Schweiz

Armeechef rät Bevölkerung, Notvorräte anzulegen

Aktualisiert am 13.04.2014 224 Kommentare

Um für Risiken wie Cyberattacken oder Stromausfälle vorzusorgen, solle man Vorräte anlegen – das empfiehlt André Blattmann. Er selbst geht mit gutem Beispiel voran.

«Die neuen Risiken und Bedrohungen haben mich sensibler gemacht»: Armeechef André Blattmann bei einer Pressekonferenz. (23. Oktober 2013)

«Die neuen Risiken und Bedrohungen haben mich sensibler gemacht»: Armeechef André Blattmann bei einer Pressekonferenz. (23. Oktober 2013)
Bild: Keystone

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Unsere Gesellschaft sei verletzlich geworden und auf neue Risiken wie Cyberattacken oder Stromausfälle nicht wirklich vorbereitet. Das sagt Armeechef André Blattmann in der Zeitung «Schweiz am Sonntag» – und er hat selber Konsequenzen gezogen: Zu Hause lagert er «30 oder 40 Sechserpackungen Mineralwasser ohne Kohlesäure». Das entspricht rund 300 Liter Mineral. Darüber hinaus hat der Armeechef eine Wasserzisterne. Wasser sei im Notfall das Wichtigste, sagt er: «Für den täglichen Bedarf braucht jeder mindestens acht Liter Wasser. Zum Trinken, Kochen, sich waschen.»

Weil bei einem Stromausfall die Heizung nicht mehr funktionieren würde, hat Blattmann auch ein Cheminée mit Holzvorrat. Die privaten Sicherheitsvorkehrungen traf er «vor zwei, drei Jahren»: «Die neuen Risiken und Bedrohungen haben mich sensibler gemacht.» Er rät der Bevölkerung im Interview mit der „Schweiz am Sonntag“ zur Vorsorge: «Vielleicht müsste man den Leuten sagen: Es ist gut, wenn ihr ein paar Vorräte für den Notfall zu Hause habt. Auch Konservenbüchsen. Das hilft ein paar Tage zu überbrücken, bis der courant normal wieder hergestellt ist.»

Im Interview mit der «Schweiz am Sonntag» äussert sich der Armeechef zur veränderten Sicherheitslage in Europa infolge der Krim-Krise. Er sieht die «bewaffnete Neutralität» gestärkt. Blattmann: «Was auf der Krim geschah, zeigt: Wir müssen den Nachrichtendienst und die Mobilmachung verbessern. Sollte trotzdem etwas geschehen, müssen wir reagieren können.» Es gebe zwei Hauptlehren: «Erstens weiss niemand, was die Zukunft bringt – es waren alle überrascht. Und zweitens: Wer sich nicht selber wehren kann, dem diktiert die Geschichte, was er zu tun hat.»

(ajk)

Erstellt: 12.04.2014, 23:31 Uhr

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224 Kommentare

Paul Glanz

12.04.2014, 23:47 Uhr
Melden 750 Empfehlung 112

''Kurioser Vorschlag'',warum soll der Vorschlag eine Reserve für den Notfall zu haben ''Kurios'' sein,ein tag ohne Wasser und ihr würdet Kurios herum laufen mit trockenem Mund,ein Tag ohne Essen und ihr würdet Kuriose Geräusche machen wenn euer Bauch anfängt euch zu schmerzen,was Blattmann vorschlägt ist überhaupt nicht Kurios sondern gut und wichtig. Antworten


Rolf Schär

12.04.2014, 23:40 Uhr
Melden 460 Empfehlung 83

Ich halte diese Empfehlungen überhaupt nicht für "kurios", sondern für durchaus angebracht. "Nützt's nüt, so schadt's nüt".
Vor allem Wasser in Flaschen und Konserven halte ich für eine gute Idee. Der Armeechef hat Recht. Es braucht sehr wenig, um den courant normal, an den wir uns tagein tagaus gewöhnt sind, aus der Ordnung zu bringen. Glücklich der, der dann auf seine Vorsorge zurückgreifen kann.
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