Schweiz
Gewaltdelikte von Frauen haben sich verdoppelt –
in nur sechs Jahren
Weniger Mordopfer wegen der Medizin
Eine interessante Erklärung hat Psychiater Sachs, warum die Mordrate in den letzten Jahren rückläufig ist. Es gäbe nicht weniger Tötungsdelikte, aber die Opfer kämen wegen der Fortschritte in der Medizin häufiger lebend davon als früher, sagt der Experte auf sonntagsblick.ch. Die Zahlen geben ihm Recht. Vor sechs Jahren überlebten bei 213 Mordversuchen 127 Personen. Fünf Jahre später kamen bei gleich vielen Tötungsdelikten bereits 152 lebend davon - also 25 mehr.
Das zeigt sich auch in der Krimininalstatistik. 2002 wurden 589 Frauen wegen Körperverletzung angezeigt, 2008 - nur sechs Jahre darauf - waren es bereits 1'121. Das entspricht einer Zunahme von beinahe hundert Prozent, wie der «SonntagsBlick» berichtet.
Auch bei der häuslichen Gewalt ist eine Zunahme von gewalttätigen Frauen, die ihre Männer schlagen, zu verzeichnen. Für den Kriminologen Christian Schwarzenegger von der Universität Zürich ist die Emanzipation ein möglicher, aber nicht der einzige Faktor für diese Zunahme. Studien, so der Kriminologe zeigten auf, dass der Frauenanteil an allen Straftaten sich seit der Emanzipation verdoppelt hat.
«Böse Frauen als Vorbilder»
Der Gerichtspsychiater Josef Sachs nennt als weiteren Grund für die Zunahme von gewalttätigen Frauen, dass im Film und auf Videospielen vermehrt böse Frauen auftauchen. Diese, so der Psychiater, übernähmen dabei eine Vorbildrolle. Beide Experten betonen aber, dass nach wie vor die grösste Gewalt von Männern ausgeht. (bru)
Erstellt: 13.09.2009, 08:13 Uhr
Schweiz
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




