Schweiz

«Das Ende der BDP ist absehbar, sie hat kein eigenes Profil»

Aktualisiert am 09.01.2016 76 Kommentare

Die Abwahl von Christoph Blocher als Bundesrat war für seine Präsidentschaft wegweisend sagt Noch-SVP-Präsident Toni Brunner.

1/16 Toni Brunner möchte sich «wieder vermehrt auf die politische Arbeit als Nationalrat sowie seinen eigenen Landwirtschaftsbetrieb konzentrieren», heisst es in einer SVP-Mitteilung zum Rücktritt des Parteipräsidenten. Hier ist er im Heustock seines Hofes bei Wattwil zu sehen. (9. Juli 2008)
Bild: Gaetan Bally/Keystone

   

Artikel zum Thema

Teilen und kommentieren

Stichworte

Blog

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Im Interview mit der «SonntagsZeitung» erklärt der überraschend abtretende SVP-Präsident Toni Brunner zu seinem Rücktritt, er wolle wieder «etwas mehr Feiräume haben und mich auf mein Nationalratsmandat konzentrieren». Und er sagt, Parteivordenker Christoph Blocher sei von seinem Abgang nicht begeistert gewesen. Gegenüber dem «Sonntagsblick» erklärte Blocher allerdings auch, dass er selbst im April nicht mehr als SVP-Vizepräsident sein werde. Damit gibt Blocher sein letztes politisches Mandat ab.

Mit dem Berner Albert Rösti, den die Parteileitung als neuen Parteichef vorschlägt, stehe aber ein hervorragender Kandidat in den Startlöchern. Rösti sei auch sein Wunschkandidat. Ausser ihm habe man niemanden in der SVP angefragt, ob er Brunners Nachfolge antreten will.

Abstimmung über Asylreform kommt im Sommer

Toni Brunner droht im Interview mit einer Initiative zur Kündigung der Personenfreizügigkeit, falls der Bundesrat tatsächlich eine wirkungslose Schutzklausel einführen wolle. Zudem kündigt er an, dass das Asylreferendum zustande gekommen sei und kommenden Donnerstag bei der Bundeskanzlei eingereicht werde. «Im Sommer kann das Volk über die Gratisanwälte für Asylsuchende abstimmen», freut sich Brunner.

Als grösste Niederlage wertet Toni Brunner die Abwahl Christoph Blochers als Bundesrat. Sie sei «wegweisend» für ihn gewesen. Bei der Abspaltung der BDP handle es sich um den Wegfall eines Teils der Partei, «der nie zu uns gepasst hat». Und weiter sagt er zur Kleinpartei: «Das Ende der BDP ist absehbar, sie hat kein eigenes Profil.» (ofi)

Erstellt: 09.01.2016, 23:51 Uhr

76

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.
Werbung

76 Kommentare

Christopher Chandiramani

10.01.2016, 00:16 Uhr
Melden 265 Empfehlung 14

Kleinstparteien sind stets entstanden und wieder verschwunden, z.B. Landesring, Poch, PDA, Autopartei usw., bald Grünliberale, BDP. Sie formieren sich, wenn ein aktuelles Thema von den Grossparteien nicht bearbeitet wird. Sobald das Problem gelöst war, sind die Randparteien wieder verschwunden. Antworten


Bärtschi Kurt

10.01.2016, 10:09 Uhr
Melden 167 Empfehlung 11

Zum Thema BDP: Die Religionsstifterin und Ihr Prophet (sie wissen schon, der, der Tesla fährt und den Emmentalerinnen und Emmentalern vor seiner Wahl als SVP Nationalrat das Blaue von Himmel herab versprochen hat), haben die Jünger (BDP Mitglieder) für ihre persönlichen Ziele missbraucht. Die Stifterin und ihr Prophet sind zwischenzeitlich -nach dem Gang durch das Fegefeuer- im politischen Paradies aufgenommen worden. Die BDP wird dereinst in den Geschichtsbüchern als "Fussnote" erwähnt. Antworten