Schweiz
Aula der Universität Bern bleibt besetzt
«Wir sind uns bewusst, dass wir auf Konfrontationskurs sind», sagte einer der Besetzer, welche die Aula im Hauptgebäude seit Dienstagabend besetzen, am Sonntag auf Anfrage. Aber die Missstände an den Universitäten seien zu gravierend, als dass nun der institutionelle Weg beschritten werden könne. Auf diesem Weg sei von den offiziellen Organen der Studierenden nichts erreicht worden.
Am Montag würden sich bestimmt wieder bis zu 150 Studierende in der Aula einfinden, zeigte sich der befragte Besetzer überzeugt. Verschiedene Veranstaltungen, die jeweils am Montag in der Aula stattfinden, seien seines Wissens bereits abgesagt worden. Ein Ziel sei es, nächste Woche eine Podiumsdiskussion mit dem Berner Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (Grüne), dem Rektor der Uni Bern sowie mit Vertreter der Studierenden im Kuppelsaal durchzuführen.
Räumung als Voraussetzung für Diskussion
Zu dieser Diskussion erklärte sich die Universitätsleitung in einem Communiqué vom frühen Sonntagabend bereit. Voraussetzung dafür bleibe allerdings, dass der Vorlesungsbetrieb ab Montag in der Aula wieder ordnungsgemäss durchgeführt werden könne, hiess es in der Mitteilung. Bisher liege aber keine Antwort der Besetzenden vor, ob sie das Angebot, ihren Protest in andere Räume zu verlegen, annehmen wollten.
Die erste Vorlesung in der Aula finde am Montag um 10 Uhr statt, sagte Christoph Pappa, Generalsekretär der Universität Bern, auf Anfrage. Würden die Besetzer den Saal bis dahin nicht räumen, müsse die Situation neu beurteilt werden. (raa/sda)
Erstellt: 22.11.2009, 19:41 Uhr
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