«Der Islam ist der richtige Weg»

Am Samstagnachmittag wird der deutsche Prediger Pierre Vogel an einer Muslim-Demo in Bern auftreten. Gegenüber bazonline.ch/Newsnetz sagt er, dass er nicht Hass schüre, sondern für den Dialog eintrete.

Muslime gehen auf die Strasse: Bereits 2006 demonstrierten Gläubige vor dem Bundeshaus.

Muslime gehen auf die Strasse: Bereits 2006 demonstrierten Gläubige vor dem Bundeshaus.
Bild: Keystone

«Das hat mit Hass nichts zu tun»: Pierre Vogel.

«Das hat mit Hass nichts zu tun»: Pierre Vogel.

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Pierre Vogel alias Abu Hamza

Pierre Vogel konvertierte nach der Matur zum Islam und missioniert seitdem für den Islam – vor allem via Videobotschaften. Der Deutsche ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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In der Schweiz hat die Ankündigung, dass sie in Bern auftreten werden, für Wirbel gesorgt. Werden Sie tatsächlich kommen?
Wenn ich an diesem Tag noch lebe, dann komme ich. Inschallah (so Gott will).

In den Medien werden Sie als Hassprediger dargestellt.
Ich sage Ihnen eines: Man muss nicht mit allem einverstanden sein, was ich sage. Ich bin ein Missionar, ich versuche die Menschen davon zu überzeugen, dass der Islam der richtige Weg ist.

Genau deswegen stehen Sie ja in der Kritik.
Missionieren nicht illegal, weder in Deutschland noch in der Schweiz. Das hat mit Hass nichts zu tun. Letztlich sind wir die Leute, die Morddrohungen von der muslimischen Terroristenfraktion erhalten, weil wir gegen Terror und Gewalt einstehen.

Worüber werden Sie sprechen?
Es geht mir um das Problem, das wir zurzeit in ganz Europa haben: Gegen Muslime wird teilweise massiv gehetzt und zwar mit unsachlichen Informationen. So werden Ängste und Hass geschürt.

Ist das Minarettverbot Ihrer Meinung nach ein Ergebnis dieser Hetze?
Die Minarette sind nicht notwendig für die Religion. Es kann sein, das jemand diese nicht mag. Viel schlimmer ist, wie vor der Abstimmung dagegen vorgegangen wurde. Ich werde diese Hetze illustrieren, die zurzeit in den Medien und im Internet stattfindet.

Konkreter?
Hetze, das sind unsachliche Aussagen, die Muslime diffamieren. Wenn zum Beispiel ein gläubiger Muslim mit Bart als Terrorist dargestellt wird. Wenn es heisst, dass muslimische Frauen das Kopftuch tragen, weil sie dazu gezwungen werden. So ist es aber nicht, es werden immer Einzelfälle herangezogen.

Sind alleine Vorurteile an der derzeitigen Verschärfung des Klimas schuld ?
Die Muslime reden zu wenig mit den Nichtmuslimen. Wenn man aufeinander zugeht, kann man friedlich zusammenleben. (bazonline.ch/Newsnetz)

Erstellt: 10.12.2009, 16:45 Uhr

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