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Ein Fehler nach dem anderen

Von Markus Prazeller. Aktualisiert am 09.12.2011 11 Kommentare

Die SVP ist im Stolpern. Mit der Affäre Zuppiger haben die Partei-Strategen ein weiteres Mal bewiesen, dass sie an langjährigen Sympathisanten vorbeipolitisieren. Ein Kommentar von Markus Prazeller.

Die Parteileitung um Strategiechef Christoph Blocher verordnet der SVP seit Jahren einen Kurs, dessen einziges Ziel es ist, sich von allen anderen politischen Kräften abzugrenzen.

Die Parteileitung um Strategiechef Christoph Blocher verordnet der SVP seit Jahren einen Kurs, dessen einziges Ziel es ist, sich von allen anderen politischen Kräften abzugrenzen.
Bild: Keystone

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Was muss alles noch passieren? Zuerst die schmerzliche Niederlage bei den Wahlen im Oktober, dann der grandios gescheiterte Sturm auf den Ständerat und nun die peinliche Veruntreuungsaffäre um ihren Bundesratskandidaten Bruno Zuppiger: Die SVP stolpert von einem Flop zum nächsten.

Zu verantworten hat das die Parteileitung um Strategiechef Christoph Blocher. Sie verordnet der Partei seit Jahren einen Kurs, dessen einziges Ziel es ist, sich von allen anderen politischen Kräften abzugrenzen. Dass Blocher damit an seiner Basis und sogar an langjährigen Sympathisanten vorbeipolitisiert, hätte er spätestens nach den Ständeratswahlen merken müssen, als die Wähler seine Hardliner reihenweise abschossen.

Inkonsequente SVP-Strategie

Gerade das Resultat in St. Gallen müsste ihm zu denken geben: Dort unterstützte die FDP den chancenlosen CVP-Kandidaten und verhalf so dem erzlinken Paul Rechsteiner zum Sieg über Toni Brunner. Dafür mag man den Freisinn kritisieren. Gleichzeitig muss man die SVP dafür verantwortlich machen, dass sie es selbst in wirtschaftlichen Krisenzeiten nicht fertigbringt, den bürgerlichen Partner ins Boot zu holen.

Mit der Affäre Zuppiger haben die SVP-Strategen nun ein weiteres Mal bewiesen, dass sie ihre eigene Partei nicht mehr spüren. Anstatt die dunklen Flecken in Zuppigers Biografie gründlich zu recherchieren, vertrauten Blocher, Baader und Brunner beinahe blind den Beschwichtigungen ihres Favoriten – mit den bekannten Folgen. Wie inkonsequent die SVP-Strategie ist, zeigt schliesslich die Kandidatur von Hansjörg Walter: Noch vor drei Jahren drängte Blocher den Bauernpräsidenten zum Verzicht unter Tränen. Gerade dieser Walter soll nun den Karren aus dem Dreck ziehen. (Basler Zeitung)

Erstellt: 09.12.2011, 11:00 Uhr

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11 Kommentare

Martin Pfister

09.12.2011, 13:03 Uhr
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Wenn hier schon Herr Blocher erwähnt wird - die Basler Leserschaft ist wohl eher an den kürzlich bekannt gewordenen Besitzverhältnissen der BaZ-Holding interessiert. Wie lange wird auf bazonline das Thema: Blocher, Somm, Suter, Geheimverträge, Aktienpakete und laufende Rückgabefristen noch totgeschwiegen? "Ein Fehler nach dem anderen", "Ein Fehler nach dem anderen", "Ein Fehler nach dem anderen" Antworten


Rolf Weber

09.12.2011, 13:17 Uhr
Melden 24 Empfehlung

Der Grundirrtum Blochers dürfte die Annahme sein, für Geld alles kaufen zu können. Gepaart mit dem Wissen der eigenen Unfehlbarkeit, umgeben von ergebenen Kopfnickern, angehimmelt von einem gleichgeschalteten Publikum... Wer sich nie mit anderen Gedanken auseinander setzt, erkrankt an geistiger Inzucht.
Die "Rakete" Blocher setzt zur Bruchlandung an,sehr zum Wohle der SVP und der gesamten Schweiz.
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.