Schweiz

Auch Christoph Blocher geht

Aktualisiert am 10.01.2016 417 Kommentare

Einen Tag nach Toni Brunner gibt auch Christoph Blocher seinen Rücktritt bekannt. Er gehöre zum alten Eisen, sagt der SVP-Vizepräsident.

1/22 Wechsel an der Spitze der SVP Schweiz: Präsident Toni Brunner (l.) wie auch Vizepräsident Christoph Blocher (Mitte) treten im April zurück. Albert Rösti (r.) wird als nächster SVP-Parteipräsident gehandelt. Gemeinsam singen sie hier die Nationalhymne an der Delegiertenversammlung und dem Wahlauftakt der SVP Schweiz in Maienfeld. (22. August 2015)
Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone

   

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Gestern gab SVP-Parteipräsident Toni Brunner bekannt, im April nicht mehr anzutreten und das Präsidium aufzugeben. Doch noch ein zweiter prominenter Abgang wurde am Rande der alljährlichen Bad-Horn-Tagung der Volkspartei bekannt: Christoph Blocher erklärte gegenüber «SonntagsBlick»: «Ab April werde ich nicht mehr Vizepräsident der SVP sein.» Damit gibt der SVP-Doyen seine letzte politische Funktion auf. Bereits 2014 verabschiedete sich der Alt-Bundesrat aus dem Nationalrat. «Ich gehöre zum alten Eisen», sagt Blocher zu «SonntagsBlick».

Mit dem Abgang der Beiden geht eine Ära zu Ende. Der 41-jährige Brunner trat 2008 an die Spitze der SVP Schweiz und gilt seit jeher als Ziehsohn des 75-jährigen Blocher. Als SVP-Duo haben sie die Partei jahrelang geführt und ihr zuletzt zu mehr Wähleranteil und einem zweiten Bundesrat, Guy Parmelin, verholfen. Nun machen sie den Weg für eine neue Generation frei. «Die Partei braucht künftig Vizepräsidenten, die richtig chrampfen und Dossiers übernehmen», sagt Blocher zu «Sonntagblick».

Christoph Blocher aus Herrliberg, Zürich, und Toni Brunner aus Ebnat-Kappel, St. Gallen – zwei Männer, die in der Schweiz stets laut Politik gemacht haben. Die gegenseitige Loyalität zwischen den Beiden kannte und kennt keine Grenzen, denn nun verlassen sie im April gemeinsam die Parteispitze. (afo)

Erstellt: 10.01.2016, 06:01 Uhr

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417 Kommentare

Peter Lang

10.01.2016, 07:36 Uhr
Melden 524 Empfehlung 115

Die Schweiz hat den beiden Vollblut-Politikern so viel zu verdanken. Ich denke nicht, dass sie schlagartig von der Politbühne verschwinden, das wäre auch schade. Schliesslich kann man nicht einfach aufhören, Patriot zu sein, zumal die Gefahren für die Schweiz laufend zunehmen. Alles Gute den beiden und vielen Dank! Antworten


Alfred Frei

10.01.2016, 08:29 Uhr
Melden 454 Empfehlung 154

Also Christoph Blocher hat der Partei nicht zu einem zweiten Bundesrat verholfen, sondern er ist der Grund, dass sie 8 Jahre lang nur einen hatte. Antworten