Schweiz

«Der Plan A ist so hervorragend, dass wir keinen Plan B brauchen»

Aktualisiert am 29.08.2012 81 Kommentare

Die FDP kritisiert den Gripen-Kauf als zu risikoreich. Nun droht die Anschaffung des Fliegers im Parlament zu scheitern. Doch Verteidigungsminister Maurer bleibt hartnäckig.

«Schweden ist ein verlässlicher Partner»: Ueli Maurer in der «Runschau». (Bild: Screenshot «Rundschau»)

«Schweden ist ein verlässlicher Partner»: Ueli Maurer in der «Runschau». (Bild: Screenshot «Rundschau»)

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Dem Gripen droht der Absturz

Dem Gripen droht der Absturz
Der Bericht der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrats und anhaltende Kritik bringen den Kampfjet-Kauf ernsthaft in Gefahr.

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Verteidigungsminister Maurer ist überzeugt, dass der viel gescholtene Kampfjet Gripen im Parlament durchkommt: «Es wird eine gute Mehrheit geben, weil es ein gutes Flugzeug ist und wir gute Karten haben», sagt er in der Sendung «Rundschau» auf SRF.

Es werde keine Neuevaluation geben: «Das schliesse ich aus». Der Gripen sei die beste Lösung. Die Kritiker würden «zu einem Zeitpunkt dreinreden, in dem sie eigentlich nichts zu sagen hätten». Man solle zunächst die Botschaft des Bundesrates abwarten. Es werde sich noch herausstellen, dass die Schweiz sehr gut verhandelt habe.

«Schweden ein zuverlässiger Partner»

Zudem sei Schweden ein «zuverlässiger Partner für die Schweiz». In einem Vertrag zwischen zwei Staaten eine Rücktrittsmöglichkeit oder ein Schiedsgericht zu vereinbaren wäre aus Sicht von Maurer «ein Affront». In dem Vertrag sei geregelt, wie bei Unstimmigkeiten vorgegangen werde. Es werde keinen Plan B geben, wie er von den Gripen-Kritikern verlangt werde: «Der Plan A ist so hervorragend, dass wir keinen Plan B brauchen». Ueli Maurer in der "Rundschau": "Wir werden an diesem Flugzeug festhalten."

Zieht die FDP die Reissleine?

Der Verteidigungsminister durchfliegt zurzeit mit dem Gripen eine Zone mit heftigen Turbulenzen. Selbst der Freisinn hat inzwischen Befürchtungen, der schwedische Kampfjet könne zum finanziellen und politischen Desaster werden. Die FDP stehe kurz davor, bei der Gripen-Beschaffung die Reissleine zu ziehen, sagte Parteipräsident Philipp Müller in einem Interview mit der NZZ. (kpn)

Erstellt: 29.08.2012, 20:55 Uhr

81

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81 Kommentare

Ralph Geh

30.08.2012, 07:18 Uhr
Melden 66 Empfehlung 1

Die Beschaffung von Kampfflugzeugen kann immer nur Plan B sein. Plan A müsste sein, gar keine anzuschaffen. Antworten


Hanspeter Rüegg

29.08.2012, 21:06 Uhr
Melden 48 Empfehlung 0

Ueli Maurer hat vollkommen recht. Entweder man steht hinter einem Vorhaben oder kann es gleich bleiben lassen. Windfahnen haben wir in der Regierung schon genug wie die letzten Monate bei diversen Geschäften offenbart haben. Antworten



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