Schweiz

Ghadhafis Delegierter blitzt beim EDA ab

Das Departement für auswärtige Angelegenheiten reagierte ungewöhnlich scharf auf die jüngsten Vorwürfe der libyschen Seite.

Stellte heute Morgen in Genf Bedingungen an die Adresse der Schweiz: Ibrahim Aldredi, Uno-Botschafter Libyens.

Stellte heute Morgen in Genf Bedingungen an die Adresse der Schweiz: Ibrahim Aldredi, Uno-Botschafter Libyens.
Bild: Keystone

«Die Schweiz weist die öffentlich gemachten Vorwürfe Libyens in aller Form zurück», hiess es in einer Erklärung des EDA vom Donnerstag. Zudem habe die Schweiz «ihre bisherigen Vereinbarungen mit Libyen stets eingehalten».

Die Schweiz sei «nach wie vor verhandlungsbereit und bestrebt, mit diplomatischen Mitteln und gemeinsam mit Libyen eine konstruktive Lösung zu finden», hiess es.

Bern sieht sich von EU gestützt

Zugleich machte das EDA klar, dass die Schweiz in der Affäre Ghadhafi mit der Unterstützung der Europäischen Union rechnen kann: In ihren Bemühungen werde die Schweiz «insbesondere von der spanischen EU-Ratspräsidentschaft und Deutschland unterstützt».

Der libysche Uno-Botschafter in Genf hatte am Donnerstag vor der internationalen Presse vor allem verlangt, dass die für die Betroffenen «beleidigenden» Visa-Restriktionen gegen libysche Führungspersönlichkeiten umgehend wieder aufgehoben werden.

«Alles ist möglich für Max Göldi»

Weiter verlangte Ibrahim Aldredi, dass die Verantwortlichen für die Festnahme Hannibal al-Ghadhafis vor eineinhalb Jahren in Genf verurteilt werden. Zudem fordert Libyen die Einsetzung einer internationalen Schiedskommission mit drei Vertretern aus Drittstaaten. Diese sollen die Verhaftung Ghadhafis unter die Lupe nehmen.

Zudem verlangte der Botschafter auch eine «seriöse» Untersuchung zu den in der «Tribune de Genève» veröffentlichten Polizeifotos von Ghadhafi. Befragt nach dem Schicksal des Schweizers Max Göldi, der seit drei Wochen in einem libyschen Gefängnis seine Haftstrafe absitzt, sagte der Botschafter: «Alles ist möglich für Max Göldi.» (cpm/sda/)

Erstellt: 11.03.2010, 16:27 Uhr

Schweiz

Populär auf Facebook Privatsphäre

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen
Frühlingsdeko
homegate Lassen Sie jetzt schon den Frühling ins Haus. Mehr

In Partnerschaft mit:

Homegate

Umfrage

Erst Metropolitanregion dann Kantonslobbyist – und nun eine parlamentarische Gruppe: Die Region Basel will in Bern besser gehört werden. Braucht es diese neue Organisation?