Schweiz

Das Mutterland und seine Kolonie

Die Bank Wegelin in St. Gallen, 1741 gegründet, ist untergegangen. Amerikas Druck, Amerikas Diktat. Ein Kommentar.

Welcome to US-Switzerland. Die Schweiz ist sturmreif. Wie ein böses Omen wirkt das ruhmlose Ende von Wegelin.<br>Fotomontage Basler Zeitung

Welcome to US-Switzerland. Die Schweiz ist sturmreif. Wie ein böses Omen wirkt das ruhmlose Ende von Wegelin.
Fotomontage Basler Zeitung

BaZ-Chefredaktor Markus Somm. (Bild: Keystone )

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Es ist vielleicht das Ende einer wunderbaren Freundschaft. Mit der erzwungenen Selbstzerstörung der Bank Wegelin, der ältesten und einer der besten Privatbanken der Schweiz, hat Amerika unser Land auf eine Art und Weise malträtiert, wie es noch vor dreissig Jahren undenkbar gewesen wäre. Das kleine, solide, erzkapitalistische und doch neutrale Land zwischen den Blöcken, das insgeheim so viele nützliche Dienste für die westliche Vormacht geleistet hatte: In Washington zählt die Schweiz der Gegenwart nichts mehr. Wir sind Kanonenfutter, Zahlmeister, reicher Neffe, Ketzer und Lotteriefonds zugleich für eine Grossmacht, die sich finanziell übernommen hat – und nun mit einer selten scheinheiligen Mischung von Gier und Moral seine eigenen Steuerhinterzieher über den Globus jagt, um sie am Ende dazu zu nötigen, ihr Geld in die USA zurückzuführen.

Die Sünden der andern

Scheinheilig ist dieser Kreuzzug, weil Amerika im eigenen Land selbst sehr wenig gegen die nach wie vor diversen Steuerhinterziehungsoptionen unternimmt. Ob Delaware oder Nevada, ob Trusts oder andere Schlaumeiereien: Solange man das unversteuerte Geld in den USA versteckt, ist alles in Ordnung. Als unlängst ein paar amerikanische Politiker darauf gedrängt hatten, diese blühenden heimischen Steueroasen trockenzulegen, indem man die Regeln, die man nun den Schweizer Banken aufzwingt, ebenfalls anwendet, regte sich sofort Widerstand. Mit der Warnung, damit die vielen schwarzen Gelder aus Lateinamerika aus den USA zu vertreiben, setzten sich die amerikanischen Banken durch. Das Unterfangen scheiterte.

Warum haben die Teilhaber der Bank Wegelin, die 1741 in St. Gallen gegründet worden war und die seither stets einen Teil der Identität und des Stolzes dieser Stadt verkörpert hatte, warum haben überaus tüchtige Bankiers wie Otto Bruderer oder Konrad Hummler aufgegeben? Zur Stunde kann man nur spekulieren. Gesicherte Informationen sind wenig zu erhalten. Offensichtlich schien das Risiko, dass die Amerikaner eine Klage anstrengten, gross. Zu gross. Aus Verantwortung gegenüber den eigenen Mitarbeitern haben Bruderer und Hummler ihr «Lebenswerk», wie sie es selber formulieren, aufgespaltet, um einen ungefährdeten Teil an die ehemalige «Bauernbank» Raiffeisen zu verkaufen und den andern, das scheint absehbar, zu liquidieren. Es ist den Amerikanern gelungen, eine kleine, aber feine Privatbank in der Schweiz wie mit einer Fernzündung in die Luft zu sprengen.

Komplizen, Halunken, Heuchler

Zu Recht? Hat die Bank Wegelin leichtfertig gehandelt, als sie, so muss man annehmen, seinerzeit viele amerikanische Kunden der UBS übernommen hatte? Man wird das vielleicht nie erfahren. Noch gehe ich davon aus, dass die Bank Wegelin nie schweizerisches Recht verletzt hat. Noch überwiegt der Eindruck, dass die Amerikaner eine Praxis, die sie jahrzehntelang mit Augenzwinkern geduldet hatten, plötzlich nicht mehr akzeptieren wollten, als sie die eigene Haushaltslage zu sehr bedrückte. Denn alle Beteiligten – amerikanische Steuerbehörden, amerikanische Politiker, Schweizer Bankiers und amerikanische Steueranwälte – wussten um die Schlupflöcher, die das amerikanische Recht den eigenen Bürgern offerierte. Nicht von ungefähr galten Reisen in die Schweiz unter fast allen Wohlhabenden und Erfolgreichen als besonders schick – man nannte Zermatt und schwärmte vom Skifahren, meinte aber Zürich oder Genf und seine im Tiefen ruhenden Tresore.

Dass Mitt Romney und Newt Gingrich, zwei der aktuellen republikanischen Präsidentschaftskandidaten, persönlich ein Konto bei der UBS unterhalten haben, was sie heute unter Tränen gestehen und bedauern, als handle es sich um eine verheimlichte Liebesaffäre, zeigt, wie verbreitet diese kleine Finanzflucht in der amerikanischen Elite war. Eine neue Epoche ist angebrochen. Wie ein böses Omen wirkt das ruhmlose Ende von Wegelin, der ältesten Bank der Schweiz, deren Anfänge bis ins 15. Jahrhundert reichen.

Hat der schweizerische Finanzplatz eine Zukunft? Wir werden es sehen. Leider sind sich sehr viele Schweizer seit Langem nicht mehr bewusst, wie viel Wohlstand wir unseren Banken zu verdanken haben, indem sie Leuten einen Unterschlupf geboten haben, die in ihrer Heimat die Steuern für zu hoch oder die Politiker für zu unberechenbar hielten. Mag sein, dass dieses «Geschäftsmodell» nicht mehr nachhaltig war. Doch Zweifel kommen auf, wenn man daran denkt, dass Singapur im Begriff ist, zum mächtigsten Offshore-Platz der Welt aufzusteigen und die Schweiz zu beerben. Was uns die Amerikaner als moralisch dubios eingeredet haben, raubt den Bankiers in Singapur keinen Schlaf. Als die USA auch Singapur unter Druck setzten, stellten sich die dortigen Diktatoren taub. Rasch liess Amerika ab, weil hinter Singapur das grosse China steht.

Selbstmord aus Todesangst

Die Schweiz dagegen stand allein und – das verblüfft am meisten – tat auch alles, um möglichst schwach zu wirken. In Anbetracht der historischen Erfahrung, dass der Kleinstaat und Sonderling, der wir sind, das immer wieder erlebt hat, nämlich die Isolation, ist es geradezu deprimierend, wie desolat, wie ungelenk, wie ungeschickt wir uns anstellten. Man kapitulierte, bevor die Amerikaner auch nur in Sichtweite auftauchten. Aus Angst vor dem Tod beging man Selbstmord.

Intern haben viele Kritiker des Bankgeheimnisses seit Jahren – sicher in den Medien – die Oberhand gewonnen. Ob sie je eine Mehrheit der Schweizer von ihrer Skepsis überzeugt haben, ist offen. Mag sein, dass auch die Bevölkerung lieber anständig und ärmer ist – abgestimmt haben wir bisher noch nie über die faktische Abschaffung des Bankgeheimnisses, die wir jetzt erleben. Früher waren linke Begehren in diese Richtung stets chancenlos. Wenn wir schon die Zukunft des Finanzplatzes zur Disposition stellen, dann lieber aufgrund von Mehrheitsentscheiden und nicht aufgrund von Verhandlungen im Geheimen, in Washington oder in Bern, über die wir kaum je ein relevantes Detail erfahren.

Dass über den UBS-Staatsvertrag mit den USA seinerzeit keine Volksabstimmung stattgefunden hat, erweist sich jetzt als Fehler. Damals den Amerikanern nachzugeben und die eigenen Kunden zu verraten und deren Daten nach Übersee zu liefern, machte jedermann in Washington klar: Die Schweiz ist sturmreif. Sie wehrt sich nicht. Sie hat sich damit abgefunden, zu einer Art Kolonie abzusinken, wo das eigene Recht wenig gilt, das amerikanische aber alles. Willkommen in US-Switzerland. (Basler Zeitung)

Erstellt: 28.01.2012, 08:54 Uhr

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30 Kommentare

Samuel Pfister

30.01.2012, 14:27 Uhr
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Wow! Super Beitrag. Ich finde es eine Schande, wie unser Bundesrat handelt. Die Swissair nicht unterstuetzt, der UBS (welche die Swissair fallen liess!) mit Milliarden unter die Arme geholfen, das Bankgeheimnis leichtfertig preisgegeben, jetzt mal schnell Kampfjets kaufen.. Das Problem ist nur, die meisten dieser Fehlentscheide werden genau von den Buergerlichen getroffen... Ich hofe auf die Mitte Antworten


Marie V.Roth

29.01.2012, 12:19 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Die Schutzmauer um die Schweiz, das BKG wird attackiert, weil es gewisse Staaten so enschieden haben. Die Schweiz war nie über jeden Verdacht erhaben sie hatte sich bloss klüger verhalten. Die Mauer bröckelt der Widerstand auch. Warum? Solange der "Reichtum" klug gemanagt wurde, gegen innen und aussen haben alle profitiert. Heute profiteren wenige viel und viele wenig, innen wie aussen. Crash Antworten


Hansres Dikenmann

29.01.2012, 07:55 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Bemerkenswert, dass der Artikel die Isolation unseres Kleinstaates hervorhebt.Offensichtlich geht auch dem Autor des Artikels bei dieser Gelegenheit auf, dass Isolation nicht nur Vorteile hat. Wer jetzt die Nachteile der Isolation beklagt, welche wir einer in der Schweiz bestehenden, stark isolationistischen politischen Strömung verdanken, sollte gelegentlich über die Bücher gehen. Antworten


Jost Wehrli

28.01.2012, 17:39 Uhr
Melden 8 Empfehlung

"Heil Dir Helvetia, hast noch der Söhne ja ...." Die Zeit, wo das stimmte, wo es eine Mehrheit gab, die sich zu wehren bereit war, wo Leute mit Rückgrat in Regierung, im Parlament, in den Gerichten sassen ist leider wirklich vorbei. Vielleicht git es wenigstens eine Mehrheit die sich schämt, dass wir kein Rechtstaat mehr sind. Antworten


Martin Fischer

28.01.2012, 16:55 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Haben sich die USA verändert oder das Verhältnis der Schweiz zu ihnen? Was ist anders als im kalten Krieg? Wieviel Schweiz steckt in der Auslieferung der Daten an die USA? Vieles sollte zuerst hier geklärt werden, bevor man die USA anprangert. Tatsache ist, dass international die Steuerjagd eröffnet ist. Untypisch für Staaten, die nicht dem sozialdemokratischen Grundverständnis anheim fallen. Antworten


Serge de la Rey

28.01.2012, 16:35 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Man höre und staune! Da lese ich diesen Kommentar, stimme 100%ig zu und bin zum Schluss baff: der Kommentar kommt von Somm! von SOMM! Und ich finde ihn gut! (Den Kommentar meine ich!) Also jetzt frage ich mich ja echt! Bin ich etwa - ? Aber nein, das würde mir nie passieren! SVP? Wohl kaum. Aber immerhin: auch ein blindes Huhn findet ja bekanntlich mal ein Korn;-) Antworten


Lukas Wirz

28.01.2012, 16:03 Uhr
Melden 9 Empfehlung

anstatt nur die USA zu beschuldigen müsste man vielleicht als Schweizerbankier darauf verzichten das grosse Geschäft mit unsauberem Geld im Ausland und aus dem Ausland zu machen. Wenn eine Bank nur noch überleben kann wenn sie Schurkengeld verwaltet, dann wird es Zeit den Stall auszumisten. Schweizerbanken vergessen oft dass sie Schweizerkunden haben Antworten


Werner Martin

28.01.2012, 15:12 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Der Fall Wegelin führt uns mit aller Deutlichkeit vor Augen, welche Gefahren hinter den umstrittenen, vom Gutachten der PwC als „heiklen“ eingestuften Transaktionen der Familie Hildebrand, verborgen sind. Hätten die Akteure und C.Blocher , die Eiterbeule rund um SNB und Hildebrand nicht aufgestochen, dann wären die US-Steuerbehörden mit dem gleichen Muster wie bei Wegelin vorgegangen und eine Einigung über Ausgleichzahlung würde sicher nicht unter 20`000 Millionen über die Bühne gehen. Antworten


Roger Borer

28.01.2012, 18:43 Uhr
Melden 5 Empfehlung

So ein Quatsch. Hummler hat in seinem Hochmut,die amerikanischen Kunden von der UBS übernommen.Von ihm stammt der Spruch:Die Kapitalflucht geschieht in Notwehr. Das Bankgeheimnis ist ein Asylrecht. Hummlers Irrtum, seiner Privatbank könne nichts passieren. Der Freund und Nationalrat hat dem serbelnden Bankgeheimnis, dann noch den Rest gegeben. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.


Jürg Wehrlin

28.01.2012, 14:48 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt.
Otto Fürst von Bismarck
preussisch-deutscher Staatsmann (1815 – 1898)
Wie sind die 4. Generation
Antworten


Gabriel Meyer

28.01.2012, 14:19 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Als Bewohner des großen Kantons kann ich nur mit dem Kopf schütteln darüber, wie leicht die Helvetier gegenüber ihrem geliebten big brother nachgeben.
Keine "schweizer Werte" mehr verteidigen ???
Antworten


Marcel Halid

28.01.2012, 14:16 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Die nützlichen Dienste im Kalten Krieg zählen in der heutigen globalisierten Welt mit anderen Gegebenheiten + Machtstrukturen nicht mehr. Die CH Gesellschaft,Politik + Bankwirtsch. haben sich zu spät/langsam diesen Veränderungen angepasst. Neue Visionen,Konzepte + unterstützende Allianzen wurden vernachlässigt o. abgelehnt, "Alleine" reagieren wir nun auf neue globale Machtinteressen + wundern uns Antworten


Frank Staufer

28.01.2012, 14:10 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Ironie des Schiksals: was die sog. Linken nicht fertig brachten, haben die schweizerischen Banken innert knapp 5 Jahren selbst fertig gebracht; das heissgeliebte Bankgeheimnis durch dumme Geschäftsmodelle zum Abschuss freigegeben. Die UBS-Rettung war zwar kurzfristig ein Erfolg, die Rechnung wird uns aber jetzt präsentiert; die Begleichung derselben wird uns aber noch Jahre beschäftigen. Antworten


hans scholl

28.01.2012, 13:47 Uhr
Melden 9 Empfehlung

das scheinheilige verhalten der usa im kampf gegen steuersünder (die usa sind ja nicht alleine) mag zwar sehr störend sein und auch das rasche einlenken der ch-politik. doch dies rechtfertigt letztlich nicht das frühere geschäftsmodell der ch-banken. statt eine vorreiterrolle im kampf dagegen zu übernehmen (und auch virginia, guernsey etc. zu bekämpfen), hat man sich in den prügelknaben gewandelt. Antworten


Marino Koch

28.01.2012, 13:32 Uhr
Melden 14 Empfehlung

Warum die Schweiz heute immer die Fahnen streicht, bevor der Kampf überhaupt begonnen hat? Weil heute durchwegs Personen einer verweichlicht aufgewachsenen Generation an den Schaltstellen sitzen, einer Generation, die nie kämpfen gelernt hat. Antworten


Frank Rosebrock

28.01.2012, 13:05 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Eine der besten Banken der Schweiz ist am Ende. Das ist nicht zuletzt die Folge der unrechtmässig mit Steuergeldern durchgezwängten Aufrechterhaltung der übelsten Bank der Schweiz. Nicht der einzige Schuss ins eigene Bein, und es scheint, unsere Repräsentanten haben immer noch nichts gelernt. Antworten


Roland Moser

28.01.2012, 12:26 Uhr
Melden 25 Empfehlung

Die Bank Wegelin hat weltweit zu Steuerdelikten angestiftet und geholfen. Die Bank Wegelin hat den Finanzplatz Schweiz und die Schweiz in Verruf gebracht - zusammen mit den anderen Banken, welche das Bankgeheimnis für Steuerdelikte missbrauchen. Schweizer und die Schweiz gelten im Ausland als Gangster - wegen den Banken. Antworten


Kai Mueller

28.01.2012, 12:25 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Die USA sind gerade dabei ins zweite Glied zu ruecken. Das ist schmerzhaft. Rundumschlaege sind die logische Konsequenz. Aendern wird sich deswegen nichts. Die US-Amerikaner waren nichts willens die Lektionen aus der Vergangenheit zu lernen und stuetzten ihr Selbstvertrauen in kurzsichtiger Art und Weise nur noch auf ihre kriegerischen Fedlzuege. Antworten


paul-dieter mehrle

28.01.2012, 12:15 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Recht einseitig , dieser Kommentar.Und wo bleibt die Selbstkritik? "It's time to say Good Bye".Parallel aber US-Gelder aquirieren. Verträgt sich das? - Darüber hinaus :Wo sind die wirtschaftlichen negativen Fakten ,die die Bank Wegelin bedrängt haben, wie das fachlich bewanderte Schweizer Wirtschaftsblätter berichten (große Expansion,hoher Finanzbedarf bei schwindenden Margen) . Antworten


Oskar Baumann

28.01.2012, 11:55 Uhr
Melden 16 Empfehlung

Soso, plötzlich ist das Einhalten der Gesetze wieder die alleinige Richtschnur, für Herrn Hildebrand wurden noch ganz andere Massstäbe angelegt, auch von Ihnen, Herr Somm! Wo bleiben Begriffe wie "Feingefühl" und "Moral" in ihrem heutigen Beitrag? Bis 2008 hätte ich Ihre Argumentation unterschrieben, aber seit der Causa UBS erscheint die Strategie der Wegelin doch etwas verwegen und kurzsichtig... Antworten


martin stehli

28.01.2012, 11:23 Uhr
Melden 21 Empfehlung

Wie immer äusserst treffend! Vielen Dank.
Offenbar zählen auch die guten Dienste der Schweiz für die USA nicht mehr. Daher sollte die Schweiz schleunigst die diplomatische Vertretung der USA im Iran auf Eis legen. Sollen sich doch die Amis selbst mit den Iranern beschäftigen...
Antworten


Dieter Wundrig

28.01.2012, 13:40 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Hat die Schweiz nicht schon immer ein Glaubensbekenntnis auf die USA abgelegt? Herr Somm merkt es eigentlich sehr spät, wie sagt er doch, willkommen in US - Switzerland. Nun ist man aus der Glaubensgemeinschaft verstossen worden, willkommen in EU - Europa...........


Michael Stricker

28.01.2012, 11:12 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Der Bundesrat vertritt schon seit fast 10 Jahren mehrheitlich die Interessen der ausländischen Regierungen in der Schweiz statt umgekehrt. Verschärfend kommt hinzu, dass unsere Plauderstube in Bern (Parlament), sie in dem Fehlverhalten noch unterstützt. Wenn die Scheizer Banken endlich das ertragslose USA Geschäft auflösen, profitieren alle Beteiligten davon. Antworten


Jürg Allemann

28.01.2012, 10:54 Uhr
Melden 20 Empfehlung

ausnahmsweise hat Somm recht, zumindest was die Scheinheiligkeit der US-Kritik angeht. Aber: sollen wir,nur weil andere Verbrechen tolerieren (Steuerbetrug und -hinterziehung), dasselbe tun und somit zum Handlanger der Kriminellen werden? Rechtfertigt kriminelles Handeln anderer das eigene Fehlverhalten? Antworten


Daniele Ulrich

28.01.2012, 10:51 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Sorry, aber mir erscheint das ziemlich naiv, dass die Schweiz in diesem Spiel irgendwas zu sagen hätte. Hier geht es einfach um Macht und ständige öffentliche Aufmerksamkeit. Geld, besonders heikles, geht dorthin, wo Verschwiegenheit möglichst garantiert ist. Wenn man die Schlammschlachten um SNB und den US Wahlkampf genauer anschaut, weiss man, dass "Game Over" bereits Tatsache sind. Antworten


Andi Zaugg

28.01.2012, 10:05 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Oje oje Herr Somm. Wie recht muss ich Ihnen geben... Antworten


will williamson

28.01.2012, 10:03 Uhr
Melden 20 Empfehlung

Dass hinter Singapur China steht, mag je nach geographischem Standpunkt stimmen. Dass das aber auch politisch gelten soll, ist für mich neu. So oder so: wie es scheint, lässt sich Singapur im Unterschied zur Schweiz einfach nicht erpressen. Dass die Schweiz auf Druck nachgibt und bezahlt, hat sich halt seit längerer Zeit herumgesprochen. Daher: immer wieder voll drauf! Antworten


Henri Ginther

28.01.2012, 09:59 Uhr
Melden 1 Empfehlung

auf wartet denn der Bundesrat ? Macht diesen Damen und Herren Blocher zuviel zu schaffen, dass sie sich nicht um so wichtige dinge wie der Finanzmarkt,als minderwertig behandeln. Antworten


Peter Gysin

28.01.2012, 09:57 Uhr
Melden 10 Empfehlung

Mutiger Kommentar! Der Klartext gegen die USA wird nicht allen gefallen! Antworten


Pau Gisin

28.01.2012, 09:15 Uhr
Melden 30 Empfehlung

Herr Somm, messerscharf ins Schwarze getroffen! Aber Sie und mich fragt ja niemand, egal wem wir unsere Stimme geben. Es lebe die Demokratie. Antworten



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