Schweiz

Grippetote notfalls in dichten Säcken

Von . Aktualisiert am 08.08.2009

Noch hat die Schweinegrippe in der Schweiz keine Toten gefordert. Dass man beim Bund damit rechnet, zeigt eine Empfehlung des Bundes an die Bestattungsfirmen.

Blick ins Ungewisse: Ein Land bereitet sich auf schwierige Monate vor – und das bis ins Detail.

Blick ins Ungewisse: Ein Land bereitet sich auf schwierige Monate vor – und das bis ins Detail.
Bild: Keystone

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) warnt die Bestatter, dass sie sich beim Umgang mit Leichen allenfalls selber mit der Grippe anstecken könnten. Anders als etwa das Aidsvirus können die Erreger der Schweinegrippe nämlich auch auf Verstorbenen eine längere Zeitspanne überleben.

Der Bund empfiehlt den Bestattern darum dringlich, mit Handschuhen zu arbeiten, eine Schutzmaske und allenfalls gar eine Schutzbrille zu tragen. «Auf alle Fälle ist jeglicher Hautkontakt mit Sekreten wie Blut, Urin, Fäkalien, Speichel usw. zu vermeiden», heisst es in einem Brief, den der Bestatterverband (SVB) nach Rücksprache mit dem BAG seinen Mitgliedern geschickt hat.

Bei einem starken Austritt von Körpersekreten wird gar ein «flüssigkeitsdichter Leichensack» empfohlen. Solche Säcke kommen laut Sergio Biaggi vom SVB sonst nur bei Opfern mit schweren und blutigen Verletzungen zum Einsatz. (fri) (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 08.08.2009, 16:34 Uhr

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