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Eklat wegen Ahmadinejad-Treffen: Israel zieht Botschafter ab
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EDA nimmt es zur Kenntnis
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegeneheiten (EDA) hat die Rückbeorderung des israelischen Botschafters zur Kenntnis genommen. Gleichzeitig verwies EDA-Sprecherin Nadine Olivieri auf Anfrage darauf, dass Bundespräsident Hans-Rudolf Merz beim Treffen mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad die Menschenrechtslage im Iran klar kritisiert habe.
Auch der Diskurs des iranischen Präsidenten zum Thema Holocaust und zum Existenzrecht Israels habe Merz scharf und unmissverständlich verurteilt, sagt Olivieri.
Israels politische Führung wollte sich mit Botschafter Ilan Elgar beraten.
Das Aussenministerium in Jerusalem teilte am Montag mit, Botschafter Elgar sei zu Konsultationen abberufen worden. Dies hätten Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Aussenminister Avigdor Lieberman beschlossen.
Holocaust-Leugner
Bundespräsident Hans-Rudolf Merz hatte sich am Sonntagabend mit Mahmud Ahmadinedschad getroffen, der zur Anti-Rassismuskonferenz der Uno in Genf angereist war.
Das Treffen des Präsidenten eines demokratischen Staates mit einem Holocaust-Leugner wie Ahmadinedschad, der auch zur Zerstörung des Staates Israel aufrufe, entspreche nicht den Werten, für welche die Schweiz stehe, hiess es am Montag in der israelischen Mitteilung gemäss der Nachrichtenagentur dpa.
Das Treffen widerspreche auch den Werten, die bei der Anti- Rassismuskonferenz vertreten werden sollten. Besonders schlimm sei des Zeitpunkt des Treffens am Vorabend des Holocaust-Gedenktags.
Botschaftsmitarbeiterin einbestellt
Man habe auch Monika Schmutz-Kirgöz von der Schweizer Botschaft in Israel zu einem dringenden Treffen das israelischen Aussenministerium berufen. Dabei wolle man den starken Protest Israels gegen das Treffen äussern.
Von Seiten des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) war bis zur Stunde keine Stellungnahme erhältlich.
Netanjahu dankte am Montag Ländern wie Deutschland, Kanada und den USA dafür, dass sie nicht an der Konferenz in Genf teilnehmen. «Während des Holocaust wurden sechs Millionen Mitglieder unseres Volkes ermordet», sagte Netanjahu. «Leider haben nicht alle die Lektion gelernt.»
Ahmadinedschad, der als Ehrengast in Genf eingeladen sei, sei ein «Rassist und Holocaust-Leugner, der seine Absicht, Israel von der Weltkarte auszulöschen, nicht versteckt.» (sam/sda)
Erstellt: 20.04.2009, 13:43 Uhr
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