Schweiz
EDA sucht Schweizer auf Haiti
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Spenden für Haiti
Die Glückskette organisiert am 21. Januar einen nationalen Sammeltag zugunsten der Opfer des Erdbebens auf Haiti. Bis am Donnerstagnachmittag hat die Glückskette bereits Spendenzusagen in der Höhe von 615'000 Millionen Franken erhalten.
Am nationalen Sammeltag können von 6 Uhr früh bis Mitternacht über die Gratis-Telefonnummer 0800/87'07'07 Spenden angemeldet werden, wie die Glückskette in einer Mitteilung schreibt.
Spenden sind auch jederzeit online oder auf das Postkonto 10-15000-6 (Vermerk «Haiti») möglich - Einzahlungsscheine der Glückskette liegen auf jeder Poststelle auf. Ausserdem können Spenden auch via SMS überwiesen werden: SMS mit Vermerk «Haiti» (Betrag) an die Kurznummer 363.
Der Spendenaufruf geschieht in enger Zusammenarbeit mit 15 Partnerhilfswerken, wie die Glückskette weiter schreibt. Diese seien zum Teil seit Jahren vor Ort tätig und könnten nun mit ihren lokalen Partnern sehr schnell reagieren.
Nach dem schweren Erdbeben in Haiti hat die Schweiz am Donnerstag ein zweites Expertenteam in die Region geschickt. Die Gruppe von 12 Experten ist am Morgen von Zürich in Richtung Dominikanische Republik abgeflogen. Von dort wollte das Team auf dem Landweg in das benachbarte Haiti reisen.
Die Spezialisten werden sich vor allem mit Wasser- und medizinischer Versorgung sowie mit Notunterkünften befassen, wie Toni Frisch, Chef des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH), sagte. Ein sechsköpfiges Abklärungsteam war bereits in der Nacht auf Donnerstag im Katastrophengebiet eingetroffen.
Schweizer auf der Insel schwierig zu erreichen
Mit den Experten reisen vier Mitglieder des EDA-Interventionspools bei Krisen. Das sagte der Sprecher des Eidgenössischen Departments für auswärtige Angelegenheiten EDA, Georg Farago. Sie würden ebenfalls am Freitag in Port-au-Prince erwartet.
Die Diplomaten, die aus Bern, Paris und Lima anreisten, sollen das Team der Schweizer Botschaft in der haitianischen Hauptstadt verstärken. Dieses versucht, die in Haiti bei der Botschaft gemeldeten 178 Schweizerinnen und Schweizer zu erreichen.
Hotline für Angehörige eingerichtet
Angaben, dass es der Botschaft bis Donnerstagabend gelungen sei, mit rund der Hälfte der Schweizer Bürger Kontakt aufzunehmen, wollte Farago nicht bestätigen. Dem EDA seien weiter keine Schweizer Opfer bekannt, sagte er nur. Es sei angesichts der Zerstörungen sehr schwierig, in Kontakt zu kommen.
Aussenministerin Micheline Calmy-Rey hatte zuvor erklärt, dass nichts über Schweizer Opfer bekannt sei. Das EDA hat eine Hotline für Menschen eingerichtet hat, die Verwandte in Haiti haben.
Erholung dürfte Jahre dauern
Bei ihrer Hilfe in Haiti will sich die Schweiz neben der Nothilfe auch auf ein langfristiges Engagement konzentrieren - für den Wiederaufbau und für die Prävention von Naturkatastrophen, wie SKH-Chef Frisch sagte.
Es werde mehrere Jahre dauern, bis sich Haiti vom schweren Erdbeben erholt haben werde. Das arme Land werde weiter auf die Hilfe der internationalen Gemeinschaft angewiesen sein.
Grosses Team wäre verspätet gewesen
«Wir haben ein Büro in Haiti und sind seit Jahren im Land tätig. Unsere Leute konnten bereits mit der Hilfe für die vom Erdbeben betroffenen Menschen beginnen», so Frisch.
Frisch bedauerte, dass zuvor ein 70-köpfiges Rettungsteam nicht in das Erdbebengebiet habe geschickt werden können. Dies deshalb, weil die Helfer kaum rechtzeitig - spätestens 48 Stunden nach dem Erdbeben - hätten vor Ort sein können. Denn der Flughafen von Port-au-Prince konnte zeitweise nicht angeflogen werden. Das Rettungsteam hätte über die Dominikanische Republik reisen müssen.
Chirurgenteam reist nach Haiti
Zurzeit stelle das SKH in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) eine Lieferung von Hilfsgütern in Höhe von 800'000 Franken bereit, sagte Frisch. Diese sollen am Freitag auf den Weg gebracht werden. Der Beitrag des SKH wird vom Bund mit einer halben Million Franken unterstützt.
Das SKH unterstützt zudem das Albert-Schweitzer-Spital in Haiti mit 200'000 Franken und bereitet die Entsendung eines Chirurgenteams vor. (oku/sda)
Erstellt: 14.01.2010, 23:05 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




