Berner Pro-Komitee setzt auf ein anderes Plakat

Aktualisiert am 08.10.2009 8 Kommentare

Das Berner Komitee für die Anti-Minarett-Initiative verzichtet nach eigenen Angaben auf optisch provokative Abstimmungsplakate.

Unabhängig davon läuft die nationale Plakatkampagne mit einem heftig umstrittenen Plakat. Verschiedene Städte haben dieses Plakat, das eine verschleierte Frau und raketenähnlich gezeichnete Minarette zeigt, bereits als diskriminierend und rassistisch verboten. In Bern ist noch offen, wie der Fall gehandhabt wird.

Sollte das Plakat des nationalen Komitees auch in Bern verboten werden - und davon gehe er eigentlich aus -, sei das Motiv des bernischen Komitees «eine gute Alternative», sagte SVP-Grossrat und Co-Präsident des Komitees, Thomas Fuchs, am Donnerstag auf Anfrage.

Auf dem Berner Plakat ist das idyllische Würzbrunnenkirchlein im Emmental sowie am rechten Bildrand ein Minarett zu sehen. Im Textteil werden Minarette als «Speerspitzen» der Islamisierung bezeichnet. Wer in der Schweiz leben wolle, müsse die hiesigen Wertvorstellungen respektieren. Minarette symbolisierten jedoch Integrationsverweigerung. (sam/sda)

Erstellt: 08.10.2009, 12:49 Uhr

8

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

8 Kommentare

Marianne Reifers

08.10.2009, 16:09 Uhr
Melden

Wenn ich in Kairo Kirchtürme sehe, dann repräsentieren sie ein Stück Heimat, was nicht heisst, dass ich nicht auch gleichzeitig den Klangteppich der Minarette liebe. Jeder Mensch sucht in der Fremde nach Heimat und das besonders im religiösen Bereich. Er gibt uns inneren Halt, von dem kein Mensch lassen will und muss. So beheimatet, kann er sich am fremden Ort als eigenständig integrieren. Antworten


Andrin Kramer

08.10.2009, 13:43 Uhr
Melden

@hannes keller. ein lausiges argument, wie das mit der religionsfreiheit. was hat ein minarett mit integration zu tun. entweder sind die muslime dazu bereit sich zu integrieren (= sich den ch-gepflogenheiten anpassen), oder sie sind es nicht. letztere sind höflichst aufgefordert ihre sieben sachen zu packen und die schweiz zu verlassen. soweit kommt es noch, dass wir uns denen anpassen..... Antworten



Schweiz

Populär auf Facebook Privatsphäre

Meistgelesen in der Rubrik Schweiz

bluebanana.ch