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Asylbewerber tauchen unter
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In einem Schreiben des Bundesamtes für Migration (BFM) vom 27. Juli 2012 zieht das BFM laut eine ernüchternde Bilanz zu den Ausschaffungen nach Italien im Rahmen des Dublin-Verfahrens. Dies berichtet die Sendung «10vor10» des Schweizer Fernsehens. Im Bericht, welcher der Sendung vorliegt, steht demnach: «Im 1. Semester 2012 wurden in etwa gleich viele Fälle annulliert wie effektiv überstellt.» BFM-Sprecher Michael Glauser bestätigt gegenüber «10vor10» die schlechte Bilanz: «Wenn man in die Statistik der ersten sieben Monate schaut, dann ist das so, rund die Hälfte aller Dublin Fälle sind nicht überstellt worden.»
Kurz vor der Ausschaffung untergetaucht
Die Kritik von Schweizer Politikern richtete sich bis anhin vor allem gegen Italien wegen der restriktiven Rücknahme von abgewiesenen Dublin-Fällen. Pro Tag können nicht mehr als 13 Personen zurückgeführt werden. Jetzt wird klar: die Schweizer Behörden schaffen es nicht einmal, diese 13 Plätze zu füllen. Im Gegenteil – jedes zweite gekaufte Flugticket muss der Bund wieder annullieren, weil die Asylbewerber kurz vor der Ausschaffung untertauchen.
David Keller, Präsident der Kantonalen Migrationsämter, sagt gegenüber der Sendung, er sei nicht erfreut über die Zahlen: «Ich finde es aber besser, dass man klar sagen kann, wie schlimm es ist, wieviele Leute nicht auf den Flieger gebracht werden können. Und daraus ist ersichtlich, wie hoch der Bedarf an Haftplätzen ist.» Laut Bund fehlen in der Schweiz zwischen 200 bis 250 Haftplätze für Auszuschaffende. (kpn)
Erstellt: 27.08.2012, 21:57 Uhr
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