Die erste SVP-Sektion sagt Ja zu Ecopop

Im Baselbiet hat die SVP am Donnerstagabend die Ja-Parole zu Ecopop beschlossen. Eine entscheidende Rolle spielte der pensionierte Ex-Banker, Wirtschaftsprofessor und SVPler Hans Geiger.

Umstritten. Die nationale SVP ist gegen Ecopop, nun schert der erste Kanton aus.

Umstritten. Die nationale SVP ist gegen Ecopop, nun schert der erste Kanton aus. Bild: Peter Schneider/Keystone

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Es ist immer wieder Hans Geiger. Wo er auftritt, da wird es knapp für die Gegner von Ecopop in der Volkspartei. Bei den Delegierten in Zürich reichte es Geiger noch knapp nicht, am Donnerstagabend feierte er nun seinen ersten Erfolg: Mit 63 zu 57 Stimmen hat die Baselbieter SVP die Ja-Parole zu Ecopop beschlossen. Geiger habe mit seiner Eloquenz viele Sympathien gewonnen, heisst es in der «Basellandschaftlichen Zeitung». Der Vorstand der Kantonalpartei hatte für ein Nein plädiert, drang damit aber nicht durch. Auch amtierende Landräte wie Andi Trüssel und Patrick Schäfli stimmten gegen den Vorstand.

Unterstützung in der Basis

In der Basis der SVP stösst die Ecopop-Initiative auf grosse Sympathien. Eine Umfrage von «20 Minuten» von Beginn dieser Woche ergab nicht nur eine grundsätzliche Zustimmung der Schweizer Bevölkerung zu Ecopop, sondern auch eine besonders grosse Unterstützung innerhalb der SVP: 84 Prozent der SVP-Wähler gaben in der Umfrage an, für Ecopop zu stimmen. Insgesamt nahmen 13'397 Personen an der Onlinebefragung von «20 Minuten» teil. Ein weiteres Indiz auf die Chancen der Initiative ist für heute Nachmittag zu erwarten, wenn GFS Bern die erste Umfrage zu den eidgenössischen Abstimmungen veröffentlicht.

In der Ostschweiz grosse Chancen

Bei der Parteispitze der SVP wird man vom Baselbieter Ja nicht weiter überrascht sein. Parteipräsident Toni Brunner hat schon mehrfach durchblicken lassen, dass es in einzelnen Sektionen wohl ein Ja geben könnte. «Wir haben ein Problem mit der enormen Zuwanderung», sagte er dem «Tages-Anzeiger» am Mittwoch, «dass an unserer Basis Sympathien für die Initiative vorhanden sind, ist darum nicht aussergewöhnlich.»

Vor allem in der Ostschweiz hat die Initiative grosse Chancen, wie das «St. Galler Tagblatt» heute aufzeigt. Man werde die Mitglieder der Partei keineswegs zu einem Nein drängen, sagt etwa Ruedi Eberle, Präsident der ausserrhodischen SVP: «Ich weiss selbst noch nicht, ob ich am Ende doch ein Ja einlegen werde.» (los)

Erstellt: 24.10.2014, 09:23 Uhr

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