Schweiz

Genfer Pflegende wehren sich gegen Impf-Abzeichen

Aktualisiert am 13.11.2012 122 Kommentare

Am Universitätsspital Genf müssen Pflegende ein Abzeichen tragen, das den Patienten zeigt, ob sie gegen Grippe geimpft sind. Dies stösst auf Kritik. Die Spitalleitung verteidigt die Massnahme.

«Ich trage eine Maske» oder «Ich bin geimpft»: Die zwei Pin-Varianten in Genf.<br />Foto: Olivier Vogelsang («Tribune de Genève»)

«Ich trage eine Maske» oder «Ich bin geimpft»: Die zwei Pin-Varianten in Genf.
Foto: Olivier Vogelsang («Tribune de Genève»)

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Pflegende am Genfer Universitätsspital HUG müssen ein Grippe-Abzeichen tragen. Ein orange leuchtendes Abzeichen weist sie als gegen die Grippe geimpft aus. Pflegende mit einem braunen Badge hingegen müssen eine Maske tragen. Die Gewerkschaft kritisiert die Massnahme.

«Es gibt andere Kommunikationsmittel, um die Patienten zu beruhigen», sagte Gewerkschafterin Mirella Falco auf Anfrage und bestätigte eine entsprechende Meldung der Westschweizer Zeitung «Tribune de Genève». Die Pflegenden empfänden es als problematisch, ständig ein solches Abzeichen tragen zu müssen.

HUG: Andere Länder sind strenger

Auf dem orangen Badge steht: «Ich bin geimpft, um Sie zu schützen.» Auf dem braunen Abzeichen ist vermerkt: «Ich trage eine Maske, um Sie zu schützen.» Ersteres wurde 2009 eingeführt. «Das zweite ist neu. Es erlaubt den Patienten zu erfahren, weshalb einige Personen Masken tragen», erklärte Didier Pittet, verantwortlich für die Infektionsprävention am HUG, auf Anfrage.

Das HUG wehrt sich gegen die Kritik seitens der Gewerkschaft. Andere Länder seien strenger. In den USA könnten Pflegende gezwungen werden, sich gegen die Grippe impfen zu lassen, wenn sie in einem Spital arbeiten wollten, sagte Pittet. In Genf sind derzeit 27 Prozent des Pflegepersonals geimpft. (kpn/sda)

Erstellt: 13.11.2012, 06:37 Uhr

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122 Kommentare

Susi Sommer

13.11.2012, 08:22 Uhr
Melden 120 Empfehlung 25

Das Grippevirus ist nicht die einzige Ansteckende Krankheit, die über s.g. "Tröpfcheninfektion" übertragen wird. Von daher ist die Aktion irreführend für den Patienten, er wähnt sich in falscher Sicherheit bei den Angestellten mit orangem Badge. In Wahrheit aber ist er bei einem MA mit Maske schlussendlich umfassender und somit besser geschützt! Antworten


Meinrad Frei

13.11.2012, 09:33 Uhr
Melden 113 Empfehlung 45

mein Frau arbeitet in einem Spital, lässt sich seit Jahren nicht gegen Grippe impfen und ist die Einzige auf ihrer Station die noch nie Grippe hatte - im Gegensatz zu den meisten ihrer Arbeitskolleginnen die trotz Impfung (!) Grippe bekamen und deswegen fehlten. das Abzeichen ist eine eklatante Verletzung der persönlichen Würde am Arbeitsplatz und ein Ausdruck der Zwängerei der Pharma-Lobby. Antworten



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