Schweiz
Die Sommersaison ist nicht mehr zu retten
Aktualisiert am 23.07.2012 82 Kommentare
Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus.
Frostiger Start in die Woche
Es geht gegen Ende Juli zu, und trotzdem sind am Morgen bei Schweizer Messstationen unter 800 Metern über Meer vielerorts Temperaturen unter 8 Grad gemessen worden. In Ebnat-Kappel SG im Toggenburg zeigte das Thermometer nur gerade 4,8 Grad. Im Flachland war es in Tänikon TG mit 5,8 Grad am kühlsten. Auf dem Flugplatz Belpmoos bei Bern wurden 6 Grad registriert, in Altdorf im Urner Reusstal sowie in Chur je 7,5 Grad. In den Alpen war es um 6 Uhr morgens noch kälter. So wurden in Buffalora GR am Ofenpass minus 2,8 Grad gemessen. Diese Station war schon letzten Winter bekannt gewesen für Tiefsttemperaturen. In Samedan GR im Engadin war es minus 2,5, in Ulrichen VS im Goms 0,8 und in Arosa GR 1,6 Grad kalt. Grund für den kalten Julimorgen ist die eingeflossene Polarluft verbunden mit einer windstillen Nacht. Laut dem Wetterdienst gehen die Temperaturen in den kommenden Stunden und Tagen nun nur noch stetig nach oben.
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«Wir haben für die Sommerkampagne zwar das Motto 'Wasser' gewählt, aber das war natürlich nicht in Form von Regen gemeint», sagte Jürg Schmid im Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung». «Es wird ein schlechter Sommer», prognostizierte der Direktor von Schweiz Tourismus auch im Interview mit der «Aargauer Zeitung».
Eine Wende sieht er noch nicht. «Wir stecken in einem schwierigen Sommer, und der kommende Winter wird maximal eine stagnierende Zahl Logiernächte bringen», so Schmid im Gespräch mit der NZZ. «Die jetzt wieder leicht stärkeren Währungen wie Pfund und Dollar sind ein Hoffnungsschimmer.»
Zu viele Hotels
Selbst wenn sich der Wechselkurs entspannt, wird sich dies erst mit einer Verzögerung von vier bis sechs Monaten auswirken, führte der Direktor von Schweiz Tourismus in der «Aargauer Zeitung» aus. Zudem müssten Schweizer Hotels im internationalen Vergleich unabhängig vom Kurs deutlich teurer produzieren.
Die Angebote in der Schweiz beurteilt Schmid aber mehrheitlich als gut. «Es ist wie in anderen Branchen auch: Ein Drittel ist wirklich spitze, ein Drittel ist gut und ein anderes Drittel der Anbieter müsste sich bewegen oder aus dem Markt austreten», sagte Schmid in der «Aargauer Zeitung».
Ohnehin gibt es für ihn momentan zu viele Hotels. Die neue Ausgangslage mit dem starken Franken führe zu einem Strukturwandel. «Es braucht nun Fusionen von Hotels, denn es gibt zu viele kleine Betriebe. Fast 60 Prozent der alpinen Hotels haben 20 oder weniger Zimmer», sagt er der «NZZ». Zudem brauche es eine noch bessere Servicequalität. Schweiz Tourismus lanciert darum einen Kampagne, mit der das freundlichste Hotel gesucht wird. (ses/sda)
Erstellt: 23.07.2012, 10:17 Uhr
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82 Kommentare
Viele Betriebe sind wie Herr Schmid der fatalen Meinung, Qualität und Gastfreundlichkeit seien mit Billigst-Personal aus dem Ostblock oder Afrika zu machen. Gerade gestern abend in einem mittleren Hotel im Berner Oberland wieder erlebt. So geht es einfach nicht,
In anderen Ländern stammt das Personal aus der Gegend und weiss genau, woher der Wohlstand kommt und wie man sich dafür verhalten muss.
Antworten
wir hatten uns gedacht, lass uns den CH tourimsus unterstützen. aber was wir von einer nicht CH-geschäftsleitung als zimmer vorgesetzt erhielten, schleckt auch keine friedlich muhende kuh mehr weg. es war eine affront an den kunden. es liegt nicht am regen oder nur am hohen franken. es ist der mangelnde service und die fehlende qualität bzw. krassen mängel. schweiz tourismuss redet hier schön! Antworten


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