Schweiz

Das Wasser steht den Bergen bis zum Hals

In den Schweizer Bergen ist es in den letzten Jahren häufiger zu Hochwassern gekommen. Und es wir noch schlimmer: Jahrhundertfluten drohen uns fünfmal häufiger. Das zeigt eine eine neu Studie.

Das Jahrhunderthochwasser vom August 2005 verursachte grosse Schäden: Die Strasse und die Eisenbahn zwischen Grafenort und Engelberg.

Das Jahrhunderthochwasser vom August 2005 verursachte grosse Schäden: Die Strasse und die Eisenbahn zwischen Grafenort und Engelberg.

Am 8. und 9. August 2007 sind in der Schweiz nach starken Regenfällen Bäche und Flüsse über die Ufer getreten. Zahlreiche Dörfer wurden überflutet. Es gab einige Verletzte. In Zürich fiel innert 24 Stunden mehr Regen als üblicherweise im ganzen August. Es war ein Jahrhunderthochwasser wie es die Schweiz seit 1999 bereits viermal Mal erleben musste.

Und in Zukunft wird es nicht besser: Als Folge der globalen Erwärmung wird es sowohl häufiger wie auch stärkere Hochwasser in den Bergen geben. Das bestätigen nun Forscher der politechnischen Universität Turin in der Zeitschrift Geophysical Research Letters. Sie untersuchten Abflussdaten aus 27 Beobachtungsstationen in den Schweizer Alpen und berechneten, inwiefern das Risiko für Hochwasser im Gebirge mit Temperatur, Niederschlag und Höhenlage zusammenhängt, schreibt die Nachrichtenagentur «Pressetext».

«Hochwasser werden stärker»

Ihr Befund ist besorgniserregend: Es ist zu erwarten, dass Hochwasser in den Bergen zunehmen werden. Das gelte auch für ihre Heftigkeit, denn ein Temperaturanstieg um zwei Grad würde sogenannte Jahrhunderthochwasser fünfmal häufiger als bisher entstehen lassen. «Hochwasser werden häufiger und stärker. Die wichtigste Ursache für diesen Effekt ist die Zunahme der extremen Wetterlagen, die zu Hochwasser führen», erklärt Hugo Aschwanden, vom Schweizer Bundesamt für Umwelt (Bafu) gegenüber «Pressetext».

Regulierte Alpenrandseen

Die gute Nachricht: Hochwasser im Gebirge müsse nicht automatisch auch Überflutungen im Tiefland bedeuten. «Die Schweiz hat relativ gute Möglichkeiten, vorübergehend zusätzliches Wasser zurückzuhalten. Das sind erstens die Speicherbecken in den Bergen zur Stromerzeugung, die zunehmend so bewirtschaftet werden, dass zusätzliches Volumen aufgenommen werden kann. Einen zweiten Schutz stellen die regulierten Alpenrandseen dar», so Aschwanden. (bru)

Erstellt: 25.01.2010, 10:40 Uhr

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11 Kommentare

Luzia Keller

25.01.2010, 18:17 Uhr
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..und je weniger Eisflächen reflektierend das Abschmelzen verhindern, desto schneller wird durch die frei werdenden Wasseroberflächen das Polareis schmelzen. Verrrückte Zusammenhänge, welche sofortige Massnahmen weltweit erforderlich machen. Riesige weisse Stoffsegel sollen die abschmelzenden Eisflächen simulieren und den Prozess verlangsamen. @oliver keller: wie recht Sie wieder haben!! Antworten


Alexej Buergin

25.01.2010, 18:15 Uhr
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Aus dieser Meldung kann man etwas lernen; nämlich dass es eine Nachrichtenagentur namens "Pressetext" gibt. Sonst nichts. Sollte jemand beunruhigt sein: Gemäss UAH ist die Erdtemperatur im neuen Millenium bisher mit 0,8°C pro Jahrhundert GEFALLEN. Antworten


Luzia Keller

25.01.2010, 18:08 Uhr
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Gerade wurde eine bisher unterschätzte Tatsache veröffentlicht, nämlich dass die Umweltverschmutzung den Klimawandel vernebelt sprich für das blosse Auge nicht erkennbar ist. Könnten die Sonnenstrahlen ungehindert durch die Ozonschicht rund um die Erde scheinen, würde die Erwärmung noch viel massiver und spürbarer sein. Eine Perversion unglaublichen Ausmasses...und je weniger Eisflächen reflektier Antworten


oliver keller

25.01.2010, 17:13 Uhr
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@Alain Jean-Mairet: wenn Sie es einen Vorteil nennen mögen, dass wir bei einer weiteren Erwärmung auch in der CH die Malaria als heimische Krankheit nennen dürfen, nur zu. Den einzig erkennbaren Vorteil sehe ich dann nur, dass einige langsam verstehen werden, dass Menschen mit Malaria nicht einfach zu 'faul' sind, um zu arbeiten. Klimaschwankungen gabs schon immer, aber nie so rasant wie jetzt! Antworten


Mari Wunderli

25.01.2010, 16:30 Uhr
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und auf höchster Ebene and an Konferenzen die Millionen kosten, wird immer noch diskutiert OB sich das Wetter ändert- anstatt endlich ernsthaft etwas dagegen zu tun--- wie lange dauert es noch bis auch der letzte Zweifler versteht dass es höchste Zeit ist? Die Katastrophen werden häufiger und grösser- verglichen mit anderen Ländern ist die Schweiz gut gerüstet- aber wie lange noch? Antworten


Luzia Keller

25.01.2010, 15:55 Uhr
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...und das Parlament hat gerade die Umsetzung der Alpeninitiative wegen ein paar fehlenden Gegenstimmen aus dem bürgerlichen Lager zurück gestellt. Verantwortungslosigkeit ohne Grenzen! Wir werden noch den Tag loben, wo wir uns ALLE geschlossen gegen die Naturgewalten des KlimaWANDELS wappnen und Vorsichtsmassnahmen treffen. Geld ist dann nur noch eine Währung und das nackte Leben wichtiger!!! Antworten


ralph kocher

25.01.2010, 15:10 Uhr
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Problematisch wird's höchstens, wenn sich Vorkommnisse kumulieren > Insbesondere, da wir das Tempo künstlich immer schneller beschleunigen (dieses, um als Lebewesen entsprechend sich einem natürlich-evolutionären Tempo anpassen bzw. noch mithalten zu können). Einzelne Ereignisse (auch gröbere) können wenigstens Dank einer Staatengemeinschaft einen einigermassen überblickbaren Charakter beinhalten. Antworten


Alain Jean-Mairet

25.01.2010, 13:06 Uhr
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Seit 300 Jahren wird es wärmer. Aber wie genau? Die grosse Studien, die sagen, dass es letztlich extrem wärmer wird sind unkontrolliert (Datensortierung und -berechnungen sind nicht publiziert worden oder sogar zerstört worden). Und Climategate hat u.a. gezeigt, dass die kleineren Studien die die starke Erwärmung bestätigen viel besser aufgehoben werden, als die, die das nicht zeigen (können). Antworten


Andreas Berger

25.01.2010, 12:35 Uhr
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@H. Schweizer: Ist doch sehr amusant was man in Climategate so alles herauslesen kann wenn man möchte. Auch in einem wärmeren Klima wird es nach wie vor kalte und schneereiche winter geben. Das ist das Paradoxon der Statistik. Mit einzelnen Ereignissen kann man kann man übrigens keine Statistik machen. Der Hitzesommer 2003 ist z.B auch kein Beweis für die Erwärmung. Antworten


Alain Jean-Mairet

25.01.2010, 12:19 Uhr
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Gibt es keine Studie über die Verbesserungen, die ein Temperaturanstieg bringen würde? Während des Mittelalterlichen Klimaoptimum florierten ja Zivilisationen (Weinanbau in Südschottland, Getreideanbau in Norwegen fast bis zum Polarkreis, dauerhafte Besiedelung Islands und Grönlands). Und mit der heutigen Hitze (die übrigens global seit 11 Jahren stagniert), gehen sie nur den Bach herunter? hm. Antworten


Heiri Schweizer

25.01.2010, 11:48 Uhr
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Obwohl "Climagate" das Ausmass der Datenfälschung, welche zur Untermauerung der Klimalüge betrieben wird, vor Augen führt, geht das Lügen fröhlich weiter. Dieser wie auch die letzten drei Winter zeigen klar, das es kühler wird, dass will man jedoch nicht wahrhaben, weil es nicht war sein darf. Staudämme, Fluss- u. Bachkorrekturen, sowie blödsinniges Bauen in Gefahrenzonen sind wohl eher Ursachen. Antworten



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