Schweiz

«Der Bund hielt die Bürger für dumm»

Heute vor einem Jahr wurde der erste Schweinegrippefall bekannt. Der Immunologe Beda Stadler erklärt, warum auch er unnötige Panik geschürt hat. Viel härter geht er mit dem Verhalten der Behörde ins Gericht.

1/5 Das neuartige Virus, das 2009 die Welt überfiel
Verursacht wurde die als Schweinegrippe bezeichnete Grippe durch ein neuartiges Virus des Typs A(H1N1). Es trägt Gensegmente aus zwei Schweineviren, einem Geflügelvirus und einem Menschenvirus in sich. Aussergewöhnlich am in Mexiko 2009 neu aufgetauchten Virus war die leichte Übertragung von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion (beim Husten, beim Niesen oder beim Berühren verseuchter Oberflächen).
Bild: Keystone

   

Herr Stadler, vor einem Jahr sahen auch Sie mit der Schweinegrippe eine schreckliche Krankheit mit Tausenden von Toten auf die Schweiz zurollen.
Beda Stadler: Ja, das stimmt, in den ersten Wochen nach Ausbruch in Mexiko hatte auch ich Angst.

Warum irrten sich so viele?
Viele Wissenschaftler, auch ich, hatten die furchtbare Vogelgrippe von 1918 im Kopf. Wir gingen von diesem Ereignis aus, das Millionen von Toten gefordert hatte. Vor diesem Hintergrund haben wir Immunologen uns zu wenig kritisch gefragt, ob eine solche Epidemie heute überhaupt noch möglich ist.

Wie sehen Sie es heute?
Ich habe meine Meinung schon wenige Wochen nach dem Ausbruch der Schweinegrippe geändert und dies auch kundgetan.

Was machte Sie so sicher?
Es liess sich schnell belegen, dass die Ausbreitungsrate nie so gross war wie befürchtet.

Es dürfte Sie freuen, dass Sie viel früher als das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erkannten, dass die Schweinegrippehysterie unbegründet war.
Nein, freuen tut mich das nicht. Beim BAG war leider der fast blinde Glaube an theoretische Computermodelle grösser als die Zahlen und die Fakten, die das Center for Disease Control lieferte. Es führt die internationale Verbreitungsstatistik.

Das ist harte Kritik am BAG.
Ja, was es gemacht hat, war ein Trauerspiel. Man kann es nicht anders sagen. Es lagen wie gesagt schon sehr früh Zahlen vor, die belegten, dass die Schweinegrippe kein so grosses Problem ist. Statt dies so zu kommunizieren, hat das BAG durch seine Kommunikation die Hysterie noch verschärft.

Das BAG hat aber regelmässig nüchterne Zahlen und Prognosen publiziert.
Viele Zahlen waren zwar richtig, aber so unpräzise kommuniziert, dass sie zu krassen Fehlinterpretationen führten.

Zum Beispiel?
Im denkbar dümmsten Moment hat das BAG zum Beispiel prognostiziert, dass in der Schweiz mit bis zu zwei Millionen Angesteckten zu rechnen sei. Damit hat es für Hysterie gesorgt. Der grosse Fehler dabei: Es hat nie gesagt, in welchem Zeitraum diese zwei Millionen Ansteckungen geschehen könnten. Genau das wäre aber der entscheidende Punkt gewesen: Wenn sich nämlich zwei Millionen verteilt auf ein ganzes Jahr anstecken, ist das überhaupt kein Problem.

Aber?
Wenn hingegen zwei Millionen Menschen gleichzeitig wegen Schweinegrippe im Bett liegen, ist es etwas ganz anderes. Dann wäre die Wirtschaft lahmgelegt. Sehr viele haben die Aussage des BAG so interpretiert und sind der Hysterie verfallen. Wenn das BAG tatsächlich jene zweite Version gemeint hat, dann ist es aber einem krassen Rechnungsfehler unterlegen.

Inwiefern?
Es gibt in der Schweiz schlicht zu wenig Menschen für ein solches Szenario. Zum Zeitpunkt der grössten Ausbreitung müssen ja sehr viele, welche die Ansteckung weitergegeben haben, bereits wieder gesund sein. Aufgrund dieser Tatsache lässt sich berechnen, dass gar nie zwei Millionen Menschen auf einmal an der Schweinegrippe erkranken können. Das ist ein unumstösslicher Fakt.

Was ist Ihr Fazit heute?
Offenbar hat die Behörde sehr lange Angst, ihr Gesicht zu verlieren, wenn sie Fehlprognosen eingesteht. Damit hat sie aber das Gegenteil erreicht: Sie hat so ihrer Glaubwürdigkeit stark geschadet. Wie sehr die Glaubwürdigkeit der Behörde gelitten hat, zeigt schon die tiefe Impfquote.

Sie war so tief, weil der Höhepunkt der Pandemie bei der Auslieferung der Impfdosen bereits überschritten war, oder?
Das bezweifle ich stark. Am Anfang hat die Behörde zwar richtig reagiert. Sie hat schnell eine Menge bestellt, die an und für sich für die Schweiz nötig gewesen wäre. Als dann die Impfungen aber eintrafen, war der Höhepunkt der Grippe bereits vorbei. Deshalb hätte man ab diesem Zeitpunkt ganz anders kommunizieren müssen.

Wie denn?
Ich habe damals gesagt, die Gefahr der ersten Grippewelle ist gebannt, aber impft euch doch trotzdem. Denn das kann sich als Vorteil für das nächste Jahr erweisen. Weil das BAG aber auch hier unglaubwürdig kommuniziert hat, haben die Leute die Empfehlungen nicht ernst genommen.

Und wie sinnvoll waren die Desinfektionsbehälter, die zu Tausenden aufgestellt wurden?
Diese Behälter wie auch die Flyer mit den Verhaltensregeln schiessen ebenso am Ziel vorbei. Sie zeigen, dass das BAG den Bürger für dumm hält. Desinfektion nützt nur in ganz wenigen Fällen, zumal Viren auf der Haut nach kürzester Zeit sowieso absterben. Ähnlich ist es mit diesen übertrieben einfach dargestellten Verhaltensregeln auf den Flyern. Solche Regeln wären nur dann sinnvoll, wenn dem Anwender erklärt wird, warum es diese Regeln gibt. Es wäre eine Gelegenheit gewesen, zu erklären, was eine Tröpfcheninfektion ist.

Blieb dem BAG mehr, als zu tun, was Gesundheitsbehörden andrer Länder auch taten?
In einigen Ländern hat die Behörde zweifellos noch extremer reagiert. Das BAG hatte ein weiteres Dilemma: Sie wollte einerseits die Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation einhalten und zugleich das machen, was für die Verhältnisse im eigenen Land vernünftig wäre. Genau diese Mischung ist aber gefährlich. Das BAG hätte den Mut haben sollen, auf für die Schweiz geltenden Fakten abzustellen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 29.04.2010, 08:16 Uhr

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41 Kommentare

Elisabeth Petras

30.04.2010, 09:21 Uhr
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Neuere Forschungen zeigen,dass auch die Grippeviren von 1918 wohl an sich nicht so aggressiv waren, wie man lange glaubte. Sie ähneln auf verblüffende Weise den jetzt aufgetretenen Schweinegrippeviren, gingen also wahrscheinlich eben nicht von Vögeln aus. Diese Untersuchungen zeigen, dass die Schwäche der "Wirte" (in Massentierhaltung oder im Krieg) erst zu den verheerenden Folgen führt. Antworten


Walter Kühn

30.04.2010, 08:34 Uhr
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Schon erstaunlich, wer jetzt alles schon seit langem Bescheid wusste. Letzten Herbst sah es in diesem Forum noch ziemlich umgekehrt aus. Da wurde hemmungslos auf jene eingeprügelt, die der Impfung - abgestützt auf tatsächliche Erkrankungszahlen im Ausland - skeptisch gegenüberstanden und eine Zwangsimpfung für Unfug hielten. Nicht nur Beda Stadler muss sich hier Opportunismus vorwerfen lassen! Antworten


Ueli Brunner

30.04.2010, 07:12 Uhr
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Herr Stadler ist die optimale Besetzung für gute Öffentlichkeitsarbeit. Ein grobschlächtiges Vokabular und einen Professortitel. So werden seine Thesen bestimmt von der Presse aufgegriffen. Jetzt darf er sich sogar eine weisse Weste waschen, damit er sich für die nächste "Hunde?- Grippe Pandemie" wieder als Prophet outen kann. Buchempfehlung für Interessierte: "Ein medizinischer Insider packt aus" Antworten


Alois Leimgruber

29.04.2010, 18:06 Uhr
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Das BAG hat doch das Geschäft der Pharmaindustrie massiv angekurbelt,ich frage mich wieviel gewisse Beamte da hintendurch mitkassiert haben ? Antworten


Max Schnyder

29.04.2010, 17:45 Uhr
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He Simone! Ganz grosse Klasse! Das ist Humor Antworten


Simone Bischofberger

29.04.2010, 16:16 Uhr
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Kann denn heute eigentlich niemand mehr 1 + 1 zusammenzählen? Vor 10 Jahren fand ich als Einzige weit und breit, der Sturm Lothar ist eine Bereinigung und führt dadurch zur Stärkung des Waldes. Vor einem Jahr meinte ich, bevor ich diese Grippe habe, fällt mir ein Schraubenschlüssel der Apollo 11 auf die Nase! Antworten


werner baumann

29.04.2010, 15:38 Uhr
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Der wirkliche Skandal ist hier Beda Stadler, der sich gerne als rationaler Wissenschafter gibt, zu Zwangsimpfungen (für Militär, medizin.Personal etc) aufgerufen hat, sämtliche Kritiker bzgl Nebenwirkungen an den Impfstoffen als Esoteriker verspottet hat und nun plötzlich schon immer vor einer Schweinegrippe-Hysterie gewarnt haben will. Glücklich wer über ein solch kurzes Gedächtnis verfügt! Antworten


stefan kuehnis

29.04.2010, 15:00 Uhr
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auch tsunami alarme gibt es viele, 98% sind fehlalarme. wenn dann aber wirklich einer kommt schnallt kaum jemand was zu tun ist. das tut mir auch bei h1n1 leid. anstatt bloss mal zu lernen wie einfach man sich organisieren kann und dieses wissen dann etwas up to date zu halten für den fall der fälle müssen wir jetzt allen ans bein seichen. so: talk strong, die young! ich werde mich erinnern... Antworten


Beni Schärer

29.04.2010, 14:33 Uhr
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Mich würde es interessieren, wieviele Millionen die Pharma an Manager (Beamte) des BAG verschoben hat. Antworten


Andi Berger

29.04.2010, 14:14 Uhr
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Allen "Experten" hier, die alle Computermodelle verteufeln, sollten sofort alle Versicherungen und Krankenkassen kündigen, denn die Prämien und alle anderen relevante Grössen basieren auf COMPUTERMODELLEN. Aber ich denke, als "Experten" wissen diejenigen das schon längstens. Richtig, man darf nicht blind den Computermodellen vertrauen ohne zu hinterfragen. Antworten


Jens Gloor

29.04.2010, 14:04 Uhr
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@Pierre Bonmot: Mir geht's genau so. Mich nerven nur ständig diese 'Trolls' hier die versuchen, die 'Angeschuldigten' weiterhin zu verteidigen. Für die 'Schweinegrippe-Pandemie' gibt es nun halt einfach keine Entschuldigung - eine RiesenSchweinerei mit schmutzigem Impfstoff. Wieso stehen diese Leute heute nicht auf der Strasse? Antworten


Paul Rohner

29.04.2010, 13:37 Uhr
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Da haben Sie aber sehr lange gebraucht zu dieser Erkenntnis. Habe schon nach kurzer Zeit den Braten gerochen. Irgendwie kann ich mich dem Gedanken nicht erwehren, dass Sie sich über die dummen Steuerzahler noch lustig machen. Uebrigens ich hatte die Schweinegrippe, die war so harmlos wie ich noch nie eine Grippe hatte. Dass die Pharmaindustrie so eine Macht hat gibt nicht nur mir zu denken. Antworten


Stefan Bisig

29.04.2010, 13:27 Uhr
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"Knotenpunkte der Ansteckung", Herr Müller? Meines Wissens stecken sich die meisten Menschen weder bei Krankenschwestern noch bei Ärzten oder anderen Personen an, die im medizinischen Bereich arbeiten. Nein, sie infizieren sich im Bus, im Tram oder im Zug, eben überall dort, wo viele Menschen eng beieinander sind! Antworten


hanspeter gerber

29.04.2010, 12:05 Uhr
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Arbeitet das BAG vielleicht mit den Pharmakonzernen zusammen!!! Es wäre naiv, dies nicht zu glauben. Antworten


Markus Schneider

29.04.2010, 11:35 Uhr
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Dass diese Schmierenkampagne beim BAG keine personellen Konsequenzen hatte, ist für mich unverständlich. Da werden Millionen sinnlos verbraten, aber Schuldige gibt es keine. Selbst Oberhysteriker Beda Stadler hat nun plötzlich alles im voraus gewusst - ganz entgegen seiner Aussagen vom letzten Jahr. Das ist doch alles unglaubwürdig. Antworten


Adrian Frey

29.04.2010, 11:22 Uhr
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Auch ich liess mich nicht von wirtschaftlich-motivierten Empfehlungen einschüchtern, liess die Schutzimpfung bewusst aus, kaufte keinen Mundschutz und kein Tamiflu und habe seit über einem Jahr nicht mal eine normale Grippe durchgemacht. Und das, obwohl ich tagtäglich im öffentlichen Dienst arbeite und mit hunderten wenn nicht tausenden Leuten, Kunden und Passagieren kontakt habe... Antworten


Kaufmann Peter

29.04.2010, 10:47 Uhr
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Herr Stadler disqualifiziert sich mit einem solchen Interview selber, greift BAG und Pharma an, für die er vor einem Jahr als "Fahnenträger" voranging. Wer glaubt ihm zukünftig noch ? Wer im Glaushaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen ! Und die Marketing-Maschinerie von Pharma und BAG wird zukünftig noch wirkungsloser verpuffen. Antworten


Heinz Martin

29.04.2010, 10:34 Uhr
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Die Hygienebehaelter stehen immer noch rum... es passt einfach in unserer ach so hygienisch korrekten Zeit rein. ... Antworten


Ellen Braun

29.04.2010, 10:32 Uhr
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Die Angsthetzereien werden jeweils durch Politik und Wirtschaft gezielt eingesetzt, damit die Gewinnmaximierung, in diesem Fall, im Gesundheitszektor, bei den Krankenkassen und besonders bei den Chemiemultis gewährleistet ist. Da vermutlich alle Politiker in einem oder mehreren Verwaltungsräten sitzen, diktiertn die Wirtschaftsleute oder eben die Multis und Bern spielt mit. Antworten


Henning Fuhrmann

29.04.2010, 10:08 Uhr
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Interessanterweise hat Herr Stadler schon am 14.8. 2009 verlautbart, die Pandemie sei schon vorbei - sie kam dann aber erst Ende Oktober, so wie das BAG es (ebenfalls im August) vorhergesagt hatte. Offenbar waren die "theoretischen Computermodelle" dann doch besser als Herrn Stadlers überlegenes Verständnis in dieser Angelegenheit. Antworten


peter müller

29.04.2010, 09:50 Uhr
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Beda Stadler vor ca. einem Jahr im Blick: "Kaufen Sie sich jetzt Tamiflu!" Schweigen ist Gold, Herr Stadler! Antworten


adrian strebel

29.04.2010, 09:31 Uhr
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Immer wieder herrlich hier all die Besserwisser im Forum und Herr Stadler allen voran. Haben damals hier nicht alle augeschrieben das BAG hat die Impfungen verschlafen? Richtig Henri Ginther, alles Erfunden, auch Ghadaffi und die Finanzkrise. Zum Glück decken Sie das auf. Besten Dank! Antworten


Franz Karrer

29.04.2010, 09:29 Uhr
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Ich hatte von Anfang an diese Stellen nicht Ernst genommen und vermutete das das ganze von den Pharmafirmen gesteuert wurde. Die Zeche zahlen wir nun über die Krankenkassenprämien und Steuern. Antworten


Tom Kuhn

29.04.2010, 09:28 Uhr
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Komisch dieser Prof. Dr. Stadler: Zuerst Hyperalarm schlagen, obwohl weltweit seine Kollegen moderat und abwartend blieben. Dann 180 Grad Drehung! Stadler behauptet das Gegenteil, aber trotzdem alle zur Impfung empfahl. Die Pandemie war im Jahre 1918 als der Weltkrieg statt fand und die Hygienebedingungen sowie medizinische Versorgung katastrophal waren. Panikmacherei ohne Logik + Zusammenhang. Antworten


Hans Müller

29.04.2010, 09:26 Uhr
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Man blendet aus, dass sich die Leute richtig verhalten haben: Weniger Ausgang, weniger Kontakte. Und bei denen, die sich impften, war der Hauptgrund, dass sie eben viele Leute treffen und somit Knotenpunkte der Ansteckung wären. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass sich die Epidemie nicht ausbreitete, weil die Leute richtig reagierten - natürlich sieht's dann aus wie wenn nichts gewesen wäre. Antworten


sandro hartmann

29.04.2010, 09:19 Uhr
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Leute die sich impfen liessen sind selber schuld. Ich glaube schon lange nichts mehr was von Seiten der Regierung kommuniziert wird. Auch der Witz der Klimaerwärmung wird sich als Lug und Trug rausstellen. Antworten


Tom Beutler

29.04.2010, 09:19 Uhr
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Wenn es nach Herrn Stadler gegangen wäre, hätte die ganze Schweiz im Frühling Tamiflu erhalten. Wäre im Sommer darüber informiert worden, dass es sich nur um ein Grippchen handelt und wäre dann im Herbst mit dem neuen Impfstoff geimpft worden. Ich bin froh wird Herr Stadler nicht mit wichtigen Aufgaben betraut. Antworten


Norbert Rufer

29.04.2010, 09:14 Uhr
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Liebe Kritiker, lieber ein paar Franken "zum Fenster hinauswerfen" als dann in Panik zu geraten und merken, dass es bereits zu spät ist, sollte der Schweinegrippevirus doch weitaus gefährlicher sein. Wer eine Alarmanlage installiert und es bricht niemand ein, so beschwert sich doch auch niemand, die Anlage sei vergebens gewesen, oder? Antworten


Thomas Bühler

29.04.2010, 09:14 Uhr
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War Herr Stadler nicht immer in der vordersten Reihe, wenn's darum ging, dass die Bevölkerung sich impfen solle? Dabei wurden Impfgegner nicht immer wohlwollend abgeurteilt. Aber schön, wenn man sich selber hinterfragen kann. Die nächste Pandemie wie Sars, Vogelgrippe... kommt bestimmt. Antworten


Olga Baumgartner

29.04.2010, 09:12 Uhr
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Ja, Herr Stadler, im Nachhinein sind wir immer alle gescheiter!- Ich bin Pflegefachfrau, und ich wurde bei Freunden oft gefragt, was sie tun sollen. Mein Ratschlag,war, noch zuzuwarten, wie es sich entwickelt und dann impfen. Immer sagte ich:" Wir werden erst im Frühjahr sagen können, wie es gelaufen ist. - Ich war für gute Händepflege, Desinfektion gehört ins Spital! Danken wir für den Verlauf! Antworten


Michael Meienhofer

29.04.2010, 09:10 Uhr
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Bravo, endlich getraut sich eine Fachinstanz, gegen den kostenintensiven Leerlauf die Stimme zu erheben.. Der gesunde Bürger ist dem Bundesrat heilig, schade, dass er nicht das gleiche Prozedere bei wichtigeren Anliegen der schweizer Bevölkerung auch so schnell durchsetzt ! Der Bund könnte gleich ein paar PR Berater unserer Pharmabranche dafür einstellen. Antworten


emmanuel schiess

29.04.2010, 09:07 Uhr
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Auch ich habe das mediale Verhalten während der Pandemie von Herrn Beda Stadler auch völlig anders in meiner Erinnerung. Im Nachhinein auf dem Bund oder besser dem BAG rumzutrampeln ist zu einfach und unter jedem anständigen Verhalten. Was wäre gewesen, wenn man gar nichts unternommen hätte und es wäre zum schlimmsten gekommen ? Sich immer nach dem jeweiligen Wind zu richten, ist zu einfach Antworten


willi aerne

29.04.2010, 09:05 Uhr
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Wenn übertrieben oder gar hysterisch gewarnt wird, besteht die Gefahr, dass die Warnungen bei tatsächlicher Gefahr nicht mehr ernst genommen werden. Etwa nach dem Motto: Bestimmt Alles Gugus (BAG)! Antworten


Thomas Hauser

29.04.2010, 09:04 Uhr
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typisch politische überreaktion eben, wie man sie seit jahren kennt. das tiefer liegende problem liegt hierbei in der heutigen, virtuellen prognose- und risikoabschätzung von "gefahren", sei es nun vogelgrippe, klimawandel, schweinegrippe oder der jüngste vulkanausbruch auf island: politischer (hyper)aktivismus beruhend auf diffusen, unzureichenden und schlicht falschen computermodellen. Antworten


Hans Ineichen

29.04.2010, 09:01 Uhr
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Ich schliesse mich der Meinung von Pierre Bonmot (08:47) an. Es gibt den Anschein als ob Herr Stadler sich nun blitzartig umdrehen würde, mit dem Zeigfinger auf das BAG zeigt und schreit:"Das BAG ist schuld. Es hat mich verführt!". Oder "Ich nööd, er au!". Antworten


Hanspeter Ott

29.04.2010, 09:00 Uhr
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@ Pierre Bonmot: dann haben Sie ein schlechtes Gedächntis. Und B. Stadler gibt in den ersten Antworten ja zu verstehen, dass auch er sich geirrt und seine Meinung zur Sache jeweils kommuniziert habe. So habe ich es auch in Erinnerung, insbesondere weil Stadler einer der wenigen Wissenschaftler war, welcher sich ziemlich früh gegen Panikmache und Hysterie ausgesprochen hatte. Antworten


Thomas Ernst

29.04.2010, 09:00 Uhr
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"der fast blinde Glaube an theoretische Computermodelle" ist leider ein Problem in vielen Wissenschaften, z.B. in der Medizin, in der Physik ("Stringtheorie"), ebenso in der Klimahysterie. Das üble ist, dass diese haltlosen, von niemandem überprüften Zahlenspielereien als Vorwand dienen, dem Normalbürger ideologisch motivierte Vorschriften (CO2-Abgaben) und neue Steuern zuzumuten. Antworten


Beat Müller

29.04.2010, 08:53 Uhr
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Hr. Stadler ist ein Populist, kräht am Lautesten wenns um pro Medikamentenkonsum geht. Wie ein Firmenvertreter von Novartis & Co. Alle Medikament sind dann überhaupt kein Problem. In meinem Geschäft sind nur diese Leute ausgefallen, wegen Nebenwirkungen, die sich impfen liessen. Blutdruckabfall, Erbrechen, Schwindelattacken. Die Leute verstehen mehr als Stadler will. BAG hat nüchtern Informiert. Antworten


Pierre Bonmot

29.04.2010, 08:47 Uhr
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Komisch, irgendwie habe ich Stadlers Auftritte während der Schweinegrippe-Hysterie anders in Erinnerung als er sie jetzt im Interview beschreibt. Im Nachhinein auf dem BAG herumzuhacken ist halt einfach als sich im richtigen Moment gegen den Trend zu stemmen... Antworten


Beni Schwarzenbach

29.04.2010, 08:47 Uhr
Melden

Na ja, man brauchte kein Einstein zu sein, um sofort zu merken, dass es sich um eine reine Marketingkampagne der Pharmaindustrie handelte - und die erfolgreichste aller Zeiten noch dazu, weil sich das BAG naiverweise für diesen Werbezweck einspannen liess. Die nächste (Markeiting-)Grippewelle kommt bestimmt. Wie wird sie wohl heissen? Rattengrippe? Mückengrippe? Antworten


Henri Ginther

29.04.2010, 08:03 Uhr
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Alles gleich bei unserer Regierung, z.B. Waldsterben, Rinderwansin,Vogelgrppe,Schweinegrippe alles erfunden um noch mehr Taxen von uns zu verlangen , oder nicht Herr Bundesrat Moritz Leuenberger (sogenannter Umweltsminister ????) Antworten



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