Schweiz
«Die Initiative wird angenommen»
Interview: Hubert Mooser, Aenea Wasmer (Video). Aktualisiert am 11.03.2010 35 Kommentare
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«Wir fordern jetzt einen direkten Gegenvorschlag»: CVP-Präsident Christophe Darbellay.
«Die Abzockerei ist eine Verhöhnung der Arbeitenden»: Daniel Vischer (Grüne/ZH).
Der Kampf um die Themenführerschaft in der Abzocker-Debatte ist lanciert. Alle Parteien nutzten heute während der Debatte im Nationalrat die Gelegenheit, sich den Kampf gegen Lohnexzesse auf die Fahne zu schreiben. Für SP-Präsident Christian Levrat (SP/FR) ist klar, dass die Initiative jetzt so schnell wie möglich vor das Volk muss. «Die SVP hat alles versucht, damit die Vorlage nicht vor das Volk kommt», sagt Levrat gegenüber baz.ch/Newsnet. Doch nun sei er froh, dass die Bürger über die Initiative von Thomas Minder entscheiden dürfen. «Ich bin überzeugt, dass die Initiative angenommen wird, weil die Leute diese Abzockerei satt haben.»
Die Bürgerlichen verurteilen Lohn-Exzesse nicht minder deutlich, warnen aber vor Überreaktionen. CVP und FDP plädieren für einen gemässigten direkten Gegenvorschlag zur Initiative. «Wir wollen einfach die Boni-Problematik lösen», sagt CVP-Präsident Christophe Darbellay im Interview mit baz.ch/Newsnet. «Wir fordern jetzt einen direkten Gegenvorschlag, der besser ist, als die Minder-Initiative.»
Daniel Vischer (Grüne/ZH) kommentiert die Niederlage der SVP im Nationalrat so: «Herr Blocher wollte mit allen Mitteln verhindern, dass die Abzocker-Initiative zu einem Wahlkampfthema wird. Er will Ausländerfragen in den Vordergrund rücken.» Doch die SVP-Schlappe könne nun bedeuten, dass die Initiative noch vor den Wahlen vor das Volk komme. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 11.03.2010, 14:48 Uhr
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35 Kommentare
Liebe Politiker, was ist mit euch los? Macht doch bitte wieder mal Sachpolitik. Den Normalbürger interessiert es doch nicht welche Partei welche Vorschläge bringt. Das einzige was zählt ist das Ergebnis. Es ist wichtig, dass es unserem Land und den Leuten die darin leben gut geht. Wer das bewirkt ist sekundär. Antworten
Beste Wahlkampfwerbung für die SVP. Mit der Verhinderung des Vorschlags der SVP haben die anderen Parteien wieder mal beste Werbung für die SVP gemacht. Anstatt sich hinter den SVP Vorschlag zu stellen, damit das Anliegen möglichst schhnell umgesetzt werden kann, hat man der SVP den Erfolg missgönnt, haben den Vorschlag abgelehnt und damit wieder mal ein wunderschönes Eigentor geschossen... Antworten
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