Das Wasser steht den Bergen bis zum Hals

Aktualisiert am 25.01.2010 11 Kommentare

In den Schweizer Bergen ist es in den letzten Jahren häufiger zu Hochwassern gekommen. Und es wir noch schlimmer: Jahrhundertfluten drohen uns fünfmal häufiger. Das zeigt eine eine neu Studie.

Das Jahrhunderthochwasser vom August 2005 verursachte grosse Schäden: Die Strasse und die Eisenbahn zwischen Grafenort und Engelberg.

Das Jahrhunderthochwasser vom August 2005 verursachte grosse Schäden: Die Strasse und die Eisenbahn zwischen Grafenort und Engelberg.

Am 8. und 9. August 2007 sind in der Schweiz nach starken Regenfällen Bäche und Flüsse über die Ufer getreten. Zahlreiche Dörfer wurden überflutet. Es gab einige Verletzte. In Zürich fiel innert 24 Stunden mehr Regen als üblicherweise im ganzen August. Es war ein Jahrhunderthochwasser wie es die Schweiz seit 1999 bereits viermal Mal erleben musste.

Und in Zukunft wird es nicht besser: Als Folge der globalen Erwärmung wird es sowohl häufiger wie auch stärkere Hochwasser in den Bergen geben. Das bestätigen nun Forscher der politechnischen Universität Turin in der Zeitschrift Geophysical Research Letters. Sie untersuchten Abflussdaten aus 27 Beobachtungsstationen in den Schweizer Alpen und berechneten, inwiefern das Risiko für Hochwasser im Gebirge mit Temperatur, Niederschlag und Höhenlage zusammenhängt, schreibt die Nachrichtenagentur «Pressetext».

«Hochwasser werden stärker»

Ihr Befund ist besorgniserregend: Es ist zu erwarten, dass Hochwasser in den Bergen zunehmen werden. Das gelte auch für ihre Heftigkeit, denn ein Temperaturanstieg um zwei Grad würde sogenannte Jahrhunderthochwasser fünfmal häufiger als bisher entstehen lassen. «Hochwasser werden häufiger und stärker. Die wichtigste Ursache für diesen Effekt ist die Zunahme der extremen Wetterlagen, die zu Hochwasser führen», erklärt Hugo Aschwanden, vom Schweizer Bundesamt für Umwelt (Bafu) gegenüber «Pressetext».

Regulierte Alpenrandseen

Die gute Nachricht: Hochwasser im Gebirge müsse nicht automatisch auch Überflutungen im Tiefland bedeuten. «Die Schweiz hat relativ gute Möglichkeiten, vorübergehend zusätzliches Wasser zurückzuhalten. Das sind erstens die Speicherbecken in den Bergen zur Stromerzeugung, die zunehmend so bewirtschaftet werden, dass zusätzliches Volumen aufgenommen werden kann. Einen zweiten Schutz stellen die regulierten Alpenrandseen dar», so Aschwanden. (bru)

Erstellt: 25.01.2010, 10:40 Uhr

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11 Kommentare

Heiri Schweizer

25.01.2010, 11:48 Uhr
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Obwohl "Climagate" das Ausmass der Datenfälschung, welche zur Untermauerung der Klimalüge betrieben wird, vor Augen führt, geht das Lügen fröhlich weiter. Dieser wie auch die letzten drei Winter zeigen klar, das es kühler wird, dass will man jedoch nicht wahrhaben, weil es nicht war sein darf. Staudämme, Fluss- u. Bachkorrekturen, sowie blödsinniges Bauen in Gefahrenzonen sind wohl eher Ursachen. Antworten


Alain Jean-Mairet

25.01.2010, 12:19 Uhr
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Gibt es keine Studie über die Verbesserungen, die ein Temperaturanstieg bringen würde? Während des Mittelalterlichen Klimaoptimum florierten ja Zivilisationen (Weinanbau in Südschottland, Getreideanbau in Norwegen fast bis zum Polarkreis, dauerhafte Besiedelung Islands und Grönlands). Und mit der heutigen Hitze (die übrigens global seit 11 Jahren stagniert), gehen sie nur den Bach herunter? hm. Antworten



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