Schweiz

Berner Pro-Komitee setzt auf ein anderes Plakat

Das Berner Komitee für die Anti-Minarett-Initiative verzichtet nach eigenen Angaben auf optisch provokative Abstimmungsplakate.

Unabhängig davon läuft die nationale Plakatkampagne mit einem heftig umstrittenen Plakat. Verschiedene Städte haben dieses Plakat, das eine verschleierte Frau und raketenähnlich gezeichnete Minarette zeigt, bereits als diskriminierend und rassistisch verboten. In Bern ist noch offen, wie der Fall gehandhabt wird.

Sollte das Plakat des nationalen Komitees auch in Bern verboten werden - und davon gehe er eigentlich aus -, sei das Motiv des bernischen Komitees «eine gute Alternative», sagte SVP-Grossrat und Co-Präsident des Komitees, Thomas Fuchs, am Donnerstag auf Anfrage.

Auf dem Berner Plakat ist das idyllische Würzbrunnenkirchlein im Emmental sowie am rechten Bildrand ein Minarett zu sehen. Im Textteil werden Minarette als «Speerspitzen» der Islamisierung bezeichnet. Wer in der Schweiz leben wolle, müsse die hiesigen Wertvorstellungen respektieren. Minarette symbolisierten jedoch Integrationsverweigerung. (sam/sda/)

Erstellt: 08.10.2009, 12:49 Uhr

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8 Kommentare

erna studer

09.10.2009, 11:53 Uhr
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Ein Plakat mit klarer Botschaft. Die Burka provoziert und verletzt. Alles eine Frage von Bildung und Kultur Ethik und Moral - Das Vertrauen in die Politik schwindet - die Angst wächst mitten in der Krise fatal. Die Schweiz isoliert - Weltwirtschaft braucht die Schweiz nicht - die Schweiz sehr wohl das Ansehen in der Welt. Antworten


Gerhard Keller

08.10.2009, 19:52 Uhr
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Die Gleichung : Minarett = Scharia, Kopftuch, Zwangsehe und Steinigung sollte hinterfragt werden. Konsequenterweise hätte der Protest bei der ersten Einweihung eines Gebetsraumes für Muslime in der Schweiz einsetzen müssen. Religionsfreiheit ist Verfassungsartikel. Was aber, wenn Teile einer Religion fundamentalen Werten der gastgebenden Kultur entgegen stehen? Ein Stichwort: die Rechte der Frau. Antworten


Peter Wenger

08.10.2009, 17:41 Uhr
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@Hannes Keller: Ich glaube Sie fahren auf der falschen Schiene. Bitte seien Sie nicht naiv, und schauen Sie den Tatsachen ins Auge. Integrieren müssen sich in allen Ländern, die Personen die einwandern, und nicht umgekehrt... Antworten


Tom Kuhn

08.10.2009, 16:26 Uhr
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Anscheinend ist den Politikern viel lieber dass Terroristen bzw. Extremisten das bekannte Gesellschaftsbild der Religionsfreiheit & Menschenrechte zweckentfremden. Solange in Kellern oder Hinterhöfen für ein Glauben gebetet werden muss, solange entziehen sich den Gläubigen der Staatsmacht. Gewisse Minderwertigkeitsgefühle schreien nach Verbot anstatt konstruktive Dialoge zu führen und zu pflegen. Antworten


Marianne Reifers

08.10.2009, 16:09 Uhr
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Wenn ich in Kairo Kirchtürme sehe, dann repräsentieren sie ein Stück Heimat, was nicht heisst, dass ich nicht auch gleichzeitig den Klangteppich der Minarette liebe. Jeder Mensch sucht in der Fremde nach Heimat und das besonders im religiösen Bereich. Er gibt uns inneren Halt, von dem kein Mensch lassen will und muss. So beheimatet, kann er sich am fremden Ort als eigenständig integrieren. Antworten


Stefan Reber

08.10.2009, 15:21 Uhr
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Richtig Herr Keller: Deshalb sollten wir von der ausländischen Bevölkerung auch nicht verlangen, dass sie eine Landessprache lernen und sich an die Sitten und Gebräuche unseres Landes halten... Wir verweigern niemandem die Integration, eher weigern sich gewisse Volksgruppen sich zu integrieren. Wie gut das Zusammenleben mit den Muslimen funktioniert, zeigt sich in Dänemark übrigens bestens. Antworten


Andrin Kramer

08.10.2009, 13:43 Uhr
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@hannes keller. ein lausiges argument, wie das mit der religionsfreiheit. was hat ein minarett mit integration zu tun. entweder sind die muslime dazu bereit sich zu integrieren (= sich den ch-gepflogenheiten anpassen), oder sie sind es nicht. letztere sind höflichst aufgefordert ihre sieben sachen zu packen und die schweiz zu verlassen. soweit kommt es noch, dass wir uns denen anpassen..... Antworten


hannes Keller

08.10.2009, 13:25 Uhr
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Das Verbot von Minaretten ist Integrationsverweigerung, nicht umgekehrt. Abgesehen davon löst dieses Verbot kein einziges Problem, es schafft nur neue. Antworten



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