Schweiz
Auf welchen Strassen Europas es am gefährlichsten ist
Aktualisiert am 30.07.2010 40 Kommentare
Entwicklung der Zahl der Verkehrstoten in der Schweiz
Entwicklung der Zahl der Verkehrstoten in der Schweiz
Anzahl
Quelle: BfS
Kollision mit Verletzten: PW und Polizeiauto verunfallten auf der Schanffigerstrasse bei Langwies GR. (Bild: Keystone )
Verkehrstote pro Million Einwohner
Verkehrstote pro Million Einwohner
Anzahl
Quelle: BfS
Stichworte
349 Menschen haben 2009 bei Unfällen auf Schweizer Strassen ihr Leben verloren, 8 weniger als 2008. 4708 Menschen wurden schwer verletzt, 72 weniger als im Vorjahr. Der seit Jahren beobachtete Rückgang an Getöteten und Schwerverletzten setzt sich damit fort.
Wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte, wurden letztes Jahr zudem 20'422 Leichtverletzte gezählt, 354 weniger als 2008. Im Zehnjahresvergleich waren 2009 ein Viertel weniger getötete und schwerverletzte Personen zu beklagen.
41 Prozent weniger Tote
2009 wurden verglichen mit 2000 41 Prozent weniger Personen im Strassenverkehr getötet, 24 Prozent weniger schwer verletzt und 14 Prozent weniger leicht verletzt.
Im Jahr 2009 starben im Vergleich zu 2000 über die Hälfte weniger Fussgänger und Fussgängerinnen (2009: 60; -54 Prozent). Auch die Anzahl getöteter Mitfahrer und Mitfahrerinnen (2009: 43; -50 Prozent) halbierte sich, und gut ein Drittel weniger Lenker und Lenkerinnen (2009: 246; -35 Prozent) verloren ihr Leben.
3 von 4 Todesopfer sind Männer
Rund 60 Prozent aller verunfallten Personen im Strassenverkehr sind männlichen Geschlechts. Bei den getöteten Verkehrsteilnehmern sind 77 Prozent Männer, bei den Schwerverletzten sind es 68 Prozent. Während sich bei schwer verunfallten Fussgängern und Fussgängerinnen das Verhältnis der Bevölkerung insgesamt widerspiegelt (49 Prozent Männer), sind bei Schwerverunfallten mit Personenwagen 59 Prozent Männer, bei den Motorradfahrenden sind es 86 Prozent und bei Personen mit Fahrrädern 70 Prozent. Diese Relation entspricht den zurückgelegten Tagesdistanzen von männlichen und weiblichen Personen in der Schweiz.
Rückgang bei Unfällen mit Einfluss von Alkohol
Bei Unfällen mit Personenschaden unter Einbezug von mutmasslichem Einfluss von Alkohol zeigt sich nach der Herabsetzung der Promillegrenze von 0,8 Promille auf 0,5 am 1.1. 2005 und der Einführung der anlassfreien Atemkontrolle (deutlicher Anstieg von polizeilichen Alkoholkontrollen) ein markanter Rückgang: Zwischen 2004 und 2006 ging die Anzahl getöteter Personen fast um die Hälfte zurück. Seither blieb die Zahl der Getöteten relativ stabil. 2009 wurden in rund 2000 Unfällen 56 Personen getötet, 638 schwerverletzt und 1830 Personen erlitten leichte Verletzungen.
Die Schweiz im Vergleich zu den Nachbarländern
Auf den Strassen der EU (EU-27) verloren im Jahr 2008 38'875 Personen ihr Leben. Pro Million Einwohner entsprach dies 78 Getöteten. In der Schweiz waren es 47 getötete Personen pro Million Einwohner (2009: 45), verglichen mit 55 in Deutschland, 69 in Frankreich, 79 in Italien und 81 in Österreich.
Berechnet auf die Anzahl der Personenwagen waren es im Jahr 2008 für die EU-27 Länder 168 Getötete pro Million Personenwagen. Für die Schweiz resultierte ein Wert von 90 (2009: 87), Deutschland zählte 109 getötete Personen pro Million Personenwagen, Italien 132, Frankreich 137 und Österreich 159. (sam/sda)
Erstellt: 30.07.2010, 09:54 Uhr
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40 Kommentare
@R. Schumann: Bezüglich der Tempolimiten wäre ich nicht so sicher. Innerorts gilt in allen genannten Staaten 50 km/h. Ausserorts gilt 80 in Malta, NL, CH, IRL, FIN, und DK. In Schweden zum Teil 70, zum Teil 90. In den anderen Staaten gilt 90 (P, I, F, LUX, E, IRL), 96 (GB) oder 100 (A, D). Die Staaten mit tieferen Limiten sind ausser Dänemark alle in der unteren Hälfte bei den Opferzahlen. Antworten
Statistikfälschung durch Auslassung der "schlimmsten" Länder: Der Durchschnitt der "EU-27" ist weit höher als die Werte der einwohnerstarken westeuropäischen Länder. Wenn die osteuropäischen Länder nicht willkürlich ausgeblendet worden wären, würde man sehr klar sehen, wer Europa in die Tiefe zieht. - Der niedrige Wert der Schweiz ist wenigstens ein positives Andenken an Leuenberger Antworten





