Schweiz

«Der SVP-Engel ist unbeliebt»

Aktualisiert am 29.01.2012 203 Kommentare

Die Nichtwahl von Natalie Rickli sei alles andere als Zufall gewesen, sagen Fraktionskollegen der SVP-Politikerin. Es sei ein Protest gegen die «Willkürherrschaft der Parteiführung».

«Das Sprachrohr Blochers»: Nathalie Rickli und Christoph Blocher im Nationalrat. (12. Dezember 2011)

«Das Sprachrohr Blochers»: Nathalie Rickli und Christoph Blocher im Nationalrat. (12. Dezember 2011)
Bild: Keystone

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SVP-Fraktionskollegen von Natalie Rickli sprechen in der Zeitung «Der Sonntag» über Details der Wahl – und widersprechen der Darstellung von SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz, der die Nichtwahl Ricklis als «Zufallsergebnis» bezeichnete.

«Das Gegenteil ist wahr», sagt ein Nationalrat: «Das Ergebnis ist das Resultat des Unbehagens der Fraktionsmehrheit gegen die Willkürherrschaft der Parteiführung, die in Gremien nur Kopfnicker akzeptiert.»

Rutz denkt für Rickli

Ein anderer Parlamentarier sagt: «Ricklis Nichtwahl war ein gewollter Aufstand gegen Blocher» – und spöttelt: «Zu aller Überraschung ist er formell gelungen.» Rickli, so sagen mehrere Fraktionsmitglieder übereinstimmend, habe keinen Rückhalt in der SVP-Bundeshausdelegation. «Der SVP-Engel ist unbeliebt», sagt ein Ständerat. Sie gilt als Sprachrohr Blochers.

Es wird herumgeboten, sie lasse sich ihre Voten und Vorstösse vom Ex-Generalsekretär Gregor Rutz schreiben. «Krank ist in der SVP nur, dass wir Kritiker nur anonym reden können», sagt ein Parlamentarier. Seine Hoffnung: «Amstutz, der neue Fraktionschef, hat das Problem erkannt». Rickli hatte auf Facebook Fraktionskollegen als „krank“ bezeichnet.

Erstellt: 29.01.2012, 07:11 Uhr

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203 Kommentare

Kurt Gehrig

29.01.2012, 09:03 Uhr
Melden 293 Empfehlung

Das Wort "SVP" entwickelt sich langsam aber stetig zum Unwort des Jahres. Antworten


Gerry Weidmann

29.01.2012, 08:55 Uhr
Melden 269 Empfehlung

Meine Meinung: diese feine Dame ist fachlich und sozial fehl am Platze. Mit Schleimtaktik und Selbstüberschätzung hat Alles seine Grenzen. Aber offenbar hat sie mit Rutz einen "Joli" gefunden, der sie wenigstens geistig über Wasser hält. Einziger Lichtblick: Die anderen Parlamentarier kommen doch noch aus der Versenkung. Antworten



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