Schweiz

Die Muslime und das tumbe Schweizer Landvolk

Je weniger Muslime in einem Ort, desto mehr Ja-Stimmen zum Minarettverbot: Die meisten Kommentatoren waren sich nach der Abstimmung in dieser Behauptung einig. Doch sie ist falsch.

Im Thurgau wohnhafte Muslime beim Morgengebet.

Susann Basler

Die Städter sahen durch ihre Soziologen-Brillen sofort klar: Das tumbe Volk auf dem Land stimmte aufgrund von «diffusen Ängs­ten» gegen die Minarette, obwohl es Muslime nur aus dem Fernsehen und dank dem gelegentlichen Ausflug in die grosse Stadt kennt. «1,5 Millionen Schweizer haben Ja gestimmt. Das ist eine Minderheit unter den über sieben Millionen Einwohnern unseres Landes», belehrte der bekennende Verfassungspatriot und Filmemacher Samir im «Tages-Anzeiger» seine Leserschaft in Downtown Switzerland: «Aus den Statistiken kommt zum Ausdruck, dass diese 1,5 Millionen hauptsächlich auf dem Land wohnen und daher auch fast keine Muslime kennen.»

Muslime von nebenan

Der Kehrreim zog sich durch die Kommentare der Chefredaktoren. Die Schweizer hätten nicht gegen die Muslime von nebenan gestimmt, stellte der «Blick» fest: «Sonst hätten nicht gerade Kantone wie Genf und Basel, die mit islamischen Parallelgesellschaften tatsächlich in grösserem Ausmass konfrontiert sind, Nein gesagt zur Initiative, während in Appenzell Innerrhoden, wo gerade mal rund 500 Muslime leben, 71,4 Prozent Ja sagten.» Im «Tages-Anzeiger» klärte Res Strehle die Leser mit einer nicht eben klaren Formulierung auf, wenig erstaunlich sei «das Nein (gemeint ist jenes zu den Minaretten, nicht zur Initiative) in jenen Kantonen am deutlichsten, wo am wenigsten Muslime leben, deren Alltag dieses Feindbild auflöst». Und in der «NZZ am Sonntag» lehrte Felix E.?Müller noch eine Woche nach der Abstimmung: «In der Tendenz ist das Ja stärker ausgefallen, je geringer der konkrete Kontakt mit Muslimen ist.»

Dabei lag da schon eine Studie der fleissigen Statistiker des Kantons Zürich vor, die das Gegenteil belegt. Grundsätzlich sind Aussagen zu den Muslimen in der Schweiz schwierig, denn niemand weiss genau, wie viele es von ihnen eigentlich gibt. Die letzten Daten stammen von der Volkszählung 2000, aber selbst da raten die Statistiker zu Vorsicht. Vor bald zehn Jahren gaben 311?000 Personen an, dem muslimischen Glauben anzugehören. Diese Zahl dürfte in der Zwischenzeit weiter gestiegen sein. Zwar ging aufgrund der neuen Ausländerpolitik die Zahl der Einwanderer aus den muslimisch geprägten Ländern wie der Türkei, Kosovo, Mazedonien und Bosnien-Herzegovina zurück. Aber anderseits nahm der Bestand an Menschen aus diesen Ländern auch ab, weil viele von ihnen das Bürgerrecht bekamen. Beim Erraten einer Zahl, wie viele Muslime heute in der Schweiz leben, einigten sich die Experten so auf: «nicht mehr als 400?000». Die Zürcher Statistiker stützten sich auf die offiziellen Zahlen von 2000. Und sie kamen damit zu einem überraschenden Befund: «Ein höherer Mus­limanteil scheint mit einer sehr geringfügig erhöhten Zustimmung zur Minarett-Initiative ceteris paribus (bei gleichen Bedingungen) einherzugehen.» Das heisst: Wer mit vielen Muslimen in der Nachbarschaft zusammenlebt, stimmte der Minarett-Initiative eher zu. Das zeigt eigentlich schon ein Blick auf die Karte: Einerseits stimmte Schwamendingen, mit 37 Prozent Ausländern, als einziger Zürcher Stadtkreis der Initiative mit 55 Prozent zu. Anderseits gab es die tiefsten Ja-Anteile in den Gemeinden an der Goldküste, wo kaum Muslime wohnen (können).

Wie steht es mit dem Zusammenhang von Anteil der Muslime und Ablehnung der Minarette im Thurgau? Selbstverständlich gibt es hier Gemeinden, die das Klischee der Städter bestätigen. So verzeichnete Braunau als einzige Gemeinde, wo sich bei der Volkszählung 2000 niemand zum Islam bekannte, mit 77 Prozent einen der höchsten Ja-Anteile. Dasselbe gilt für die meisten Dörfer, wo vor zehn Jahren höchstens zwei Muslime wohnten, wie Dozwil (80 Prozent), Raperswilen (80 Prozent) oder Schönholzerswilen (77 Prozent). Aber schon da gibt es Gegenbeispiele: So meldeten Stettfurt (zwei Muslime) und Thun­dorf (ein Muslim) mit 63 beziehungsweise 67 Prozent eher tiefe Ja-Anteile. Im Thurgau zeigt sich denn auch ein ähnliches Bild wie am Zürichsee: Die wohlhabenden Pendlergemeinden um Frauenfeld, aber auch Bottighofen und Gottlieben (51 Prozent), wo wenige Muslime leben, stimmten der Initiative unterdurchschnittlich zu.

Kritiker liegen völlig falsch

Vor allem aber erlebt eine Überraschung, wer sich mit der muslimischen Bevölkerung im Thurgau beschäftigt: Die überheblichen Kritiker des tumben Volkes auf dem Land liegen völlig falsch. Bei der Volkszählung 2000 hatte der Thurgau gegenüber dem Schweizer Durchschnitt (4,3 Prozent) einen um fast die Hälfte höheren Anteil von Muslimen – 5,9 Prozent. In vielen grösseren Thurgauer Gemeinden beträgt der Wert mehr als das Doppelte des landesweiten Schnitts, so in Romanshorn (11 Prozent), Salmsach (10 Prozent), Amriswil (10 Prozent), Kreuzlingen (12 Prozent) oder Rickenbach (11 Prozent). Und die Spitzenreiter, Kradolf-Schönenberg (12 Prozent) und Bürglen (14 Prozent) haben den doppelten Muslim-Anteil der Städte Zürich oder Basel. Beim Stimmverhalten lässt sich kein Muster erkennen: Bürglen mit 14 Prozent und Bussnang mit 1 Prozent Muslime nahmen die Initiative mit je 77 Prozent an.

Städter-Geschwätz

Und auf jeden Fall gilt: Auch in jenen Gemeinden, die wenige Muslime kennen, wussten die Bürger, worüber sie abstimmten, und sie gehen auch anständig mit ihren muslimischen Nachbarn um. So bürgerten Homburg und Neunforn Muslime ohne Probleme ein, in Homburg sogar mit Applaus für die achtköpfige Familie, die sich an der Gemeindeversammlung vorstellte. Und Felben-Wellhausen nahm einen Türken ohne Gegenstimmen auf, den danach der Grosse Rat als islamistischen Fundamentalisten verdächtigte. Was ist also von den soziologischen Instant-Analysen aus der Medienmetropole Zürich zu halten? Nicht viel, es handelt sich dabei um Simpel-Soziologie. Oder noch deutlicher ausgedrückt: um arrogantes Städter-Geschwätz. (ThurgauerZeitung)

Erstellt: 09.12.2009, 16:04 Uhr

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82 Kommentare

Thomas Heitmann

16.12.2009, 21:52 Uhr
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Ein Tabuthema wird vollständig ausgeklammert. Die Zwangsbeschneidung von Jungen. Viele Menschen denken an Genitalverstümmelung von Mädchen. Dabei sind Jungen 6x häufiger davon betroffen als Mädchen, was viele auch nicht wissen. Thomas Heitmann Antworten


Mari Wunderli

14.12.2009, 15:44 Uhr
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ich finde es langsam peinlich wie unsere Regierung siech bemüht Entschuldigungen und Ausreden für das Schweizervolk zu finden. Wir haben abgestimmt und unsere Meinung gesagt- jetzt werden überall Interviews gegeben warum unsere Meinung falsch ist- . Es wird an der Zeit dass sich unsere Regierung an die Spielregeln hält- im Moment verhalten sie sich wie Verräter dem Volk gegenüber. Antworten


Lapino Koch

11.12.2009, 14:32 Uhr
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@Collina: Es gibt auch ungebildete Akademiker und gebildete Nicht-Akademiker. Ich wehere mich dagegen, dass das Label "Akademiker" für vermeintliche Sachlichkeit herhalten soll. Wer ja gestimmt hat, ist undifferenziert. Das zeigt sich in der Natur dieser Initiative. Das Argument "wehret den Anfängen" ist an intellektueller Peinlichkeit nicht zu überbieten. Antworten


Simone Wyss

11.12.2009, 12:35 Uhr
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Wie schön, dass sich auch die Gegner der arroganten Sta(d)tistiker nun auf eine Statistik berufen können. Hier beisst sich der Hund in den eigenen Schwanz. Mit stolzgeschwellter Brust rühmen sich die Befürworter ihrer stimmbürgerlichen Mündigkeit - und einige bekennen hier freimütig, ja gestimmt zu haben, weil ihnen der Bundesrat nicht passt. Ich wusste nicht, dass dieser die Minarette brauchte. Antworten


Renato Collina

11.12.2009, 00:11 Uhr
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Bin selbst Akademiker und habe mich seit der Abstimmung mit vielen Freunden darüber unterhalten, wie sie gestimmt haben und warum. Zu meinem Erstaunen haben die meisten Ja gestimmt. Weil man dem politischen Islam ein Zeichen setzten soll: wehret den Anfängen! - Die Diskriminierung wird in Kauf genommen (die Katholiken waren auch 100 Jahre diskriminiert, weil sie politiserten). Antworten


Silvio Bétrix

10.12.2009, 19:23 Uhr
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War es nun die Dummheit der Wähler oder villeicht doch eher der leider wiedererstarkte Arm des hiesigen Glaubens, welcher offensichtlich über politische Grenzen hinaus seine Schäfchen im Griff zu halten vermag? Sie glauben doch nicht Ihre wahlberechtigten Freunde und Kolleginnen sind alle dumm...aber wissen Sie ob und was Ihre Freundinnen und Kollegen glauben? Der Glaube braucht keine Symbole. :-/ Antworten


Alfred Suhner

10.12.2009, 14:16 Uhr
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Diese Analysen wurden wahrscheinlich von den gleichen "Wahrsagern"erstellt wie die Prognosen vor der Abstimmung. Antworten


Dante Eggenberger

10.12.2009, 12:31 Uhr
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Ueberzeugt nicht: Quasi-Wissenschaftlichkeit mit emotionalen Seitenhieben ("tumb", "nicht eben klar","ueberheblich", "simpel", "arrogantes Geschwaetz"). Man fragt sich, hat der Autor ein Problem? Einen Staedter-Komplex vielleicht? Antworten


Roger Meier

10.12.2009, 12:13 Uhr
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Unsere Schweiz ist Weltmeister in Bezug auf Statisiken. Aber wir wissen seit 2000 nicht wieviele Muslime in unser Land eingereist sind? Das kann ja nur perfide Irreführung sein. Leider ist unsere Eidgenossenschaft vollkommen verblödet worden von SP, Grünen, FDP & CVP. Antworten


Jürg Schmid

10.12.2009, 11:41 Uhr
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@Peter Meier sagt:"Es richtet sich gegen die Islamisten, gegen Burkas, gegen Beschneidung von Mädchen, Zwangsheiraten, Ehrenmorde, Gewaltverbrechen." Nein Herr Meier. Tut es nicht. Es ist eine Symbol-Abstimmung die keines der von Ihnen genannten Probleme löst. SVP-Initiativen haben noch nie Probleme gelöst sondern am Kochen gehalten. Sonst könnte man damit nicht mehr politisieren. Antworten


Lapino Koch

10.12.2009, 11:37 Uhr
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@Köhle: Natürlich hat der ungebildete Arbeiter etwas zu sagen in der Schweiz, sonst wäre die Initiative ja nicht angenommen worden. Diese soll jetzt auch umgesetzt werden, ohne wenn und aber und ohne Kompromisse. Let's do it! Antworten


Ruth Jeger

10.12.2009, 11:29 Uhr
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@Heinz Fritschi. Das Problem liegt doch ganz und gar bei unserer Regierung. Diese respektiert den Volksentscheid nicht und kann ihn offenbar nicht interpretieren. Praktisch allen denen ich gesprochen habe, sind, wenn man der Sache auf den Grund geht, der Meinung von Ursula Kaltenbach. Ob das Stimmverhalten von Ursula Kaltenbach jetzt geschickt war oder nicht. Respektiert doch endlich den Menschen! Antworten


Markus Bürkli

10.12.2009, 11:03 Uhr
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@Peter Meier: Um was ging es denn jetzt? Viele Befürworter sagen jetzt, es ging nur um die Minarette. Andere sagen, es ging noch um viele andere Sachen. Wird gesagt, es ging nur um die Minarette damit man nicht als Rassist dasteht, obwohl es doch um andere Sachen ging? Und an alle, die auf den Linken herumhacken: Wie oft hat die SVP schon gelogen, inklusive dem ach so tollen BR Blocher? Antworten


armin fellmann

10.12.2009, 10:54 Uhr
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Könnte es auch sein, dass basel mehrheitlich nein gestimmt hat, weil eben der Anteil Moslems so hoch ist und Angst hatte, es könnte eine Aufruhr geben? Antworten


erich schweizer

10.12.2009, 10:43 Uhr
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es wäre interessant zu sehen wie bei akademikern der ja stimmenanteil war. ich wette das gebildete leute zu maximum 30 prozent zugestimmt haben. viele schweizer waren schlecht informiert oder liessen sich von der grossen rechtspropaganda manipulieren (plakate etc). Antworten


Besim Agac

10.12.2009, 10:30 Uhr
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Ich will weder Minarette noch sonst irgend welche Machtsymbole von irgend einer anderen Religion. Schaffen wir endlich die saubere Trennung von Religion und Staat! Für den Rest gibt es Baugesetze. Antworten


Urs Köhle

10.12.2009, 10:21 Uhr
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@Lapino Koch: der Arbeiter wäre also generell dööfer, weil weniger gebildet, als der Banquier (die Krise grüsst), und hat darum gefälligst nichts zu sagen - meeerci. Der Artikel ist ein Highlight in einer Zeit, wo "Experten" als göttlich allwissend gelten. Antworten


Lorenz Tönz

10.12.2009, 10:01 Uhr
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@Ursula Kaltenbach Hab ich gleich gemacht wie sie. Nur hab ich vorher meine Muslimfreunde um ihre Meinung gefragt. Diese meinten allerdings, dass ein Minarett für den Glauben nicht nötig sei und der Muezzin meist von den extrem Gläubigen gewünscht wird. Ausserdem mögen die ihre eigenen Landsleute aus den tieferen sozialen Schichten, welche extrem gläubig sind, selber nicht! Interessant? Antworten


Emil Sauter

10.12.2009, 09:52 Uhr
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Es ist ganz einfach: An jenen Orten wo der Nein-Stimmen-Anteil höher war sind eben viel mehr Schweizer Moslem die eingebürgert wurden als an anderen Orten. Um das zu analysieren braucht es keine Mathematiker oder Statistiker. Nur das Resultat zählt. Ende der Diskussion. Antworten


rolf kienast

10.12.2009, 08:42 Uhr
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Statistiken, Erklärungen, Schönreden. Warum versucht der Schweizer sich zu rechtfertigen ?? Es braucht sich niemand zu schämen keine Minaretts haben zu wollen, die Andern wollen keine Kirchen. Die Frage ist nicht, ob es " dort " viele Christen gibt sonder ob das Verbot im Gesetz steht oder nicht und es steht in allen Ländern wo der Islam Staatsreligion ist. Antworten


Heinz Moll

10.12.2009, 07:53 Uhr
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Ein dankbares Bravo zu dieser fundierten Korrektur - sie war überfällig! Antworten


Sahra Lobina

10.12.2009, 07:31 Uhr
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Leider geht es um mehr als 'arrogantes Städter-Geschwätz.' Offenbar ist es möglich, viele Muslime zu kennen, ja sogar nett zu finden und dennoch islamfeindlich zu sein. Wenn der Alltag die Grundsätze nicht zu beeinflussen vermag, ist das oft gehörte Integrationsmantra "Man muss einander einfach besser kennen lernen" Wunschdenken. Antworten


Peter Meier

10.12.2009, 07:19 Uhr
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Unglaublich wieviel jetzt wieder palavert wird. Wir haben abgestummen und Punkt. Das Ja ist die Quintesenz aus der gescheiterten Integrationspolitik der letzten Jahrzehnte. Es richtet sich gegen die Islamisten, gegen Burkas, gegen Beschneidung von Mädchen, Zwangsheiraten, Ehrenmorde, Gewaltverbrechen. Aber sicher nicht gegen gut integrierte Mitmenschen muslimischen Glaubens. Antworten


Armin Kühne

10.12.2009, 03:31 Uhr
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Die Irritation, nicht nur jene in der Folge der Abstimmung zur Minaret-Initiative, rührt nicht von daher, dass wir nicht wissen, wie wir mit dem uns Fremden, z.B. dem Islam bzw. den Muslims, umgehen sollen. Irritierend ist, dass wir nicht mehr über jenes kulturelle Selbstvergeswisserungswissen verfügen, welches uns von dem unterscheidet, wovor wir Angst haben. Wir sind von uns selbst irritiert. Antworten


Lapino Koch

10.12.2009, 01:04 Uhr
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Es ist vielleicht noch zu bemerken, dass zwischen Bildungsstand und Wohnort wohl auch ein Zusammenhang besteht. Demnach spricht der Unterschied zwischen Schwamendingen und Goldküste wohl Bände. Die Annahme des tumben Schweizervolks bleibt also bestehen. Antworten


Heinz Gfeller

10.12.2009, 00:45 Uhr
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Die europäische Linke ist losgezogen, die Welt mit ihrem (notwendigerweise subjektiven) Naturrecht (beinhaltet insb. Grundrechte) zu knechten. Die Grundrechte sind nicht Naturrecht, sondern positives Recht, mit aller Konsequenz! Antworten


Simon Vonlanthen

10.12.2009, 00:07 Uhr
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Der Autor dieses Beitrages hat sich einen fetten Bonus verdient. Endlich wird einmal ganz klar aufgezeigt, zu was für einem leeren, verlogenem Geschwätz die selbsternannten Experten fähig sind. Antworten


Robert Mosimann

09.12.2009, 23:23 Uhr
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Der Islam ist eine grundlegend eine Religion, die mit der modernen technisierten Welt nicht zurrecht kommt. Ein noch grösseres Problem ist, dass der Islam sich als die einzig wahre Religion betrachtet, und somit alle anderen ungläubig sind. Jeder Moslem der bei uns zur Glaubensausübung ein Minarett braucht, soll in einem anderen Land sein Glück versuchen. Solche Leute brauchen wir nicht. Antworten


Stefan Haller

09.12.2009, 22:09 Uhr
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In diesem Bericht geht es doch nicht um eine Statistik oder Umfrage.....Lesen müsste man mal richtig.... Auch wenn die Daten auf einer Statistik alter Erhebungen basieren Der gute Mann hat doch nur kritisch hinterfragt und einige auch gute Beispiele gebracht, dass nicht pauschal von Stadt/Land geredet werden kann. Antworten


bruno seileres

09.12.2009, 22:03 Uhr
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minarette passen weder ins stadtbild und schon garnicht ins dorfbild !!!! so einfach ist das !!!jeder bauherr, kann ein lied singen ueber bauvorschriften !!! die dachform, ziegeleindeckung, dachflaechenfenster, solaranlage, farbgebung, gartenpavillon, ect, ect , wird abgesegnet oder auch nicht !!! seltsamer weise sind minarette bewillgt worden !!! waren da anfaenger oder duckmaueser am werk ?????? Antworten


Walter Kunz

09.12.2009, 21:58 Uhr
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Ich bin wirklich überrascht mit welchen Titeln aus der untersten Schublade sich die Schweizer beehren. Zu einem äussert wünschenswerten, gegenseitigen Entgegenkommen zu einer Einigung (Kitt) der Bürger trägt so ein m....s Vorgehen mit Sicherheit nicht bei, das Gegenteil trifft schon eher zu Antworten


Heinz Fritschi

09.12.2009, 21:46 Uhr
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Ursula Kaltenbach Dummheit eingesehen. Ist eine Besserung in Sicht? So geht man natürlich nicht mir Sachfragen um. Da manövriert sich die Schweiz dann in solche Situationen. Antworten


Karl Klingler

09.12.2009, 21:44 Uhr
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Danke, Ursula Kaltenbach, dass wir es auch aus dem Mund einer Ja-Stimmerin hören: Es ging vielen gar nicht um Minarette, sondern darum, der Obrigkeit eins auszuwischen. Hätten hingegen alle sachlich abgestimmt, wäre das Minarett-Verbot wohl kaum durchgekommen. Diese Abstimmung war eine Farce, das Resultat ist einfach nur peinlich. Antworten


Beatrice Baschnagel

09.12.2009, 21:36 Uhr
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@U. Kaltenbach: sie sehen selbst ein, dass ihre Ja-Stimme "nicht geschickt" war und trotzdem haben sie es getan weil sie genug von unserer Regierung haben!? Sie berauben ihre sogenannten Freunde von Rechten, weil sie sich gegen Gadaffis Machtspiele wehren woll? Ich sehe nicht ganz, wie ihr Plan aufgehen soll! Auf jedenfall braucht man keine Feinde, wenn man sie als Freundin hat! Antworten


peter ess

09.12.2009, 21:24 Uhr
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Also ich wohne im besagten Mostindien ... unmittelbar umgeben von zwei Freikirchen, die protestantische Kirche und noch die katholische Kirche. ca 5' mit Velo und schon wieder zwei Freikirchen. Wie hoch war der Ja Anteil? Weniger als 70%? Dann sind wohl einige Kirchengaenger nicht waehlen gegangen. :-)) Bald werden Obelix's Hinkelsteine als Minarettrohlinge hier im Dorf verboten. Antworten


steve walker

09.12.2009, 20:57 Uhr
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@daniel schweri: Ausländer (oft Moslems) und Linke zieht es tendenziell in Städte. Dass deren Anteil dort deutlich höher ist als im CH-Schnitt erklärt die Abstimmungsresultate: die einen stimmten nein, weil sie direkt betroffen sind, die anderen oft aus dogmatischen Gründen. PS: wenn ein Artikel mal wohltuend aus dem Mainstream ausbricht, sollte man nicht gleich die Info-Quelle wechseln ;-) Antworten


Herbert Ledermann

09.12.2009, 20:56 Uhr
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Ich finde es bemerkenswert, dass Tage und Wochen lang über das Minarett etc. diskutiert wird. Auch finde ich toll wie man einmal die Statistik ins Visier nimmt. Aber wieso diskutiert man hier solange? Als es um die biometrischen Pässe und die Totalüberwachung ging und das Resultat massiv knapper war, liess man, inkl. Intellektueller Elite, die Regierung gewähren und lieferte seine Daten aus. Antworten


Reto Huber

09.12.2009, 20:45 Uhr
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Na Bravo - Nun bin ich aber bergeistert. Der Tagi hat gemerkt das die Mehrheit entschieden hat. Die Mehrheit kauft auch zeitungen und wählt. Die Politik hats noch nicht gemerkt. Antworten


Nils Leuzinger

09.12.2009, 20:42 Uhr
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Schon lustig zuzuschauen, wieviele Lügen nun an die Oberfläche gespült werden. Möglicherweise hilft das Internet dem normalen Bürger sich gegen die Lügenwelt der Medien und "politischen Elite" durchzusetzen. Schön wär's. Die lächerlich-hysterische Reaktion der vereinigten Gutmenschen gegen das "dumme Volk" lässt jedenfalls Gutes erwarten. Antworten


Michael Belz

09.12.2009, 20:42 Uhr
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@daniel schweri - seien Sie doch nicht so kindisch - der Artikel belegt klar, dass das Geschwätz der schlechten Verlierer ihrem Wunschdenken und nicht sauberen Analysen entsprach. Dass Genf mehrheitlich links wählte ist keine Überraschung. In Zürich die privilegierten Goldküstenbewohner, die Pseudo-Toleranten. Ansonsten breite Annahme in allen Regionen. dem Tagi ein Lob für den Artikel Antworten


Karl Baum

09.12.2009, 20:40 Uhr
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Ich habe JA gestimmt. Nicht aus religiösen oder symbolischen (Herrschaftsanspruch) Gründen. Sondern weil ich tagtäglich (Nachbarn, Beruf) mit vorwiegend aus dem Balkan und der Türkei Zugezogenen zu tun habe. Herr Kreis et al. können sich keine Vorstellung machen, was da gelogen und betrogen wird, wenn es darum geht, unsere Sozialwerke auszunehmen. Dort gilt als dumm, wer nicht provitiert! Antworten


ruth leemann

09.12.2009, 20:19 Uhr
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Die Schweizer-Bürger sind genug mündig um zu Entscheiden was sie in die Urne legen wollen - da nützt auch eine solche Statistiken im nachhinein nicht wirklich viel / weiter. Jetzt gilt es das Abstimmungs-Resultat um zu setzen, ohne wenn und aber. Antworten


Franz Scherer

09.12.2009, 20:17 Uhr
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Das ist die selektive Wahrnehmung des Autors. Aus wenig fundierten Statistiken lässt sich alles ableiten. Die Motivation ist offensichtlich: Da gab es noch eine offene Rechnung mit ehemaligen Berufskollegen aus der grossen Stadt. Der Seitenhieb an den jetzigen Chefredaktor war deutlich. Antworten


Marion Streit

09.12.2009, 20:17 Uhr
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wir sind die diskussionen um das bauverbot von minaretten eigentlich leid. 1. glaube nur einer umfrage, die du selbst erstellst und auswertest 2. ist die entscheidung gemacht und somit sind diskussionen hinfällig wenn jetzt nur noch unsere leute in bern lernen, hinter dem souverän zu stehen. sie bestätigen einmal mehr: sie verdienen unser vertrauen nicht. Antworten


Claudio Zanetti

09.12.2009, 20:13 Uhr
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Grossartig, dass es noch Journalisten gibt, die ihre Arbeit ernst nehmen. Schon in Sachen "Climategate" ist Markus Schär positiv aufgefallen. Antworten


Ursula Kaltenbach

09.12.2009, 20:12 Uhr
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Auch ich habe ja gestimmt und zwar nicht etwa weil ich etwas gegen Muslime hätte, ich hab sogar muslimische Freunde, sondern weil ich genug von unseren Politiker und der Regierung habe. Die Regierung macht was ihr gefällt und kriegt den Reichen, der Industrie, der EU und Gadaffi in den Allerwertesten. Dagegen habe ich gestimmt. Ich weiss das war nicht geschickt, aber wie soll man sich noch wehren? Antworten


Peter Schneider

09.12.2009, 20:10 Uhr
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Schlechter Versuch mit Pseudobeispielen eine Tatsache zu wiederlegen. Die Aussage an der Goldküste würden kaum Muslime wohnen zeugt von schlechter (oder keinerlei?) Recherche. Ich bin Stolz auf unsere Goldküste die beinahe komplett (Ausnahme das kleine Uetikon) Nein gestimmt hat! Antworten


Peter Fürst

09.12.2009, 20:01 Uhr
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Dass die Landkantone ihre Meinung haben, ist korrekt. Sie sollten nur auf die Quersubventionierungen der Städte wie NFA etc. verzichten. Denn sie machen den Städten durch diese Mentalität auf Zeit die Existenz kaputt . Geneve Internationale, Forschungsplatz Basel oder Finanzstandort Zürich. Antworten


Maria Volpi

09.12.2009, 19:46 Uhr
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In meinem Umfeld haben auch viele eingebürgerte Ausländer Ja gestimmt. Deshalb würde es mich wundern, wie hoch die Ja Quote bei den eingebürgerten Schweizern und den Secondos war. Viele gut integrierte Ausländer, eingebürgerte Schweizer und Schweizer ausländischer Herkunft (deren Gross- oder sogar Urgrosseltern Ausländer waren) stehen nicht integrierbaren Ausländern sehr kritisch gegenüber. Antworten


Thomas Schardt

09.12.2009, 19:37 Uhr
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Der differenzierende Unterschied hat mit der selektiven Informationsbeschaffung zu tun: man hoert was man hoeren will. Dies wird nicht nur aus dem Abstimmungsverhalten deutlich, sondern umsomehr anhand der Kommentare danach. Wenn die Ablehnung von Minaretten gleichgestellt wird mit der Ablehnung von Moscheen oder Gebetshaeusern, dann hat man schlichtwegs seine Aufgaben nicht gemacht. Antworten


Albert Zimmerman

09.12.2009, 19:34 Uhr
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Nicht schon wieder eine Lüge von Stil und Anstands-Gutmenschen. Ob die ihr eigenes Geschwätz wohl selbst noch glauben Antworten


sandra silmer

09.12.2009, 18:55 Uhr
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ich bin auf dem land gebohren. heute lebe ich schon lange in der stadt. ich spreche beide sprachen - die vom land und die der städter. die städter sind manchmal zu oberflächlich um das land zu verstehen. sie hätten wissen sollen, dass ein bauer sich viel mehr überlegt, also nur eine luftblase an gedanken zu haben, bevor er zur stimm-tat schreitet. es diversifizierte, strukturierte gedanken. Antworten


Daniel Schweri

09.12.2009, 18:49 Uhr
Melden

Arrogantes Städtergeschwätz?! Dass in den Städten der Ja-Anteil zur Initiative niedriger war, ist Fakt, auch wenn sich durch sorgsam ausgewählte Einzelfälle ein klares Bild vernebeln lässt. Wenn ich noch häufiger, solche unqualifizierten Artikel hier lesen muss, dann suche ich mir eine andere Informationsquelle. Antworten


Eric Brugnoli

09.12.2009, 18:34 Uhr
Melden

Vielen Dank für diesen Artikel, es gibt also doch noch Journalisten die recherchieren. Gut zu wissen! Antworten


Hans Peter

09.12.2009, 18:33 Uhr
Melden

Samir bleib bei deinen Leisten bzw. Yuppie-Filmli. Die linke Medien-Propaganda stellt jedes SVP-Plakat in den Schatten. Antworten


Bruno Ehrlich

09.12.2009, 18:28 Uhr
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Das ist fast unheimlich: der Tagi heult mal nicht mit der Meute. Bravo, weiter so, dann wirst Du mir vielleicht wieder etwas sympatischer. Antworten


majo naef

09.12.2009, 18:16 Uhr
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In meinem Wahlkreis gab es ja dort wo es viele hat, ein nein bei Gemeinden wo die Steuern tief sind. Ich glaube auch, dass die Pendler eher ja gestimmt haben. Eigentlich hätte man darüber abstimmen sollen ob die im Bundeshaus ausgewechselt werden sollen. Wer sich so schlecht vorbereitet auf Einwanderer ist nicht Regierungsfähig. Jede private Gastgeberin könnte das besser. Antworten


Schorsch Baschi

09.12.2009, 18:09 Uhr
Melden

Ja aber das passt doch nicht ins Schema der Intelligenzia. Die wissen immer was richtig ist und warum das dumme Volk nichts zu sagen hat, ausser es sagt, was die (selbsternannte) Intelligenzia ihm vorkäut. Antworten


Giacomo Maggio

09.12.2009, 18:01 Uhr
Melden

Es ist ganz offensichtlich, dass man in Zukunft eher die objektive Thurgauer-Zeitung abonnieren sollte, als die Zeitungen, die den profilneurotischen Botschaftern Raum gewährten, um das Volk für dumm und blöde zu verurteilen. Schlimmer sind nur noch die 26 Klub-Intellektuellen: Für sie gilt, dass sie wahrscheinlich zu wenig intelligent sind, um zu erkennen, dass sie keine Intellektuellen sind! Antworten


Walter Kunz

09.12.2009, 17:36 Uhr
Melden

Betreffend Informationen und Analysen frage ich mich erstaunt ob im Zusammenhang mit den EU Verträgen, über die damalige Zustimmung deren Vor- und Nachteile auch so tiefschürfend, abgewogen und diskutiert wurde? Antworten


Walter Zimmerli

09.12.2009, 17:36 Uhr
Melden

Das die Eliten irren, wissen wir schon lange. Es genügt z.B. ein Blick nach Pratteln. Dort gibt es das Längi-Quartier mit 70% Muslimanteil. Pratteln stimmte überdeutlich der Initiative zu, deutlich mehr als die umliegenden Gemeinden mit weniger Muslimen. Das ist der Fakt. Wenige Muslime sind o.k. und passen sich an. In Massen will sie niemand. Warum? Weil keiner in einem Muslimghetto leben will. Antworten


Stefan Bolz

09.12.2009, 17:33 Uhr
Melden

Das ist wieder einmal ein Paradebeispiel dafür, wie man keine Statistik betreiben sollte. Mit einzelnen Gemeinderesultaten kann man alles oder gar nichts beweisen! Wer sich einen Ueberblick machen will, sollte die Karte anschauen, die der Tagi nach der Abstimmung publiziert hatte. Die Verteilung der roten und grünen Flecken sagt vieles aus. Alles, was mehr ins Detail geht ist unseriös. Antworten


Grigor Bühler

09.12.2009, 17:33 Uhr
Melden

Das auf dem Land durchwegs negativer abgestimmt wurde, kann auch dieser nette Artikel nichts ändern. War sehr kompliziert geschrieben und die ganzen Zahlen verwirren ganz schön. Vielleicht wäre es auch mal einen Artikel wert, warum in den ländlichen Kantonen die Abstimmung deutlicher ausgefallen ist. Aber dann müsste man sich mit dem Thema befassen. Ist wahrscheinlich zu anstrengend. Antworten


Sammy Frey

09.12.2009, 17:31 Uhr
Melden

also, ich wäre nur schon wegen der Wahl der Perspektive auf dem Foto wütend! Wer würde denn auf die Idee kommen, Christen beim Beten von unten zu fotografieren. Wir sind doch hier nicht bei der Weltwoche! Antworten


leo spescha

09.12.2009, 17:29 Uhr
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die integrierten muslime sind kein grosses problem,schwierig ist es bei den parallelgesellschaften, die am liebsten die scharia anwenden würden. das thema wird uns noch mehrere jahre beschäftigen, v.a. bin ich gespannt, wie die jungen abstimmen werden, die die pausenplatzaggressionen am eigenen leib erfahren haben. demographisch gibts no chance, da die mehrheit der neugeborenen muslime sind Antworten


peter zuellig

09.12.2009, 17:26 Uhr
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Bravo und politisch monumental inkorrekt. Antworten


Rolf Pfister

09.12.2009, 17:19 Uhr
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Heute kann doch der Abstimmungsort (Wohnsitz) nicht mehr unbesehen auf den Lebensraum (Arbeitsort) übertragen werden. Über die Missstände in den Städten wird auf dem Land abgestimmt wo viele Betroffene eben wohnen. Antworten


Laurens van Rooijen

09.12.2009, 17:17 Uhr
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Mit Aussagen wie "arrogantes Städter-Geschwätz" wird der Stadt-Land-Graben sicher gekittet... NOT! Ich bin im Thurgau aufgewachsen, aber dieser Kanton kann mir inzwischen gestohlen bleiben. Es gibt sehr wohl eine Korrelation zwischen der Einwohnerzahl von Landgemeinden und der Dominanz der SVP, ob in Wuppenau oder Hagenbuch - und das war relevant für den Entscheid an der Urne. Nicht böse Muslime. Antworten


Matthias Erzinger

09.12.2009, 17:04 Uhr
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Auch wenn in dem Artikel gebetsmühlenmässig behauptet wird, die armen Thurgauer hätten anders gestimmt, stimmt generell gesehen die Aussage "Je höher der Anteil von Bevölkerung aus dem Balkan oder islamischen Ländern umso höher der Nein-Anteil bei der Minarett-Initiative" halt doch. Denn es ist ein altes Gesetz, dass Unbekannte eher Angst einflösst . Auch im Thurgau., Antworten


Pascal Oberson

09.12.2009, 17:04 Uhr
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Und dieser Artikel im Tagi!!! Zwar übernommen von einer anderen Zeitung. Aber trotzdem, man glaubt es kaum! Vielleicht werde ich irgendwann in der Zukunft doch wieder mal den Tagi abonnieren. Antworten


Peter Meier

09.12.2009, 16:58 Uhr
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Vielen Dank für diesen Artikel. Bei all dem emotionalisierten Aufbauschen auf beiden Seiten tut es ganz gut, wenn man mal Fakten zu sehen bekommt. Da kann ich nur Franky Slow Down zitieren: "Slow down, take it easy". Antworten


Matthias Aggeler

09.12.2009, 16:58 Uhr
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Liegt wohl daran das in Schwamendingen nur Bünzlis wohnen. In den Reihenhäuschen. Mit Gärten. Der Rest dort ist ja nicht Stimmberechtigt. Ich weiss es, komm ja von da. :P Antworten


hans scholl

09.12.2009, 16:53 Uhr
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"arrogantes städtergeschwätz" zeugt wohl von arroganz beim autor (aber er kann ja auch lateinische ausdrücke einwerfen, ergo ;-) hält er sich für gebildet). zum thema: diese analysen - wie auch die prognosen vor der abstimmung zeigten - taugen zu wenig. zudem sollte man statt der resultatsanalyse, die problemanalyse angehen (sofern es eines ist) und die integrationsbemühungen fortsetzen. welcome! Antworten


oliver keller

09.12.2009, 16:43 Uhr
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Es ist doch auffallend, wie unterschiedlich zwischen Stadt/Land, Romandie/Suisse toto abgestimmt wird! Was früher durchaus Sinn machte, kleinen, bevölkerungsarmen Kantonen eine Standesstimme zuzugestehen, erweist sich aus heutiger Sicht kontraproduktiv. Das bevölkerungsarme Land überstimmt die bevölkerungsreiche Stadt! Ein Anachronismus ohnegleichen! Antworten


Markus Weilenmann

09.12.2009, 16:41 Uhr
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Das ist ein interessanter Artikel, auch wenn er trotz aller Differenziertheit offen lässt, warum das Minarett Verbot, das ja "nur" in die Baurechtsordnung eingreift, zu einem Votum über den Islam in der CH ausartete. Der Autor nimmt das einfach an, obwohl die Minarettverbots-Befürworter keine Gelegenheit auslassen zu beteuern, ihr Anliegen richte sich eben nicht gegen den Islam als Religion... Antworten


Gianni Dal Pont

09.12.2009, 16:34 Uhr
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Wieder einmal ein dankeschön dem Tagi . Wahrscheinlich seit ?hr die einzigen in der Medienlandschaft , die diesen Bericht publizieren . Bravo , hoffentlich lesen die sogenannten selbsternannten Experten/ Politologen / Bundesraete etc. diesen Bericht ! Antworten


Hans Frei

09.12.2009, 16:34 Uhr
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Wie soll etwas aus einer Statistik abgeleitet werden, wenn schon die Zahlen von denen ausgegangen wird auf Handgelenk mal Pi basieren. Wie hat doch ein gescheiter Mann gesagt "glaube keiner Statistik, ausser Du hast sie selber gefälscht". Antworten


Rüdiger Kraus

09.12.2009, 16:28 Uhr
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Too little too late. Die Welle der Empörung gegen die Eliten, wird dadurch nicht abnehmen, im Gegenteil. Nicht das es mir passen würde, aber so ist es halt nun. Diesselbe Watsche werden diese auch noch einstecken müssen, wenn Ihnen klar wird, wieviele CH-ler wirklich Multi-Kulti leben wollen (ich denke nicht viele...ausser wer natürlich davon profitiert...und wer vom Fussvolk tut das schon). Antworten


Stefan Vogelsang

09.12.2009, 16:25 Uhr
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Wow, das ist ja mal ein Kommentar! Als Ländler ziehe ich den Hut Antworten


Theo Berent

09.12.2009, 16:16 Uhr
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Gut gibt es noch hinterfragende, kritische Journalisten. Dass man nicht einfach Behauptungen als Fakten darstellen kann, sondern dass Zeitungen kritisch hinterfragen, finde ich sehr gut. Es gibt noch viele andere, ständig wiederholte Behauptungen, die als Tatsachen verkauft werden. Z.B. vorwiegend gut ausgebildete Ausländer kommen dank der Personenfreizügigkeit u.v.m. Nachfragen wäre interessant. Antworten


Peter Gutknecht

09.12.2009, 16:13 Uhr
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ich sehe in den Analysen kein "arrogantes Städtergeschwätz". Ziel der Analysen war ja, zu zeigen, dass die Stimmbürger, wären sie bloss informiert gewesen, der Parole der SP/CVP/FDP gefolgt wären. Diese Parteien müssen ja irgendeine Erklärung bringen, um ihre Wähler nicht zu verlieren. - Nun müssen diese Parteien sich eine neue Ausrede einfallen lassen - oder über ihren Schatten springen. Antworten


joe walz

09.12.2009, 16:09 Uhr
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was zu beweisen war....und bei der nächsten abstimmung würden vermutlich über 60% ja stimmen dabei rauskommen.... Antworten



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