Schweiz
Europarat ist «zutiefst besorgt»
Artikel zum Thema
Dieser Entscheid gebe Anlass zu «tiefer Besorgnis», erklärte der Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, Lluis Maria de Puig, am Montag.
Das geplante Minarett-Verbot könne bei den Muslimen das «Gefühl des Ausgeschlossenseins» verstärken und damit die existierenden Gräben in der Gesellschaft noch vertiefen. Das Votum der Schweizer zeuge von Ängsten vor dem islamischen Fundamentalismus, die es in der Schweiz und auch anderswo in Europa gebe, hiess es in einer Mitteilung des spanischen Sozialisten.
Toleranz gegenüber Religionen
Das Verbot von Minaretten sei aber nicht geeignet, um das Übel des Fundamentalismus an den Wurzeln zu packen. Die Massnahme stehe auch im Widerspruch zu den Werten, für die der Europarat eintrete - etwa Toleranz gegenüber Religionen.
Die Schweiz hat erst vor zwei Wochen turnusgemäss für sechs Monate den Vorsitz im Ministerkomitee des Europarats übernommen. Damit leitet Aussenministerin Micheline Calmy-Rey die Sitzungen auf Ministerebene. Dem Europarat gehören 47 Länder an - bis auf Weissrussland alle Staaten Europas. (etr/sda)
Erstellt: 30.11.2009, 13:40 Uhr
Schweiz
Schweiz
Meistgelesen in der Rubrik Schweiz
- 1Roger de Weck in der Kritik
- 2Die Weisheit, nichts, aber auch gar nichts zu tun
- 3300 Einsprachen gegen Bauprojekte – Initianten gehen auf die Barrikaden
- 4Die seltsame Vergabepraxis des Bundesamts für Migration
- 5«Die Schweiz muss intensiver nach Steuerbetrügern fahnden»
- 6Möglicher Euro-Austritt: Bund arbeitet an Notfallplan



































