Schweiz

Für Steinbrück ist die Schweiz auch Taka-Tuka-Land

Der ehemalige deutsche Finanzminister Peer Steinbrück hat im Frühjahr erwogen, die Schweiz im Steuerstreit nicht mit Ouagadougou, sondern mit dem Fantasiereich von Astrid Lindgren zu vergleichen.

Finanzminister und Piratin: Peer Steinbrück wollte die Schweiz mit Taka-Tuka-Land vergleichen, dem Reich wo Pippis Vater gefangen gehalten wurde.

Finanzminister und Piratin: Peer Steinbrück wollte die Schweiz mit Taka-Tuka-Land vergleichen, dem Reich wo Pippis Vater gefangen gehalten wurde.
Bild: Reuters

«Eine sekundenlang erwogene Alternative war Taka-Tuka-Land. Aber dann hätten sich die Leser von Astrid Lindgren beschwert», sagte Peer Steinbrück nach Angaben der Wochenzeitung «Die Zeit». Der ehemalige deutsche Finanzminsiter hatte im Frühjahr im Streit über Steuerhinterziehung die Schweiz und andere Länder stattdessen mit Ouagadougou verglichen, der Hauptstadt von Burkina Faso. Dazu gebe es «lautmalerisch kaum eine Steigerung», sagte Steinbrück. Taka-Tuka-Land ist ein Fantasiereich aus den Pipi-Langstrumpf-Geschichten von Astrid Lindgren.

Steinbrück hatte den Vergleich im Frühjahr erfunden. Der damalige Finanzminister hatte Beschwerden der Schweiz, Luxemburgs und Österreichs zurückgewiesen, eine umstrittene Liste der OECD sei über ihren Kopf hinweg beschlossen worden. Steinbrück betonte, die drei Länder selbst hätten eine Konferenz zur Bekämpfung von Steuerbetrug boykottiert. «Sie hätten ja kommen können. Und selbstverständlich werde ich sie zur Nachfolgekonferenz im Juni in Berlin auch einladen: Luxemburg, Liechtenstein, die Schweiz, Österreich und Ouagadougou», sagte der deutsche Finanzminister damals. Das hatte zu Ärger vor allem mit der Schweiz geführt. (se/ap/)

Erstellt: 21.12.2009, 17:51 Uhr

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