Schweiz
Dramatische Zahlen zum Passivrauchen
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Passivrauchen erhöht das Risiko für Herzinfarkt, Lungenkrebs und andere respiratorische Erkrankungen. Das Institut für Sozial- und Präventivmedizin am Schweizerischen Tropeninstitut Basel hat nun eine Studie zu den dadurch entstandenen Kosten herausgegeben. Diese basiert auf der Situation im Jahre 2006, als 84 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz zumindest gelegentlich vom Passivrauchen in der Gastronomie betroffen war.
Gut ein Fünftel der Bevölkerung war in öffentlich zugänglichen Räumen durchschnittlich sogar mehr als eine Stunde pro Tag dem Tabakrauch anderer ausgesetzt. Das führt laut Studie zu 70'000 zusätzlichen Spitaltagen und 3000 verlorenen Lebensjahren. Die damit verbundenen Gesundheitskosten betragen mindestens 420 Millionen Franken. 45 Prozent der Kosten sind auf passivrauchbedingte Herzinfarkte und 29 Prozent auf Lungenkrebsfälle zurückzuführen.
Folgen der Rauchverbote nicht absehbar
Welcher Teil dieser Gesundheitskosten mit der Einführung von Rauchverboten im öffentlichen Raum eingespart werden kann, hängt von der Art des Nichtraucherschutzes ab. Eine Messkampagne in Schweizer Restaurants und Bars hat gemäss der Studie gezeigt, dass die Feinstaubbelastung im Nichtraucherbereich mehr als doppelt so hoch ist wie in einem reinen Nichtraucherbetrieb, selbst wenn nur in einem abgetrennten Raum geraucht wird. Die in den vergangenen Jahren in mehreren Ländern eingeführten Rauchverbote für öffentlich zugängliche Innenräume haben zu einem Rückgang der Spitaleintritte wegen Herzinfarkten von durchschnittlich 16 Prozent geführt, wie es in der Mitteilung weiter heisst.
Die Studie «Gesundheitskosten des Passivrauchens in der Schweiz» wurde aus dem Tabakpräventionsfonds des Bundes finanziert. Neben dem Institut für Sozial- und Präventivmedizin des Schweizerischen Tropeninstituts Basel waren auch das Forschungs- und Beratungsunternehmen Ecoplan in Bern sowie die Lungenliga Schweiz daran beteiligt. (cpm/ap/)
Erstellt: 03.12.2009, 10:53 Uhr




