Schweiz
«Dass das in der Schweiz möglich ist, ist sensationell»
Aktualisiert am 06.07.2012 60 Kommentare
Hatte keine Angst vor dem Bären M13: Der Bundesrat auf seiner Reise in Graubünden. (Video: Keystone )
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Der Bundesrat hat am Freitag im bündnerischen Prättigau seine traditionelle zweitägige Reise abgeschlossen. Der Ausflug war geprägt von zahlreichen Begegnungen an den Rändern Graubündens. Ein Platzregen beendete am Donnerstag ein Treffen mit der Bevölkerung in Scuol jäh.
Die Reiseroute durch ihren Heimatkanton hatte Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf zusammengestellt. Sie führte ihre Kolleginnen und Kollegen sowie Bundeskanzlerin Corina Casanova, ebenfalls eine Bündnerin, in alle drei Sprachregionen des Bergkantons. Nur am ersten Tag dabei war Justizministerin Simonetta Sommaruga, die am Freitag an einem Begräbnis teilnahm.
In alle Sprachregionen
Der Jahresausflug führte am Donnerstag ins italienischsprachige Bergell und ins rätoromanische Unterengadin – beides abgelegene Regionen in der Nähe der Landesgrenzen. Am Freitag reiste der Bundesrat ins deutschsprachige Prättigau bis nach St. Antönien, einem kleinen Bergdorf in einem Seitental an der Grenze zu Österreich.
Dort schaute sich die Regierung das Vorzeigeprojekt des Dorfes an: die ersten Pannels einer Solaranlage, die auf Lawinenverbauungen montiert werden. Entstehen soll das grösste Solarkraftwerk der Schweiz.
Randregionen nicht vergessen
«Mit unserem Besuch wollen wir die Randregionen spüren lassen, dass wir für ihren Beitrag zur Schweiz dankbar sind», sagte Bundesrat Johann Schneider-Ammann bei einem kurzen Treffen mit den Medien am Freitag. «Und wir wollen ihnen signalisieren, dass wir sie nicht vergessen werden», sagte der Volkswirtschaftsminister.
Höhepunkte der Reise waren für die Bundesrätinnen und Bundesräte ihren Aussagen zufolge die vielen kurzen Begegnungen mit Einheimischen und die zwei stimmungsvollen Apéros mit der Bevölkerung auf dem Dorfplatz von Scuol im Unterengadin und in einer Schulmensa in Schiers im Prättigau.
«Problemlos auf uns zugehen»
«Was von solchen Reisen zurückbleibt, ist immer sehr menschlich», sagte Bundesrat Didier Burkhalter zur Nachrichtenagentur sda. Die Reise sei für den Bundesrat wichtig, um zu erfahren, was die Menschen denken.
«Sehr speziell ist, dass die Leute während der Reise problemlos auf uns zugehen können», sagte Bundesrätin Doris Leuthard. Es sei sensationell, dass das in der Schweiz möglich sei.
Bundesratssprecher twitterte
Eine Premiere war die Kommunikation der Bundeskanzlei über den Verlauf des sommerlichen Ausflugs. Bundesratssprecher André Simonazzi berichtete laufend über Twitter in allen vier Landessprachen. Der Ausflug war der erste Grossanlass, von dem es Tweets des Bundesratssprechers gab. Simonazzi eröffnete sein Twitter-Account @BR_Sprecher erst vor zwei Wochen. (fko/sda)
Erstellt: 06.07.2012, 17:35 Uhr
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60 Kommentare
Was sind wir bloss für ein Volk von Jammeris und Neidern!
Wenn man so sieht, was sich andere Staatsoberhäupter alles leisten, mag ich den Damen und Herren das Reisli von Herzen gönnen.
(Mal ganz abgesehen davon, dass das jede vernünftige Firma auch so macht, weil es die Zusammenarbeit und die Motivation fördert).
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