«Es gibt keine Ausnahmen»

Die Behandlung von Frauen sei zentral für jede Gesellschaft, sagt Simonetta Sommaruga in einem Interview – und zeigt Härte gegen jene, die keinen Respekt zeigen.

Hart zu denen, die nicht den Regeln folgen: Justizministerin Simonetta Sommaruga, hier an einer Medienkonferenz in Bern (22. Dezember 2015).

Hart zu denen, die nicht den Regeln folgen: Justizministerin Simonetta Sommaruga, hier an einer Medienkonferenz in Bern (22. Dezember 2015). Bild: Thomas Hodel/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Für Bundesrätin Simonetta Sommaruga ist Respekt gegenüber Frauen unerlässlich in jeder Gesellschaft. Wer das nicht verstehe oder akzeptiere, «hat seinen Platz nicht unter uns», erklärte die Justizministerin in einem Interview vom Samstag.

Angesprochen auf die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht in Deutschland und in Zürich äusserte sich Sommaruga unmissverständlich: «Die Behandlung von Frauen ist zentral in jeder Gesellschaft. Es gibt keine Entschuldigungen, keine Ausnahmen und keine Relativierung dieses Prinzips», sagte die Bundesrätin gegenüber den Zeitungen «24 Heures» und «Tribune de Genève».

«Man muss es ihnen sonst erklären»

Respekt vor Frauen erwarte sie auch von Männern, die von weit herkämen und die hiesige Kultur nicht kennen würden, sagte Sommaruga weiter. «Man muss es ihnen sonst erklären.» Diejenigen, welche das Spiel nicht mitspielten, könnten nicht bleiben.

Für Sommaruga ist diese Haltung Teil einer konsequenten Politik angesichts der grössten Flüchtlingsbewegungen in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Dazu gehöre auch, Menschen, die keinen Schutz verdienten, in ihre Herkunftsländer zurückzuschaffen. (hvw/sda)

(Erstellt: 16.01.2016, 13:23 Uhr)

Stichworte

Artikel zum Thema

Was die SVP-Initiative in einem Fall Köln bringen würde

Mit der Durchsetzungsinitiative gegen die Täter eines Silvesternacht-Skandals? Für die Praxis würde dieses Mittel wohl nicht reichen. Mehr...

Das Ende der Scham

Essay Vom Alltag im Tram über die Fifa bis zur Silvesternacht in Köln: Das moderne Motto «Alles ist möglich» wird überall als Aufforderung zu Egoismus und Rücksichtslosigkeit verstanden. Mehr...

Diebe ohne Perspektive

Nicht nur bei den Übergriffen von Köln, auch sonst fallen junge Einwanderer aus dem Maghreb in Deutschland durch hohe Kriminalitätsraten auf. Ganz anders die Flüchtlinge aus Syrien. Mehr...

Blog

Werbung

Blogs

Blog: Never Mind the Markets Zwei Notenbanker, zwei Doktrinen

Politblog Die wirkliche Pisa-Lektion

Das Immobilien-Portal für Basel und die Region

Die Welt in Bildern

Hart im Nehmen: Ein Schwimmer im chinesischen Shenyang nutzt eine aufgebrochene Stelle in einem zugefrorenen See, um ein paar Längen zu absolvieren. (9. Dezember 2016)
(Bild: Sheng Li) Mehr...