Schweiz

Doris Fiala verzichtet auf Teil ihres Lohnes

Aktualisiert am 20.03.2012 54 Kommentare

Der «Tages-Anzeiger» machte publik, dass die FDP-Nationalrätin als Präsidentin der Aids-Hilfe Schweiz 50'000 Franken verdient. Nun akzeptiert sie weniger Lohn.

Verzicht auf 20'000 Franken: Doris Fiala. (28. Februar 2012)

Verzicht auf 20'000 Franken: Doris Fiala. (28. Februar 2012)
Bild: Keystone

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Wie der «Tages-Anzeiger» publik machte, erhält FDP-Nationalrätin Doris Fiala für ihr Engagement als Präsidentin der Aids-Hilfe Schweiz 50'000 Franken jährlich. Nachdem sie deshalb in Kritik geraten war, hat sie eingewilligt, das Präsidium für 30'000 Franken pro Jahr auszuüben. Im Gegenzug darf das Hilfswerk das Zewo-Gütesiegel behalten.

Fiala war in die Schlagzeilen geraten, weil sie für diese «Herzensangelegenheit», wie sie das Amt bezeichnete, 50'000 Franken bekommen sollte. Die Zertifizierungsstelle für gemeinnützige, Spenden sammelnde Organisationen (Zewo) entschied heute, dass dieser Betrag deutlich reduziert werden müsse.

Ansonsten sei die Weiterführung des Zewo-Gütesiegels gefährdet, schrieb der Stiftungsrat in einer Mitteilung. Fiala erklärte sich deshalb bereit, auf 20'000 der ursprünglich vereinbarten 50'000 Franken zu verzichten.

Fiala selber habe diesen Betrag vorgeschlagen, sagte Zewo-Geschäftsleiterin Martina Ziegerer auf Anfrage der SDA. Es sei ihr wichtig gewesen, dass die Aids-Hilfe das Gütesiegel nicht verliere. Die Nationalrätin selber war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Keine Extras für die Präsidentin

Gemäss den Bedingungen der Zewo darf die finanziell angeschlagene Aids-Hilfe ihrer Präsidentin neben den 30'000 Franken Entschädigung keine weiteren Gelder wie Sozialleistungen, Pensionskassenbeiträge, Boni, pauschale Spesen oder andere Extras auszahlen.

Zur Kontrolle wird die Aids-Hilfe der Zewo jedes Jahr die revidierte Jahresrechnung vorlegen. Was zu Fialas Aufgaben gehört, wird zudem genau in einem Pflichtenheft festgehalten. Insgesamt dürfte der Arbeitsaufwand für die PR-Unternehmerin rund 430 Stunden pro Jahr betragen. 100 Stunden davon arbeitet sie gratis.

Weil die Aids-Hilfe finanziell angeschlagen ist und sich neu organisieren muss, wird Fiala mehr arbeiten müssen als andere Hilfswerks-Präsidenten. Zeitlich unbegrenzt will die Zewo dieses Zusatzengagement aber nicht dulden.

Zeitlich befristeter Ausnahmezustand

«Wir verstehen, dass die Aids-Hilfe in einer ausserordentlichen Situation ist», sagte Ziegerer weiter. Als Hilfswerk mit Zewo-Gütesiegel müsse man aber aufzeigen können, bis wann man wieder zu einem ordentlichen Betrieb übergehen könne.

Die 30'000-Franken-Vereinbarung gilt deshalb nur bis im Juni 2014 – jenem Zeitpunkt, an dem die Aids-Hilfe finanziell wieder auf sicherem Boden stehen und den Umbau der Organisation abgeschlossen haben will.

Fialas Arbeitsaufwand dürfte sich dann merklich verringern – und dementsprechend dürfte ihre Entschädigung voraussichtlich weiter sinken.

Der Vorstand der Aids-Hilfe Schweiz steht nach wie vor hinter seiner Präsidentin. Das Hilfswerk befinde sich in einer sehr schwierigen finanziellen Lage und sei auf eine führungsstarke und ausgezeichnet vernetzte Präsidentin angewiesen.

(kle/sda)

Erstellt: 19.03.2012, 18:08 Uhr

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54 Kommentare

Markus Hübscher

20.03.2012, 08:09 Uhr
Melden 44 Empfehlung 0

PR-Agentur und Fiala. Hallo? Wie will diese Frau PR-Beratungen anbieten, sie wo mit diesem Aidsdusel alles falsch machte. Sogar der gestrige Auftritt bei Schawinski war eine PR-Katastrophe. Aber eben, Einbildung ist noch keine Ausbildung. Antworten


Nathalia Rothenberger

20.03.2012, 08:06 Uhr
Melden 40 Empfehlung 0

Meiner Meinung nach sind 30'000Fr. immer noch zu viel. Bei 15'000 oder höchstens 20'000 lässt sich reden.
Und die Aussrede mit "Sie müsse mehr arbeiten, als andere Hilfswerk-Präsidenten," ist mehr als fraglich. Sehr sehr viele Menschen arbeiten auch sehr hart und haben keine 50'000 Brutto. Haben die da oben das Gefühl, sie seien die einzigen die arbeiten müssen??
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