Schweiz
Basel soll Eventzentrum erhalten
Von Christian Mensch, Patrick Marcolli. Aktualisiert am 02.09.2010 2 Kommentare
Was die Basler Zeitung vor Jahresfrist ankündigte, wird nun konkret: Unmittelbar neben dem St.-Jakob-Park soll ein neues Veranstaltungszentrum entstehen mit einer Eventhalle für 15'000 Besucher und einer kleineren für 5000 Besucher.
Der Immobilienentwickler Losinger hat entsprechende Pläne vom amerikanischen Architekten Chad Oppenheim zeichnen lassen. Die Investitionen von 130 Millionen Franken sollen die beiden Kantone Basel-Stadt und Baselland gemeinsam tragen.
Städtebaulicher Referenzpunkt
Die Halle, die weitgehend unterirdisch geplant ist, soll zum Motor für die gesamte Arealentwicklung am Rand von Muttenz werden. Angedacht sind ein Hotel direkt bei der Eventhalle sowie zwei weitere Wohn- und Bürogebäude. Eines davon soll 140 Meter in die Höhe ragen und sowohl von der Autobahn wie vom Birstal her städtebaulich als Referenzpunkt wirken.
Die Investitionen sollen insgesamt rund eine halbe Milliarde Franken betragen. Im Idealfall soll die Eventhalle bereits im Herbst 2015 eröffnet werden können – mit dem Tennisgrossanlass Swiss Indoors. Das Management von Roger Federer, das bereits Interesse am Turnier angemeldet hat, sei über die Pläne informiert, heisst es bei Losinger.
Grosses Geheimnis
Informiert sind seit gut einem Jahr die Regierungen von Baselland und Basel-Stadt. Diese haben bisher ein grosses Geheimnis darum gemacht, da mit den bisherigen Grundeigentümern noch keine Einigung erzielt werden konnte. Doch nun drängt die Zeit. Deshalb geht Losinger an die Öffentlichkeit.
Der Zeitpunkt ist nicht zufällig: Die Basler Regierung muss nächstens den überfälligen Ratschlag zur Sanierung der St. Jakobshalle vorlegen. Mit einer neuen Eventhalle kann der in die Jahre gekommene Betonbau als Ort des Breitensports minimal saniert werden. Ohne die neue Halle steht eine Grossinvestition an. Die Debatte hat Losinger nun lanciert. (Basler Zeitung)
Erstellt: 02.09.2010, 11:47 Uhr
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2 Kommentare
130 Millionen zu lasten der Steuerzahler. Hinzu kommen wie bei jedem Projekt noch ein paar Millionen für unvorhergesehenes. Währe ein wirkliches Interesse vorhanden, dann würde der Bau von Privaten finanziert! Es ging ja schon sehr lange bis der Messerturm keine leern Büros mehr hatte... da wirds nicht besser! Antworten
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