Schweiz
AKW-Fonds verliert fast eine Milliarde
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Der Stilllegungs- und der Entsorgungsfonds für Schweizer AKW sind im vergangenen Jahr rund 20 Prozent ins Minus gefallen. Dies geht aus den Jahresberichten hervor, die der Bundesrat am Freitag genehmigt hat, wie das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) mitteilte. Beim Entsorgungsfonds, der die voraussichtlichen Entsorgungskosten der Betriebsabfälle von rund 13,4 Milliarden Franken nach Ausserbetriebnahme der AKW decken soll, betrug der Verlust rund 649 Millionen Franken.
Beim Stilllegungsfonds resultierte ein Minus von rund 250 Millionen Franken. Dieser Fonds stellt die Finanzierung der Kosten für die Stilllegung und den Abbruch der AKW sowie für die Entsorgung der dabei entstehenden radioaktiven Abfälle sicher. Die Stilllegungskosten für die fünf Schweizer AKW und das zentrale Zwischenlager in Würenlingen belaufen sich auf rund 2,2 Milliarden Franken.
Vorsichtige Anlagestrategie
Die beiden Fonds, die von den AKW-Betreibern geäufnet werden, sind laut Uvek auf einen langjährigen Anlagehorizont ausgerichtet. Im Gegensatz zu einem Pensionskassenfonds, bei dem Deckung und Liquidität jederzeit gewährleistet sein müssen, erfolgten die Zahlungen bei diesen Fonds erst nach Ausserbetriebnahme der AKW. Die Stilllegungs- und die Entsorgungskosten sowie die Beiträge werden alle fünf Jahre überprüft und gegebenenfalls angepasst. (cpm/ap)
Erstellt: 11.09.2009, 11:28 Uhr





