Schweiz

Babyboom in Schweizer Spitälern

Aktualisiert am 01.01.2013 94 Kommentare

In vielen Schweizer Spitälern wurden im Jahr 2012 bei der Geburtenrate Rekorde gebrochen. Zwillingsgeburten haben dabei stark zugenommen.

Vor drei Jahren hat der Trend eingesetzt, wieder mehr Kinder zu bekommen: Krankenschwestern kümmern sich um ein Neugeborenes. (Archivbild)

Vor drei Jahren hat der Trend eingesetzt, wieder mehr Kinder zu bekommen: Krankenschwestern kümmern sich um ein Neugeborenes. (Archivbild)
Bild: Keystone

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Reichen Kindersegen konnten im Jahr 2012 Schweizer Wiegen verzeichnen. In einigen Spitälern kam es sogar zu neuen Rekorden. So meldet etwa das Berner Inselspital 1454 Babys, so viele wie seit 32 Jahren nicht mehr. Insgesamt kommen pro Jahr in der Schweiz zurzeit jeweils über 80'000 Kinder zur Welt.

Das Universitätsspital Zürich zählte bis heute Mittag 2658 Geburten. Das waren 22 neue Erdenbürger mehr als im Vorjahr – ein neuer Rekord.

Künstliche Befruchtungen

Die 1454 Berner Babys kamen bei 1366 Geburten zur Welt. Damit blieb der Zwillingsanteil wie in den Vorjahren hoch. Dies ist unter anderem auf das im Vergleich zu früher höhere Durchschnittsalter der Mütter und auf künstliche Befruchtungen zurückzuführen.

Im Jahr 2011 waren 1398 Kinder bei 1306 Geburten in der Frauenklinik der Berner Insel entbunden worden; ein Jahr davor waren es 1387 Babys bei 1304 Geburten gewesen.

Für den aktuellen Babyboom gebe es verschiedene Gründe, heisst es bei der Insel. So habe vor drei Jahren landesweit der Trend eingesetzt, wieder mehr Kinder zu bekommen. «Wir sehen aber auch, dass die Frauenklinik als grösste Geburtsklinik im Kanton Bern immer mehr Zuspruch findet», wird Daniel Surbek, Chefarzt Geburtshilfe am Inselspital, in der Medienmitteilung zitiert.

Alina und Noah als Spitzenreiter bei den Namen

In der Frauenklinik des Universitätsspitals Basel bewegen sich die Geburtenzahlen auf dem Niveau des Vorjahres: 2011 sind insgesamt 2286 Kinder zur Welt gekommen. 2012 waren es – Stand an Silvester um 11 Uhr – 2265.

Ein grosses Wachstum sei allerdings wegen der beschränkten Kapazitäten gar nicht möglich, sagte eine Sprecherin des Basler Unispitals auf Anfrage. Immer wieder müssten werdende Mütter an andere Kliniken verwiesen werden, weil in der Geburtsabteilung alle Betten belegt seien.

Am Kantonsspital Frauenfeld gab es 1150 Geburten. Das sind mehr als 2011 und 2010. Rekordverdächtig ist die Geburtenrate jedoch nicht.

Im Universitätsspital Genf blieb die Geburtenzahl ebenfalls stabil, wie eine nicht repräsentative Umfrage der Nachrichtenagentur sda erbrachte. Dort zählten die Ärzte 4010 Entbindungen und erwarteten bis Mitternacht noch fünf weitere. Die 4000er Grenze durchbrochen hatte die Maternité in Genf 2010.

In den acht Geburtskliniken der Privatspitalgruppe Hirslanden erblickten bis Mitte Dezember knapp 6000 Babys das Licht der Welt, 2970 Knaben und 2984 Mädchen. Wie Hirslanden weiter zu berichten weiss, belegten bei der Namensgebung 2012 bei den Mädchen Alina, Nina und Sophia die ersten drei Ränge. Bei den Knaben waren es Noah, Luca und Luis. (rbi/sda)

Erstellt: 31.12.2012, 18:35 Uhr

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94 Kommentare

Roman Meier

31.12.2012, 19:47 Uhr
Melden 361 Empfehlung 61

Der angebliche Babyboom dürfte wohl in erster Linie mit der Zuwanderung zu tun haben (bei mehr Menschen im fortpflanzungsfähigen Alter gibt es natürlich auch mehr Kinder) und nicht damit, dass Herr und Frau Schweizer plötzlich wieder mehr Kinder zeugten. Antworten


Thomas Strebel

31.12.2012, 19:41 Uhr
Melden 342 Empfehlung 82

Wir dieser Babyboom von Schweizer Eltern ausgelöst oder werden wir in einigen Jahren mit noch mehr Integrationsproblemen konfrontiert werden? Antworten



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