Schweiz
An Schweinegrippe erkrankter 45-Jähriger in Obwalden gestorben
Artikel zum Thema
Am Donnerstag wurde bekannt, dass im Kanton Obwalden am letzten Samstag ein 45-jähriger Mann an den Folgen der Schweinegrippe zu Hause verstarb. Auch er zählte zur Risikogruppe. Der Verstorbene litt vor der Infektion mit dem H1N1-Virus an «erheblichen Vorerkrankungen», wie Alex Birrer, Stabschef des Führungsstabs des Kantons Obwalden, auf Anfrage sagte. Woran der Mann genau erkrankt war, wollte Birrer jedoch nicht sagen.
Der kantonale Führungsstab kommunizierte den Todesfall vom Samstag erst am Donnerstag, weil die Resultate der gerichtsmedizinischen Untersuchungen abgewartet werden mussten. Denn als der Mann am frühen Samstagmorgen daheim tot aufgefunden wurde, waren die Umstände seines Todes noch unklar. Im Rahmen dieser Untersuchung sei dann aber eine H1N1-Infektion festgestellt worden, die mit dem Tod des Mannes im Zusammenhang stehe, teilte der kantonale Führungsstab am Donnerstag mit.
Neue Informationen um 13 Uhr
Birrer kann sich vorstellen, dass sich dieser Todesfall auf das Impfverhalten der Bevölkerung auswirken kann. Einen Ansturm aber erwartet er nicht. «Der eine oder andere wird sich vielleicht doch noch für eine Impfung entscheiden», sagte er. In der Schweiz forderte die Schweinegrippe bis am Donnerstag vier Todesopfer. In Basel starb ein viereinhalb Monate alter chronisch kranker Knabe an einer Lungenentzündung, die das H1N1-Virus ausgelöst hatte.
In Winterthur traf es zwei Frauen: eine 54-jährige Diabetikerin und eine 46-Jährige, die an Herzschwäche litt und HIV-positiv war. Der 45-jährige Mann, der in Obwalden verstarb, gehörte ebenfalls zur Gruppe der besonders gefährdeten Personen.
Eine neue Bilanz des Bundesamts für Gesundheit wird am heutigen Dienstag um 13 Uhr erwartet. baz.ch/Newsnet berichtet live mit Web-TV. (etr/sda/)
Erstellt: 26.11.2009, 10:33 Uhr



