Schweiz
Die Muslime und das tumbe Schweizer Landvolk
Von Markus Schär. Aktualisiert am 09.12.2009 82 Kommentare
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Die Städter sahen durch ihre Soziologen-Brillen sofort klar: Das tumbe Volk auf dem Land stimmte aufgrund von «diffusen Ängsten» gegen die Minarette, obwohl es Muslime nur aus dem Fernsehen und dank dem gelegentlichen Ausflug in die grosse Stadt kennt. «1,5 Millionen Schweizer haben Ja gestimmt. Das ist eine Minderheit unter den über sieben Millionen Einwohnern unseres Landes», belehrte der bekennende Verfassungspatriot und Filmemacher Samir im «Tages-Anzeiger» seine Leserschaft in Downtown Switzerland: «Aus den Statistiken kommt zum Ausdruck, dass diese 1,5 Millionen hauptsächlich auf dem Land wohnen und daher auch fast keine Muslime kennen.»
Muslime von nebenan
Der Kehrreim zog sich durch die Kommentare der Chefredaktoren. Die Schweizer hätten nicht gegen die Muslime von nebenan gestimmt, stellte der «Blick» fest: «Sonst hätten nicht gerade Kantone wie Genf und Basel, die mit islamischen Parallelgesellschaften tatsächlich in grösserem Ausmass konfrontiert sind, Nein gesagt zur Initiative, während in Appenzell Innerrhoden, wo gerade mal rund 500 Muslime leben, 71,4 Prozent Ja sagten.» Im «Tages-Anzeiger» klärte Res Strehle die Leser mit einer nicht eben klaren Formulierung auf, wenig erstaunlich sei «das Nein (gemeint ist jenes zu den Minaretten, nicht zur Initiative) in jenen Kantonen am deutlichsten, wo am wenigsten Muslime leben, deren Alltag dieses Feindbild auflöst». Und in der «NZZ am Sonntag» lehrte Felix E.?Müller noch eine Woche nach der Abstimmung: «In der Tendenz ist das Ja stärker ausgefallen, je geringer der konkrete Kontakt mit Muslimen ist.»
Dabei lag da schon eine Studie der fleissigen Statistiker des Kantons Zürich vor, die das Gegenteil belegt. Grundsätzlich sind Aussagen zu den Muslimen in der Schweiz schwierig, denn niemand weiss genau, wie viele es von ihnen eigentlich gibt. Die letzten Daten stammen von der Volkszählung 2000, aber selbst da raten die Statistiker zu Vorsicht. Vor bald zehn Jahren gaben 311?000 Personen an, dem muslimischen Glauben anzugehören. Diese Zahl dürfte in der Zwischenzeit weiter gestiegen sein. Zwar ging aufgrund der neuen Ausländerpolitik die Zahl der Einwanderer aus den muslimisch geprägten Ländern wie der Türkei, Kosovo, Mazedonien und Bosnien-Herzegovina zurück. Aber anderseits nahm der Bestand an Menschen aus diesen Ländern auch ab, weil viele von ihnen das Bürgerrecht bekamen. Beim Erraten einer Zahl, wie viele Muslime heute in der Schweiz leben, einigten sich die Experten so auf: «nicht mehr als 400?000». Die Zürcher Statistiker stützten sich auf die offiziellen Zahlen von 2000. Und sie kamen damit zu einem überraschenden Befund: «Ein höherer Muslimanteil scheint mit einer sehr geringfügig erhöhten Zustimmung zur Minarett-Initiative ceteris paribus (bei gleichen Bedingungen) einherzugehen.» Das heisst: Wer mit vielen Muslimen in der Nachbarschaft zusammenlebt, stimmte der Minarett-Initiative eher zu. Das zeigt eigentlich schon ein Blick auf die Karte: Einerseits stimmte Schwamendingen, mit 37 Prozent Ausländern, als einziger Zürcher Stadtkreis der Initiative mit 55 Prozent zu. Anderseits gab es die tiefsten Ja-Anteile in den Gemeinden an der Goldküste, wo kaum Muslime wohnen (können).
Wie steht es mit dem Zusammenhang von Anteil der Muslime und Ablehnung der Minarette im Thurgau? Selbstverständlich gibt es hier Gemeinden, die das Klischee der Städter bestätigen. So verzeichnete Braunau als einzige Gemeinde, wo sich bei der Volkszählung 2000 niemand zum Islam bekannte, mit 77 Prozent einen der höchsten Ja-Anteile. Dasselbe gilt für die meisten Dörfer, wo vor zehn Jahren höchstens zwei Muslime wohnten, wie Dozwil (80 Prozent), Raperswilen (80 Prozent) oder Schönholzerswilen (77 Prozent). Aber schon da gibt es Gegenbeispiele: So meldeten Stettfurt (zwei Muslime) und Thundorf (ein Muslim) mit 63 beziehungsweise 67 Prozent eher tiefe Ja-Anteile. Im Thurgau zeigt sich denn auch ein ähnliches Bild wie am Zürichsee: Die wohlhabenden Pendlergemeinden um Frauenfeld, aber auch Bottighofen und Gottlieben (51 Prozent), wo wenige Muslime leben, stimmten der Initiative unterdurchschnittlich zu.
Kritiker liegen völlig falsch
Vor allem aber erlebt eine Überraschung, wer sich mit der muslimischen Bevölkerung im Thurgau beschäftigt: Die überheblichen Kritiker des tumben Volkes auf dem Land liegen völlig falsch. Bei der Volkszählung 2000 hatte der Thurgau gegenüber dem Schweizer Durchschnitt (4,3 Prozent) einen um fast die Hälfte höheren Anteil von Muslimen – 5,9 Prozent. In vielen grösseren Thurgauer Gemeinden beträgt der Wert mehr als das Doppelte des landesweiten Schnitts, so in Romanshorn (11 Prozent), Salmsach (10 Prozent), Amriswil (10 Prozent), Kreuzlingen (12 Prozent) oder Rickenbach (11 Prozent). Und die Spitzenreiter, Kradolf-Schönenberg (12 Prozent) und Bürglen (14 Prozent) haben den doppelten Muslim-Anteil der Städte Zürich oder Basel. Beim Stimmverhalten lässt sich kein Muster erkennen: Bürglen mit 14 Prozent und Bussnang mit 1 Prozent Muslime nahmen die Initiative mit je 77 Prozent an.
Städter-Geschwätz
Und auf jeden Fall gilt: Auch in jenen Gemeinden, die wenige Muslime kennen, wussten die Bürger, worüber sie abstimmten, und sie gehen auch anständig mit ihren muslimischen Nachbarn um. So bürgerten Homburg und Neunforn Muslime ohne Probleme ein, in Homburg sogar mit Applaus für die achtköpfige Familie, die sich an der Gemeindeversammlung vorstellte. Und Felben-Wellhausen nahm einen Türken ohne Gegenstimmen auf, den danach der Grosse Rat als islamistischen Fundamentalisten verdächtigte. Was ist also von den soziologischen Instant-Analysen aus der Medienmetropole Zürich zu halten? Nicht viel, es handelt sich dabei um Simpel-Soziologie. Oder noch deutlicher ausgedrückt: um arrogantes Städter-Geschwätz. (ThurgauerZeitung)
Erstellt: 09.12.2009, 16:04 Uhr
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82 Kommentare
ich finde es langsam peinlich wie unsere Regierung siech bemüht Entschuldigungen und Ausreden für das Schweizervolk zu finden. Wir haben abgestimmt und unsere Meinung gesagt- jetzt werden überall Interviews gegeben warum unsere Meinung falsch ist- . Es wird an der Zeit dass sich unsere Regierung an die Spielregeln hält- im Moment verhalten sie sich wie Verräter dem Volk gegenüber. Antworten
@Collina: Es gibt auch ungebildete Akademiker und gebildete Nicht-Akademiker. Ich wehere mich dagegen, dass das Label "Akademiker" für vermeintliche Sachlichkeit herhalten soll. Wer ja gestimmt hat, ist undifferenziert. Das zeigt sich in der Natur dieser Initiative. Das Argument "wehret den Anfängen" ist an intellektueller Peinlichkeit nicht zu überbieten. Antworten
Wie schön, dass sich auch die Gegner der arroganten Sta(d)tistiker nun auf eine Statistik berufen können. Hier beisst sich der Hund in den eigenen Schwanz. Mit stolzgeschwellter Brust rühmen sich die Befürworter ihrer stimmbürgerlichen Mündigkeit - und einige bekennen hier freimütig, ja gestimmt zu haben, weil ihnen der Bundesrat nicht passt. Ich wusste nicht, dass dieser die Minarette brauchte. Antworten
Bin selbst Akademiker und habe mich seit der Abstimmung mit vielen Freunden darüber unterhalten, wie sie gestimmt haben und warum. Zu meinem Erstaunen haben die meisten Ja gestimmt. Weil man dem politischen Islam ein Zeichen setzten soll: wehret den Anfängen! - Die Diskriminierung wird in Kauf genommen (die Katholiken waren auch 100 Jahre diskriminiert, weil sie politiserten). Antworten
War es nun die Dummheit der Wähler oder villeicht doch eher der leider wiedererstarkte Arm des hiesigen Glaubens, welcher offensichtlich über politische Grenzen hinaus seine Schäfchen im Griff zu halten vermag? Sie glauben doch nicht Ihre wahlberechtigten Freunde und Kolleginnen sind alle dumm...aber wissen Sie ob und was Ihre Freundinnen und Kollegen glauben? Der Glaube braucht keine Symbole. :-/ Antworten
Unsere Schweiz ist Weltmeister in Bezug auf Statisiken. Aber wir wissen seit 2000 nicht wieviele Muslime in unser Land eingereist sind? Das kann ja nur perfide Irreführung sein. Leider ist unsere Eidgenossenschaft vollkommen verblödet worden von SP, Grünen, FDP & CVP. Antworten
@Peter Meier sagt:"Es richtet sich gegen die Islamisten, gegen Burkas, gegen Beschneidung von Mädchen, Zwangsheiraten, Ehrenmorde, Gewaltverbrechen." Nein Herr Meier. Tut es nicht. Es ist eine Symbol-Abstimmung die keines der von Ihnen genannten Probleme löst. SVP-Initiativen haben noch nie Probleme gelöst sondern am Kochen gehalten. Sonst könnte man damit nicht mehr politisieren. Antworten
@Heinz Fritschi. Das Problem liegt doch ganz und gar bei unserer Regierung. Diese respektiert den Volksentscheid nicht und kann ihn offenbar nicht interpretieren. Praktisch allen denen ich gesprochen habe, sind, wenn man der Sache auf den Grund geht, der Meinung von Ursula Kaltenbach. Ob das Stimmverhalten von Ursula Kaltenbach jetzt geschickt war oder nicht. Respektiert doch endlich den Menschen! Antworten
@Peter Meier: Um was ging es denn jetzt? Viele Befürworter sagen jetzt, es ging nur um die Minarette. Andere sagen, es ging noch um viele andere Sachen. Wird gesagt, es ging nur um die Minarette damit man nicht als Rassist dasteht, obwohl es doch um andere Sachen ging? Und an alle, die auf den Linken herumhacken: Wie oft hat die SVP schon gelogen, inklusive dem ach so tollen BR Blocher? Antworten
es wäre interessant zu sehen wie bei akademikern der ja stimmenanteil war. ich wette das gebildete leute zu maximum 30 prozent zugestimmt haben. viele schweizer waren schlecht informiert oder liessen sich von der grossen rechtspropaganda manipulieren (plakate etc). Antworten
@Lapino Koch: der Arbeiter wäre also generell dööfer, weil weniger gebildet, als der Banquier (die Krise grüsst), und hat darum gefälligst nichts zu sagen - meeerci. Der Artikel ist ein Highlight in einer Zeit, wo "Experten" als göttlich allwissend gelten. Antworten
@Ursula Kaltenbach Hab ich gleich gemacht wie sie. Nur hab ich vorher meine Muslimfreunde um ihre Meinung gefragt. Diese meinten allerdings, dass ein Minarett für den Glauben nicht nötig sei und der Muezzin meist von den extrem Gläubigen gewünscht wird. Ausserdem mögen die ihre eigenen Landsleute aus den tieferen sozialen Schichten, welche extrem gläubig sind, selber nicht! Interessant? Antworten
Es ist ganz einfach: An jenen Orten wo der Nein-Stimmen-Anteil höher war sind eben viel mehr Schweizer Moslem die eingebürgert wurden als an anderen Orten. Um das zu analysieren braucht es keine Mathematiker oder Statistiker. Nur das Resultat zählt. Ende der Diskussion. Antworten
Statistiken, Erklärungen, Schönreden. Warum versucht der Schweizer sich zu rechtfertigen ?? Es braucht sich niemand zu schämen keine Minaretts haben zu wollen, die Andern wollen keine Kirchen. Die Frage ist nicht, ob es " dort " viele Christen gibt sonder ob das Verbot im Gesetz steht oder nicht und es steht in allen Ländern wo der Islam Staatsreligion ist. Antworten
Leider geht es um mehr als 'arrogantes Städter-Geschwätz.' Offenbar ist es möglich, viele Muslime zu kennen, ja sogar nett zu finden und dennoch islamfeindlich zu sein. Wenn der Alltag die Grundsätze nicht zu beeinflussen vermag, ist das oft gehörte Integrationsmantra "Man muss einander einfach besser kennen lernen" Wunschdenken. Antworten
Unglaublich wieviel jetzt wieder palavert wird. Wir haben abgestummen und Punkt. Das Ja ist die Quintesenz aus der gescheiterten Integrationspolitik der letzten Jahrzehnte. Es richtet sich gegen die Islamisten, gegen Burkas, gegen Beschneidung von Mädchen, Zwangsheiraten, Ehrenmorde, Gewaltverbrechen. Aber sicher nicht gegen gut integrierte Mitmenschen muslimischen Glaubens. Antworten
Die Irritation, nicht nur jene in der Folge der Abstimmung zur Minaret-Initiative, rührt nicht von daher, dass wir nicht wissen, wie wir mit dem uns Fremden, z.B. dem Islam bzw. den Muslims, umgehen sollen. Irritierend ist, dass wir nicht mehr über jenes kulturelle Selbstvergeswisserungswissen verfügen, welches uns von dem unterscheidet, wovor wir Angst haben. Wir sind von uns selbst irritiert. Antworten
Es ist vielleicht noch zu bemerken, dass zwischen Bildungsstand und Wohnort wohl auch ein Zusammenhang besteht. Demnach spricht der Unterschied zwischen Schwamendingen und Goldküste wohl Bände. Die Annahme des tumben Schweizervolks bleibt also bestehen. Antworten
Der Islam ist eine grundlegend eine Religion, die mit der modernen technisierten Welt nicht zurrecht kommt. Ein noch grösseres Problem ist, dass der Islam sich als die einzig wahre Religion betrachtet, und somit alle anderen ungläubig sind. Jeder Moslem der bei uns zur Glaubensausübung ein Minarett braucht, soll in einem anderen Land sein Glück versuchen. Solche Leute brauchen wir nicht. Antworten
In diesem Bericht geht es doch nicht um eine Statistik oder Umfrage.....Lesen müsste man mal richtig.... Auch wenn die Daten auf einer Statistik alter Erhebungen basieren Der gute Mann hat doch nur kritisch hinterfragt und einige auch gute Beispiele gebracht, dass nicht pauschal von Stadt/Land geredet werden kann. Antworten
minarette passen weder ins stadtbild und schon garnicht ins dorfbild !!!! so einfach ist das !!!jeder bauherr, kann ein lied singen ueber bauvorschriften !!! die dachform, ziegeleindeckung, dachflaechenfenster, solaranlage, farbgebung, gartenpavillon, ect, ect , wird abgesegnet oder auch nicht !!! seltsamer weise sind minarette bewillgt worden !!! waren da anfaenger oder duckmaueser am werk ?????? Antworten
Ich bin wirklich überrascht mit welchen Titeln aus der untersten Schublade sich die Schweizer beehren. Zu einem äussert wünschenswerten, gegenseitigen Entgegenkommen zu einer Einigung (Kitt) der Bürger trägt so ein m....s Vorgehen mit Sicherheit nicht bei, das Gegenteil trifft schon eher zu Antworten
Danke, Ursula Kaltenbach, dass wir es auch aus dem Mund einer Ja-Stimmerin hören: Es ging vielen gar nicht um Minarette, sondern darum, der Obrigkeit eins auszuwischen. Hätten hingegen alle sachlich abgestimmt, wäre das Minarett-Verbot wohl kaum durchgekommen. Diese Abstimmung war eine Farce, das Resultat ist einfach nur peinlich. Antworten
@U. Kaltenbach: sie sehen selbst ein, dass ihre Ja-Stimme "nicht geschickt" war und trotzdem haben sie es getan weil sie genug von unserer Regierung haben!? Sie berauben ihre sogenannten Freunde von Rechten, weil sie sich gegen Gadaffis Machtspiele wehren woll? Ich sehe nicht ganz, wie ihr Plan aufgehen soll! Auf jedenfall braucht man keine Feinde, wenn man sie als Freundin hat! Antworten
Also ich wohne im besagten Mostindien ... unmittelbar umgeben von zwei Freikirchen, die protestantische Kirche und noch die katholische Kirche. ca 5' mit Velo und schon wieder zwei Freikirchen. Wie hoch war der Ja Anteil? Weniger als 70%? Dann sind wohl einige Kirchengaenger nicht waehlen gegangen. :-)) Bald werden Obelix's Hinkelsteine als Minarettrohlinge hier im Dorf verboten. Antworten
@daniel schweri: Ausländer (oft Moslems) und Linke zieht es tendenziell in Städte. Dass deren Anteil dort deutlich höher ist als im CH-Schnitt erklärt die Abstimmungsresultate: die einen stimmten nein, weil sie direkt betroffen sind, die anderen oft aus dogmatischen Gründen. PS: wenn ein Artikel mal wohltuend aus dem Mainstream ausbricht, sollte man nicht gleich die Info-Quelle wechseln ;-) Antworten
Ich finde es bemerkenswert, dass Tage und Wochen lang über das Minarett etc. diskutiert wird. Auch finde ich toll wie man einmal die Statistik ins Visier nimmt. Aber wieso diskutiert man hier solange? Als es um die biometrischen Pässe und die Totalüberwachung ging und das Resultat massiv knapper war, liess man, inkl. Intellektueller Elite, die Regierung gewähren und lieferte seine Daten aus. Antworten
Schon lustig zuzuschauen, wieviele Lügen nun an die Oberfläche gespült werden. Möglicherweise hilft das Internet dem normalen Bürger sich gegen die Lügenwelt der Medien und "politischen Elite" durchzusetzen. Schön wär's. Die lächerlich-hysterische Reaktion der vereinigten Gutmenschen gegen das "dumme Volk" lässt jedenfalls Gutes erwarten. Antworten
@daniel schweri - seien Sie doch nicht so kindisch - der Artikel belegt klar, dass das Geschwätz der schlechten Verlierer ihrem Wunschdenken und nicht sauberen Analysen entsprach. Dass Genf mehrheitlich links wählte ist keine Überraschung. In Zürich die privilegierten Goldküstenbewohner, die Pseudo-Toleranten. Ansonsten breite Annahme in allen Regionen. dem Tagi ein Lob für den Artikel Antworten
Ich habe JA gestimmt. Nicht aus religiösen oder symbolischen (Herrschaftsanspruch) Gründen. Sondern weil ich tagtäglich (Nachbarn, Beruf) mit vorwiegend aus dem Balkan und der Türkei Zugezogenen zu tun habe. Herr Kreis et al. können sich keine Vorstellung machen, was da gelogen und betrogen wird, wenn es darum geht, unsere Sozialwerke auszunehmen. Dort gilt als dumm, wer nicht provitiert! Antworten
Das ist die selektive Wahrnehmung des Autors. Aus wenig fundierten Statistiken lässt sich alles ableiten. Die Motivation ist offensichtlich: Da gab es noch eine offene Rechnung mit ehemaligen Berufskollegen aus der grossen Stadt. Der Seitenhieb an den jetzigen Chefredaktor war deutlich. Antworten
wir sind die diskussionen um das bauverbot von minaretten eigentlich leid. 1. glaube nur einer umfrage, die du selbst erstellst und auswertest 2. ist die entscheidung gemacht und somit sind diskussionen hinfällig wenn jetzt nur noch unsere leute in bern lernen, hinter dem souverän zu stehen. sie bestätigen einmal mehr: sie verdienen unser vertrauen nicht. Antworten
Auch ich habe ja gestimmt und zwar nicht etwa weil ich etwas gegen Muslime hätte, ich hab sogar muslimische Freunde, sondern weil ich genug von unseren Politiker und der Regierung habe. Die Regierung macht was ihr gefällt und kriegt den Reichen, der Industrie, der EU und Gadaffi in den Allerwertesten. Dagegen habe ich gestimmt. Ich weiss das war nicht geschickt, aber wie soll man sich noch wehren? Antworten
Schlechter Versuch mit Pseudobeispielen eine Tatsache zu wiederlegen. Die Aussage an der Goldküste würden kaum Muslime wohnen zeugt von schlechter (oder keinerlei?) Recherche. Ich bin Stolz auf unsere Goldküste die beinahe komplett (Ausnahme das kleine Uetikon) Nein gestimmt hat! Antworten
Dass die Landkantone ihre Meinung haben, ist korrekt. Sie sollten nur auf die Quersubventionierungen der Städte wie NFA etc. verzichten. Denn sie machen den Städten durch diese Mentalität auf Zeit die Existenz kaputt . Geneve Internationale, Forschungsplatz Basel oder Finanzstandort Zürich. Antworten
In meinem Umfeld haben auch viele eingebürgerte Ausländer Ja gestimmt. Deshalb würde es mich wundern, wie hoch die Ja Quote bei den eingebürgerten Schweizern und den Secondos war. Viele gut integrierte Ausländer, eingebürgerte Schweizer und Schweizer ausländischer Herkunft (deren Gross- oder sogar Urgrosseltern Ausländer waren) stehen nicht integrierbaren Ausländern sehr kritisch gegenüber. Antworten
Der differenzierende Unterschied hat mit der selektiven Informationsbeschaffung zu tun: man hoert was man hoeren will. Dies wird nicht nur aus dem Abstimmungsverhalten deutlich, sondern umsomehr anhand der Kommentare danach. Wenn die Ablehnung von Minaretten gleichgestellt wird mit der Ablehnung von Moscheen oder Gebetshaeusern, dann hat man schlichtwegs seine Aufgaben nicht gemacht. Antworten
ich bin auf dem land gebohren. heute lebe ich schon lange in der stadt. ich spreche beide sprachen - die vom land und die der städter. die städter sind manchmal zu oberflächlich um das land zu verstehen. sie hätten wissen sollen, dass ein bauer sich viel mehr überlegt, also nur eine luftblase an gedanken zu haben, bevor er zur stimm-tat schreitet. es diversifizierte, strukturierte gedanken. Antworten
Arrogantes Städtergeschwätz?! Dass in den Städten der Ja-Anteil zur Initiative niedriger war, ist Fakt, auch wenn sich durch sorgsam ausgewählte Einzelfälle ein klares Bild vernebeln lässt. Wenn ich noch häufiger, solche unqualifizierten Artikel hier lesen muss, dann suche ich mir eine andere Informationsquelle. Antworten
In meinem Wahlkreis gab es ja dort wo es viele hat, ein nein bei Gemeinden wo die Steuern tief sind. Ich glaube auch, dass die Pendler eher ja gestimmt haben. Eigentlich hätte man darüber abstimmen sollen ob die im Bundeshaus ausgewechselt werden sollen. Wer sich so schlecht vorbereitet auf Einwanderer ist nicht Regierungsfähig. Jede private Gastgeberin könnte das besser. Antworten
Es ist ganz offensichtlich, dass man in Zukunft eher die objektive Thurgauer-Zeitung abonnieren sollte, als die Zeitungen, die den profilneurotischen Botschaftern Raum gewährten, um das Volk für dumm und blöde zu verurteilen. Schlimmer sind nur noch die 26 Klub-Intellektuellen: Für sie gilt, dass sie wahrscheinlich zu wenig intelligent sind, um zu erkennen, dass sie keine Intellektuellen sind! Antworten
Das die Eliten irren, wissen wir schon lange. Es genügt z.B. ein Blick nach Pratteln. Dort gibt es das Längi-Quartier mit 70% Muslimanteil. Pratteln stimmte überdeutlich der Initiative zu, deutlich mehr als die umliegenden Gemeinden mit weniger Muslimen. Das ist der Fakt. Wenige Muslime sind o.k. und passen sich an. In Massen will sie niemand. Warum? Weil keiner in einem Muslimghetto leben will. Antworten
Das ist wieder einmal ein Paradebeispiel dafür, wie man keine Statistik betreiben sollte. Mit einzelnen Gemeinderesultaten kann man alles oder gar nichts beweisen! Wer sich einen Ueberblick machen will, sollte die Karte anschauen, die der Tagi nach der Abstimmung publiziert hatte. Die Verteilung der roten und grünen Flecken sagt vieles aus. Alles, was mehr ins Detail geht ist unseriös. Antworten
Das auf dem Land durchwegs negativer abgestimmt wurde, kann auch dieser nette Artikel nichts ändern. War sehr kompliziert geschrieben und die ganzen Zahlen verwirren ganz schön. Vielleicht wäre es auch mal einen Artikel wert, warum in den ländlichen Kantonen die Abstimmung deutlicher ausgefallen ist. Aber dann müsste man sich mit dem Thema befassen. Ist wahrscheinlich zu anstrengend. Antworten
die integrierten muslime sind kein grosses problem,schwierig ist es bei den parallelgesellschaften, die am liebsten die scharia anwenden würden. das thema wird uns noch mehrere jahre beschäftigen, v.a. bin ich gespannt, wie die jungen abstimmen werden, die die pausenplatzaggressionen am eigenen leib erfahren haben. demographisch gibts no chance, da die mehrheit der neugeborenen muslime sind Antworten
Mit Aussagen wie "arrogantes Städter-Geschwätz" wird der Stadt-Land-Graben sicher gekittet... NOT! Ich bin im Thurgau aufgewachsen, aber dieser Kanton kann mir inzwischen gestohlen bleiben. Es gibt sehr wohl eine Korrelation zwischen der Einwohnerzahl von Landgemeinden und der Dominanz der SVP, ob in Wuppenau oder Hagenbuch - und das war relevant für den Entscheid an der Urne. Nicht böse Muslime. Antworten
Auch wenn in dem Artikel gebetsmühlenmässig behauptet wird, die armen Thurgauer hätten anders gestimmt, stimmt generell gesehen die Aussage "Je höher der Anteil von Bevölkerung aus dem Balkan oder islamischen Ländern umso höher der Nein-Anteil bei der Minarett-Initiative" halt doch. Denn es ist ein altes Gesetz, dass Unbekannte eher Angst einflösst . Auch im Thurgau., Antworten
"arrogantes städtergeschwätz" zeugt wohl von arroganz beim autor (aber er kann ja auch lateinische ausdrücke einwerfen, ergo ;-) hält er sich für gebildet). zum thema: diese analysen - wie auch die prognosen vor der abstimmung zeigten - taugen zu wenig. zudem sollte man statt der resultatsanalyse, die problemanalyse angehen (sofern es eines ist) und die integrationsbemühungen fortsetzen. welcome! Antworten
Es ist doch auffallend, wie unterschiedlich zwischen Stadt/Land, Romandie/Suisse toto abgestimmt wird! Was früher durchaus Sinn machte, kleinen, bevölkerungsarmen Kantonen eine Standesstimme zuzugestehen, erweist sich aus heutiger Sicht kontraproduktiv. Das bevölkerungsarme Land überstimmt die bevölkerungsreiche Stadt! Ein Anachronismus ohnegleichen! Antworten
Das ist ein interessanter Artikel, auch wenn er trotz aller Differenziertheit offen lässt, warum das Minarett Verbot, das ja "nur" in die Baurechtsordnung eingreift, zu einem Votum über den Islam in der CH ausartete. Der Autor nimmt das einfach an, obwohl die Minarettverbots-Befürworter keine Gelegenheit auslassen zu beteuern, ihr Anliegen richte sich eben nicht gegen den Islam als Religion... Antworten
Wieder einmal ein dankeschön dem Tagi . Wahrscheinlich seit ?hr die einzigen in der Medienlandschaft , die diesen Bericht publizieren . Bravo , hoffentlich lesen die sogenannten selbsternannten Experten/ Politologen / Bundesraete etc. diesen Bericht ! Antworten
Too little too late. Die Welle der Empörung gegen die Eliten, wird dadurch nicht abnehmen, im Gegenteil. Nicht das es mir passen würde, aber so ist es halt nun. Diesselbe Watsche werden diese auch noch einstecken müssen, wenn Ihnen klar wird, wieviele CH-ler wirklich Multi-Kulti leben wollen (ich denke nicht viele...ausser wer natürlich davon profitiert...und wer vom Fussvolk tut das schon). Antworten
Gut gibt es noch hinterfragende, kritische Journalisten. Dass man nicht einfach Behauptungen als Fakten darstellen kann, sondern dass Zeitungen kritisch hinterfragen, finde ich sehr gut. Es gibt noch viele andere, ständig wiederholte Behauptungen, die als Tatsachen verkauft werden. Z.B. vorwiegend gut ausgebildete Ausländer kommen dank der Personenfreizügigkeit u.v.m. Nachfragen wäre interessant. Antworten
ich sehe in den Analysen kein "arrogantes Städtergeschwätz". Ziel der Analysen war ja, zu zeigen, dass die Stimmbürger, wären sie bloss informiert gewesen, der Parole der SP/CVP/FDP gefolgt wären. Diese Parteien müssen ja irgendeine Erklärung bringen, um ihre Wähler nicht zu verlieren. - Nun müssen diese Parteien sich eine neue Ausrede einfallen lassen - oder über ihren Schatten springen. Antworten
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Thomas Heitmann
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