Schweiz
GC-Hochstapler Eckel tödlich verunglückt – oder doch nicht?
Von Markus Zahnd. Aktualisiert am 06.11.2009 19 Kommentare
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Gestern Vormittag hat die TZ-Redaktion ein Anruf erreicht, der aufhorchen lässt: Volker Eckels Privatsekretärin Sabine Maier teilt mit, ihr Chef sei in der Nacht auf Donnerstag bei einem Verkehrsunfall in Fulda ums Leben gekommen. Es habe geschneit, und da sei er von der Strasse abgekommen. Mehr könne sie nicht sagen, sie sei «völlig durch den Wind».
Anrufe bei sämtlichen Polizeipressestellen in Hessen liefern aber keine offizielle Bestätigung – im Gegenteil: Es habe keinen tödlichen Unfall gegeben, und geschneit habe es auch nicht. Weil zahlreiche Schweizer Journalisten in Fulda nach Volker Eckel fragen, wird dieser auch dort zum Gesprächsthema, wie ein abendlicher Anruf eines Lokal-Journalisten zeigt.
Im dritten Monat schwanger
In einem zweiten Telefongespräch wiederholt Sabine Maier, dass Eckel verunglückt sei. Allerdings sei es im Raum Hamburg oder «irgendwo in Norddeutschland» passiert, sie sei jetzt auf dem Weg dorthin. Für sie sei es besonders schlimm, «ich bin nämlich im dritten Monat schwanger von Volker», sagt Maier. Eckels arabische Familie wisse davon. Sie hätten zusammen ein neues Leben beginnen wollen. Die Beerdigung finde kommende Woche im baden-württembergischen Ludwigsburg statt. Auf dem Friedhofsamt wurde für die kommende Woche jedoch noch keine Beerdigung angemeldet.
Genaue Angaben zum Unfallort kann Sabine Maier weiterhin nicht liefern. Es bleibt also nur eine Möglichkeit: Die Polizeipressestellen sämtlicher Bundesländer anzurufen. Auch das führt zu keiner neuen Erkenntnis, denn in der Nacht auf Donnerstag gab es in Deutschland zwar tödliche Unfälle, doch entweder sind die Opfer deutlich jünger als Eckel oder Frauen.
Der Hochstapler, der die Thurgauer Behörden und den Fussballclub Grasshoppers Zürich narrte, bleibt also undurchsichtig. Denn nachdem niemand seinen Tod offiziell bestätigt, ist auch Sabine Maier am Handy nicht mehr zu erreichen. (ThurgauerZeitung)
Erstellt: 06.11.2009, 08:21 Uhr
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19 Kommentare
Wenn er wirklich Saddam Husseins Sohn wäre, dann würde er bestimmt nicht Volker heissen. Wenn seine Brüder Udai und Kusai hiessen, hiesse er vielleicht Vollei? Spass bei Seite. Ich finde auch, dass es gegen die Thurgauer Behörden ein Verfahren geben müsste. Ihr Verhalten ist sehr fragwürdig. Antworten
Vermutlich der letzte erfolgreiche Versuch in die Medien zu kommen. Meinerseits finde ich es sehr fragwürdig diesem Straftäter eine Plattform für sein dubioses Gebaren zu bieten. Das Verhalten der Thurgauer Behörden wäre auch noch zu untersuchen, gut möglich dass man Konsequenzen ziehen müsste dort. Antworten
Man wende Ockhams Rasiermesser an, und frage sich, was wahrscheinlicher ist: dass er tatsächlich ausgerechnet jetzt tödlich verunglückt ist, oder dass dieser Hochstapler etwas Neues dreht? Vielleicht geht's ja auch um eine Lebensversicherung oder ähnliches, und Frau Maiers Anruf war die Einleitung zu diesem Spielchen? Für mich ist klar: der ist garantiert nicht tödlich verunfallt. Antworten
Wieso bloss fühlt sich der Bund/Newsnetz dazu veranlasst, über diesen Menschen zu berichten? Ist doch reinster Boulevard. Führt Euch bitte den Kommentar von Nick Lüthi im heutigen Bund zu Gemüte. Die Leser wollen Substanz, nicht solch oberflächliches Geschreibe. - Nur weil der grossartige Zürcher GC auf Eckel hereingefallen ist, muss der Berner auch über dauernd darüber lesen? Bitte nicht! Antworten
Es ist durchaus möglich dass Eckel verunfallt ist. Tatsache ist, dass ich Herr Eckel am Dienstag dieser Woche um ca. 19.00 noch im Shop der AVIA-Tankstelle Frauenfeld-Ost gesehen habe. Er war in Begleitung einer Frau mit blondem kurzen Haar und er fuhr einen silbernen Kombi mit Deutschem Kennzeichen. Antworten
Eine unwichtige Meldung braucht einen unwichtigen Kommentar! Wie sagte doch seine Sekretärin, sie sei " völlig durch den Wind." Das glaube ich auch,da wird wohl viel Wind gemacht.Schlimm genug auf diesen Windmacher hereinzufallen.Überzeugend wirkte er am Fernsehen nun wirklich nicht.@ Ruedi Müller-Ich glaube auch er könnte irgendwo auferstehen, die nächste Meldung ist schon sicher. Antworten
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Markus Meier
Skandalös die Berichterstattung von TagiOnline über einen angeblichen Unfall von Herrn Eckel, bevor eine amtliche Bestätigung vorliegt, einzig aufgrund von zwei dubiosen Anrufen. Der Konkurrenzkampf zwingt die Medien, ihre News buchstäblich aus dem Abfallkübel zu holen. Rote Karte aber auch für die Kommentatoren, denen jedweder menschliche Respekt gegenüber diesem bedauernswerten Menschen abgeht. Antworten