Schweiz

Der Armeechef spricht mit Brüssel über Auslandseinsätze

Aktualisiert am 08.12.2009

Die Armee sucht nach ihrer Strategie – auch bezüglich ihrer Missionen im Ausland. Jetzt hat sich ihr Chef André Blattmann mit den Spitzen von Nato und EU über mögliche Einsätze ausgetauscht.

Der «gute Job» der Schweizer Armee werde in Europa geschätzt: Armeechef Blattmann, hier beim Jahrestreffen der Armeespitze am 4. Dezember in Bern.

Der «gute Job» der Schweizer Armee werde in Europa geschätzt: Armeechef Blattmann, hier beim Jahrestreffen der Armeespitze am 4. Dezember in Bern.
Bild: Keystone

André Blattmann, Chef der Armee, hat sich in Brüssel über Möglichkeiten informiert, wie künftige Einsätze der Schweizer Armee im Ausland aussehen könnten. Sein zweitägiger Antrittsbesuch ging am Dienstagabend zu Ende. Hintergrund ist der neue sicherheitspolitische Bericht, der unter anderem auch den Aspekt der künftigen Einsätze der Schweizer Armee beinhalten soll.

Blattmann verfolgte bei den Gesprächen mit militärischen Entscheidungsträgern bei der NATO und der EU nach eigenen Angaben zwei Ziele: Er wollte sich ein Bild der Leute, aber auch der Abläufe und Organisation in Brüssel machen. Zudem wollte er abklären, was für einen Beitrag die Schweizer Armee künftig leisten kann.

Schweizer Armee wird laut Blattmann geschätzt

«Im Vordergrund stehen humanitäre oder Nischen-Einsätze», sagte Blattmann in Brüssel. Die Schweiz stehe nicht unter Druck, etwas zu tun, erklärte Blattmann.

Er habe in den Gesprächen feststellen können, dass der «gute Job» der Schweizer Armeeangehörigen im Ausland geschätzt werde. «Wir helfen, einen Teil der Bürde zu tragen», sagte Blattmann. Daran änderte auch der Parlamentsentscheid gegen eine Beteiligung am EU- Antipirateneinsatz Atalanta nichts. Der sei zwar teilweise noch angesprochen worden, aber ohne Vorwürfe. (oku/sda)

Erstellt: 08.12.2009, 17:16 Uhr

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