Dunant vor Einstein

Aktualisiert am 11.01.2010

Die Leser von baz.ch/Newsnet haben entschieden: Der Genfer Visionär ist der grösste Schweizer.

1/10 1. Henri Dunant (1828–1910)
Der Genfer Henri Dunant landete mit 11'949 Punkten auf dem ersten Platz. 1828 in eine fromme Kaufmannsfamilie geboren, lernte er auf einer Bank zwar mit Geld umzugehen. Aber das Engagement seiner Eltern für Arme, Kranke und Vorbestrafte prägte ihn stärker. Dunant hatte sein Schlüsselerlebnis am 24. Juni 1859 auf einem mit Verwundeten und Toten übersäten Schlachtfeld in Oberitalien. In seiner «Erinnerung an Solferino» entwickelte er die Vision neutraler Hilfsorganisationen von Freiwilligen, die Verwundete betreuen. Mit Charisma verbreitete er die Idee, gründete die Vorläuferin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) mit und inspirierte die erste Genfer Konvention von 1864 «betreffend die Linderung des Loses der im Felddienst verwundeten Militärpersonen». Drei Jahre später machte der Unternehmer Pleite und wurde aus Genf und dem Komitee verstossen. Hätte Dunant 1901 nicht den ersten Friedensnobelpreis erhalten, wäre der Gründer der Rotkreuzbewegung 1910 in Heiden AR völlig vereinsamt und verarmt gestorben.

   

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2039 Teilnehmer

Das Rating (2039 Teilnehmer) war online vom 8. bis 11. Januar online. Leserinnen und Leser konnten einem Kandidaten jeweils ein bis zehn Punkte vergeben.

Bei der Leserwahl von Schweizerinnen und Schweizern von historischem Format schwingt Henri Dunant mit 11'949 Punkten obenauf. Knapp dahinter folgt der geniale Physiker Albert Einstein (11'653 Punkte). Der dritte Platz geht an Alfred Escher, dem einzigen Tycoon der Schweiz.

Dunant (1828–1910) galt als untypischer Schweizer. 1828 in eine fromme Kaufmannsfamilie geboren, lernte er auf einer Bank zwar mit Geld umzugehen. Aber das Engagement seiner Eltern für Arme, Kranke und Vorbestrafte prägte ihn stärker. Dunant hatte sein Schlüsselerlebnis am 24. Juni 1859 auf einem mit Verwundeten und Toten übersäten Schlachtfeld in Oberitalien.

In seiner «Erinnerung an Solferino» entwickelte er die Vision neutraler Hilfsorganisationen von Freiwilligen, die Verwundete betreuen. Mit Charisma verbreitete er die Idee, gründete die Vorläuferin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) mit und inspirierte die erste Genfer Konvention von 1864 «betreffend die Linderung des Loses der im Felddienst verwundeten Militärpersonen». Drei Jahre später machte der Unternehmer Pleite und wurde aus Genf und dem Komitee verstossen. Hätte Dunant 1901 nicht den ersten Friedensnobelpreis erhalten, wäre der Gründer der Rotkreuzbewegung 1910 in Heiden AR völlig vereinsamt und verarmt gestorben. (ah)

Erstellt: 11.01.2010, 15:21 Uhr

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