«Das ist doch wahnsinnig!»

Sieben tote Delphine in drei Jahren im Connyland. BDP-Nationalrätin Brigitta Gadient entrüstet sich in einem Interview – und will nun das Parlament mobilisieren.

Opfer menschlicher «Tierliebe»: Gadient fordert ein Importverbot für Delfine.

Opfer menschlicher «Tierliebe»: Gadient fordert ein Importverbot für Delfine. Bild: Keystone

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«Das Connyland basiert auf Tierquälerei», zitiert der «Blick» die Nationalrätin Brigitta Gadient in einem Interview in der aktuellen Ausgabe. Mit dem Argument, dass Delfine in Freiheit täglich «Dutzende oder gar Hunderte Kilometer» zurücklegten, erklärt die Nationalrätin, dass eine artgerechte Haltung in einem Delfinarium wie in Lipperswil im Thurgau nicht möglich sei.

Der Knie Kinderzoo, so die Politikerin weiter, habe das eingesehen und sein Delfinarium vor Jahren geschlossen. Das Connyland zeige sich dagegen weiterhin uneinsichtig. In diesem Park «sind in den letzten drei Jahren sieben Delfine gestorben», wird Gadient zitiert, «das ist doch wahnsinnig!» Der Fall zeige, dass es ein sofortiges Importverbot für Delfine brauche.

Im vergangenen September hatte die BDP-Politikerin bereits eine entsprechende Motion eingereicht. Auf die Anmerkung, dass ein Ja vom Parlament das Aus für Connyland bedeuten könne, erwiderte sie: «Es kann ja nicht sein, dass in unserem Land ein Unternehmen nur gestützt auf Tierquälerei existieren kann.» Was dort mit den Delfinen passierte, sei für sie nichts als Tierquälerei und nicht zu verantworten. Nach 1995, als ein Importverbot vom Ständerat abgelehnt wurde, sei sie optimistisch, dass ihre Motion diesmal durchkomme.

Erstellt: 10.11.2011, 11:00 Uhr

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