Schweiz

Aus der Zeitung von der Drogenszene erfahren

Aktualisiert am 16.07.2012 20 Kommentare

Der Lausanner Stadtpräsident hat versprochen, eine offene Drogenszene im Stadtzentrum aufzulösen. Von dieser will er aus der Zeitung erfahren haben. Die Quartierbewohner fühlen sich alleine gelassen.

Verspricht eine Lösung bis spätestens 2014: Der Lausanner Stadtpräsident Daniel Brélaz. (Archivbild)

Verspricht eine Lösung bis spätestens 2014: Der Lausanner Stadtpräsident Daniel Brélaz. (Archivbild)
Bild: Keystone

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Daniel Brélaz, der grüne Stadtpräsident von Lausanne, will die offene Drogenszene in seiner Stadt «bis 2013, spätestens bis 2014» zum Verschwinden bringen. Damit reagiert er auf den Unmut der Einwohner.

Er verstehe die Verärgerung der Einwohner über die Dealer und Süchtigen im Stadtzentrum, sagte Brélaz gegenüber der Zeitung «Le Matin Dimanche». Er wehre sich aber gegen Vorwürfe, die Behörden würden die Stadtbewohner im Stich lassen.

Vorher nicht von der Drogenszene gewusst

Im Interview sagte Brélaz, er habe erst durch einen Bericht in der Zeitung vom «Problem in diesem Quartier» erfahren. Laut «Le Matin Dimanche» sind die Bewohner des Quartiers Riant-Mont im Zentrum Lausannes entnervt ab der offenen Drogenszenen mit Dealern, Süchtigen und Kriminellen. Sie hätten zudem den Eindruck dass die Polizei nichts unternähme.

Man habe bereits Aktionen unternommen, doch diese würden das Problem auf lange Sicht nicht lösen, entgegnet Brélaz. Zusammen mit dem Kanton Waadt und anderen Beteiligten werde derzeit ein Aktionsplan ausgearbeitet. Wenn man die Drogenszene aus einem Quartier vertreibe, lasse sie sich in einem anderen nieder, sagte Brélaz. Deshalb soll das Problem in einer ersten Phase mit einem Empfangszentrum für Drogensüchtige angegangen werden. Dabei soll es sich weder um Fixerstübli noch um ein Sozial-Bistro handeln.

In einer zweiten Phase soll der Kampf gegen die Dealer aufgenommen werden. In diesem Bereich stellten sich allerdings Probleme wegen des Platzmangels in Gefängnissen und Haftanstalten. Unsere Gesetze seien die weichsten in ganz Europa und jedermann wisse dies. Brélaz fordert deshalb eine Verschärfung der Strafen gegen Drogenhandel und Kleinkriminalität. (mw/sda)

Erstellt: 15.07.2012, 13:07 Uhr

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20 Kommentare

Ike Conix

15.07.2012, 13:47 Uhr
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Brélaz ist ja auch erst seit 1989 Stadtrat in Lausanne. Da kann man noch nicht alles wissen. Antworten


sandro gasser

15.07.2012, 14:10 Uhr
Melden 113 Empfehlung 0

genf, lausanne, basel, zürich ... die rot - grünen städte sind hervorragend geführt. und das absolut positive ist: je mehr das die stadträte versagen desto besser werden sie wiedergewählt. die stadt-wähler sind diesbezüglich mit einer bewundernswerten lernresistenz gesegnet. Antworten



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