nicht gesucht. Er habe sich zur Verfügung gestellt, weil die Meinung der SVP im Bundesrat – «dieser grossen Minderheit» – vertreten sein muss.

Die Meinung des Bundesrats werde er nach aussen hin vertreten, auch wenn er persönlich nicht von der Haltung der Regierung überzeugt sei.

12.26 Uhr: Ueli Maurer spricht im Hotel Kreuz zu seinen Fans und bezeichnet sich als Prototypen der SVP.

12.24 Uhr: Maurer nimmt die Gratulationen seiner Fans entgegen. Er wird umarmt und geküsst. Eine Frau wünscht ihm viel Kraft.

12.23 Uhr: Ueli Maurer tritt im Hotel Kreuz vor ein riesiges Medienaufgebot. Im Hintergrund «Ueli, Ueli»-Sprechchöre. (sam)

Erstellt: 11.12.2008, 08:46 Uhr

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93 Kommentare

Ernst Loretz

10.12.2008, 18:25 Uhr
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Beinahe wäre es der SPwieder gelungen dass der von der SVP vorgeschl. Kand. nicht gewählt wurde.Die Linken sagen immer sie seien mit dem Zweier Ticket erpresst worden.Steht es der SVP eigentlich nicht zu jemand zu nominieren der die Interessen der Bürger nachhaltig vertritt.Ich bin enttäuscht von jenen die bei jeder Gelegenheit den Polit Stil der SVP reklamieren und dann so etwas bieten.Bravo Ueli Antworten


Leo Wild

10.12.2008, 18:29 Uhr
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Ein richtiger SVP'ler im Bundesrat. Gut hat es noch solche (zumindest 2) in der Fraktion. Wer sorgt nun dafür, dass alle falschen SVP'ler aus der SVP ausgeschlossen werden? Antworten




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