Schweiz

Die Armee prüft das Vorleben der Rekruten

Nach einem gelungenen Pilotversuch in Sumiswald will das VBS nun regelmässig die Strafregister unter die Lupe nehmen. Potenziell gefährliche Rekruten sollen keine Waffen mehr erhalten.

Wer bestimmte Vorstrafen hat, soll keine Waffe mehr erhalten: Rekruten der Panzer-RS 2007 in Bure.

Wer bestimmte Vorstrafen hat, soll keine Waffe mehr erhalten: Rekruten der Panzer-RS 2007 in Bure.
Bild: Keystone

Künftig sollen Stellungspflichtige bei der Rekrutierung systematisch überprüft werden, damit potenziell gefährlichen Personen keine Waffe ausgehändigt wird. So möchte es das Verteidigungsdepartement (VBS).

Die Machbarkeit einer systematischen Sicherheitsüberprüfung hatte das VBS im Rekrutierungszentrum von Sumiswald geprüft - mit positivem Ergebnis: Der Pilotversuch habe ergeben, dass die Überprüfung machbar wäre, sagte VBS-Sprecher Martin Bühler am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Dass ein Pilotversuch durchgeführt wurde, war bekannt gewesen. Die Ergebnisse der Überprüfung wurden jedoch nie kommuniziert. Das Verteidigungsdepartement (VBS) gibt auch keine weiteren Einzelheiten dazu bekannt, wie Bühler sagte. Was genau sich die jungen Männer zu Schulden kommen liessen, ist somit nicht bekannt.

Vier Prozent mit Waffengesetz in Konflikt

Verteidigungsminister Ueli Maurer und Armeechef André Blattmann seien nach dem Versuch gewillt, eine systematische Überprüfung einzuführen. Wann dies der Fall sein wird und welche Gesetzesanpassungen dafür erforderlich sind, ist laut Bühler allerdings noch offen.

Von den Stellungspflichtigen, die in der ersten Jahreshälfte im Rekrutierungszentrum von Sumiswald BE überprüft wurden, waren vier Prozent bereits mit dem Waffengesetz in Konflikt gekommen. Dies hatte Verteidigungsminister Ueli Maurer am Montag bei seiner Jahresbilanz in Adelboden erwähnt.

Die Armee hatte für den Versuch das Straf- und andere Register der Stellungspflichtigen durchkämmt. Sicherheitsüberprüfungen müssen sich sich auch Personen stellen, die in sensiblen Bereichen arbeiten, zum Beispiel im Verteidigungsdepartement. Es gibt - je nach Tätigkeit - verschiedene Stufen der Überprüfung. (oku/sda/)

Erstellt: 29.12.2009, 11:52 Uhr

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15 Kommentare

Pat Sulzberger

30.12.2009, 13:47 Uhr
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Das traurige an Armeewaffen sind ja die zahlreichen Suizide, die viel häufiger als die auch sehr traurigen Mordfälle sind. Wir brauchen keine Armee, wir brauchen keine Waffen, das hat noch nie zu etwas Gutem geführt, zumal man heute in der Lage ist, Bedrohungen auf Jahre vorauszusehen! Antworten


Hannes Estermann

30.12.2009, 09:07 Uhr
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Das diese Ueberprüfung bis jetzt nicht erfolgte find ich skandalös.Es ist ja wichtiger ob jemand beim Stangen- klettern in kürzester Teit oben ist.In Italien wurde selbst (1961 ! )im ausl.Wohnort über dieses ,neben anderen Kriterien nachgeforscht-spreche aus der Praxis. Antworten


rene klingler

30.12.2009, 08:15 Uhr
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@Heinz Fritschi! Mit ihrem Statement, dass nur darauf abzielt den Herrn Abdul R. Furrer zu beleidigen qualifizieren sie sich selbst einmal mehr! Bevor sie das Wort Rassismus in den Mund nehmen sollten sie mal ganz ordentlich mit sich selbst ins Gericht gehen...vielleicht geben sie sich dann selbst eine Kopfnuss....gell! Antworten


Giorgio Girardet

29.12.2009, 23:47 Uhr
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Abdul R. Furrer liegt mit seinen Angaben nicht falsch. Diese Amokläufe waren tatsächlich von Wehrmännern mit Migrationshintergrund verursacht. Auch in Gesprächen mit Rekrutierungspsychologen wird dieses Problem thematisiert. Die Problematik liegt darin, dass diese "Secondos" ein grosses Bedürfnis haben sich als "Eidgenossen" zu beweisen, während fähige Schweizer heute in Scharen "untauglich" sind. Antworten


Rene Kunz

29.12.2009, 23:07 Uhr
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@ Heinz Fritschi: Wieder ein Kommentar ohne klare Begründung. Welche Beziehungen hat die Beschreibung der Amok Taten mit Rassismus? Bitte erforschen und informieren Sie sich über den Tatbestand und Tatsachen, wie sie beschrieben sind von Abdul R. Furrer bevor Sie solche Vorwürfe von Rasissmus erheben. @ Abdul R. Furrer: Erfreulich zu sehen das viele TA leser noch realistisch denken können. Antworten


peter ess

29.12.2009, 21:46 Uhr
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Vorschreiber Wenzel verwechselt wohl die CH Armee mit der Garde ? Antworten


Heinz Fritschi

29.12.2009, 20:53 Uhr
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Abdul R. Furrer; schön Ihr (Pseudo?)-Vorname – und trotzdem machen Sie rassistische Äuserungen … Ob Ihre angaben mit den drei orten stimmen, weiss ich nicht, bezweifle es aber. Am besten wäre es aber zweifellos, gar niemandem eine Armeewaffe mitzugeben, macht ja keinen Sinn, bringt nur Gefahren. Antworten


Willi Ammann

29.12.2009, 16:54 Uhr
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Offenbar ist Herr Maurer der erste Verteidigungsminister der in der Wirklichkeit angekommen ist. Aussenstehende können gar nicht beurteilen wie oft bereits ein Anlauf unternommen wurde eine vertiefte Sicherheitsprüfung anzuordnen. Die Versuche scheiterten immer am Datenschutz. Für diejenigen die noch nicht in der Wirklichkeit angekommen sind: in der Schweiz werden Täter geschützt. Antworten


Gion Saram

29.12.2009, 14:35 Uhr
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Wau, wie fortschrittlich! Im Jahre 2010 interessiert sich die Schweizer Armee zum ersten Mal WEM sie überhaupt eine Kriegswaffe in die Hand drückt. Solche Sicherheitsüberprüfungen gibt es in anderen Armeen schon seit Jahrzehnten. Willkommen in der Wirklichkeit, Herr Maurer! Antworten


Abdul R. Furrer

29.12.2009, 14:22 Uhr
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Als potenziell gefährliche Personen entpuppen sich mehrheitlich solche mit Migrationshintergrund, wie die Armeewaffen-Amoks von Höngg, Baden, Chur, usw. beweisen. Am sinn- und wirkungsvollsten wäre es, diese Personen kategorisch von der Rekrutierung und dem Armeedienst aus zu schliessen. Antworten


Rudolf Wenzel

29.12.2009, 13:06 Uhr
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Sicher sinnvoll das zu prüfen. Wie wird aber ein muselmanischer Rekrut eingeordnet der ja eigentlich einem (dem) "Kreuz" keine Sympatie sprich "Treue" entgegenbringen kann? Antworten


peter ess

29.12.2009, 12:58 Uhr
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Ich verstehe die Kommentare der Vorschreiber nicht ... wir hatten bereits in 1982 bei der Mot Inf RS die Uof Anwärter mit dem Formular XYZ auf Verstösse gegen Betäubungsmittelgesetz usw überprüfen lassen. War das illegal? Was mich jetzt eher interessiert ist, ob die Waffen 'eingesackt' werden wenn sich die AdA's ausserhalb des Dientswesen etwas schwerwiegendes zuschulden lassen kommen? Antworten


Michael Meienhofer

29.12.2009, 12:57 Uhr
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Endlich wird etwas gemacht. Man redet wohl über Amokläufe und jeder Experte profiliert sich mit seinen Ansichten, da werden doch einmal Nägel mit Köpfen gemacht. Jeder der Militärdienst leistet, sollte ja froh sein, nicht eines Tages eventuell durch einer seiner Kameraden zu Schaden zu kommen. Die Datenschutzangsthasen haben vermutlich gute Gründe an solchen Massnahmen zu zweifeln. Antworten


Yves Thomet

29.12.2009, 12:43 Uhr
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Der Vergleich mit einer Anstellung beim VBS ist absoluter Käse, denn die ist - im Gegensatz zur Dienstpflicht - freiwillig. Mich würde vielmehr interessieren, um welche Register es sich handelt (Recherche?), denn viele Infos dürften ohne Einwilligung des Betroffenen nicht herausgegeben werden... theoretisch zumindest... Antworten


Urs Gautschi

29.12.2009, 12:25 Uhr
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Eigentlich, wenn richtig angewendet, wäre ein solches "Durchleuchten" sinnvoll und zu begrüssen. Nun wurde allerdings in der Vergangenheit soviel in dieser Armee verbockt, dass man in Anbetracht solcher Aktionen ein ungutegs Gefühl bekommt. Freipass für Generäle die CH Jugend betr. Delikten zu durchleuchten? Nein Danke! Antworten



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