Gemeinde Vals will ihre Therme zurück

Der Besitzer der Valser Therme soll die Badeanlage zum Nulltarif der Gemeinde zurückgeben. Das Angebot stammt vom Besitzer selber.

Der Besitzer hatte sich verpflichtet, 50 Millionen Franken in die Badeanlage zu investieren: Ein Becken in der Therme Vals. (Archivbild: Keystone)

Der Besitzer hatte sich verpflichtet, 50 Millionen Franken in die Badeanlage zu investieren: Ein Becken in der Therme Vals. (Archivbild: Keystone)

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Die Therme Vals soll wieder in den Besitz der Gemeinde zurückkehren. Der Gemeindevorstand will sie in eine Stiftung der Gemeinde überführen, wie Gemeindepräsident Stefan Schmid am Freitagabend an der Gemeindeversammlung bekanntgab. Dem aktuellen Besitzer Remo Stoffel bliebe das Nutzungsrecht.

Die Gemeinde hatte die Therme und das Hotel dazu im März 2013 an den einheimischen Immobilienunternehmer Stoffel für 7,8 Millionen Franken verkauft. Er hatte sich gegen den Erbauer der Therme, Stararchitekt Peter Zumthor, durchgesetzt.

50 Millionen investiert

Stoffel hatte sich zudem verpflichtet, rund 50 Millionen Franken in die Therme zu investieren, das Hotel zu renovieren und ein weiteres, architektonisch hochstehendes Haus mit 70 Zimmern zu bauen. Zudem hatte er vertraglich zugesichert, die Therme aus seinem Besitz an eine Stiftung der Gemeinde zu überführen und nur das Nutzungsrecht zu beanspruchen, sollten die Valser das wünschen.

Von dieser Möglichkeit sollen die Valser nun Gebrauch machen. Der Gemeindevorstand bereitet eine entsprechende Abstimmungsvorlage zu Handen der Gemeindeversammlung vor. Sollten die Valser zustimmen, bekommen sie die Therme zum Nulltarif zurück.

Stoffel selbst teilte über seine Kommunikationsagentur dazu mit, dass er beim Kauf der Therme das Angebot gemacht habe, die Therme in eine Stiftung zu überführen, aber das Nutzungsrecht zu behalten. Diese Option sei aber bis zum 31. Dezember 2014 befristet gewesen. Da die Gemeinde Vals noch nicht bereit sei, eine konkrete Antwort auf das Angebot zu geben, habe der Besitzer die Option bis zum 30. September 2016 verlängert. (thu/sda)

Erstellt: 13.12.2014, 20:24 Uhr

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