Grosse Unruhe beim «Blick»

Die «Blick»-Gruppe legt alle Redaktionen in einem Newsroom zusammen. Die Ressortleiter müssen sich neu bewerben – die Löhne werden neu verhandelt.

Nicht nur das Layout ist neu: Auch der «Blick» wird künftig vom Newsroom aus mit Meldungen beliefert.

Nicht nur das Layout ist neu: Auch der «Blick» wird künftig vom Newsroom aus mit Meldungen beliefert.
Bild: Keystone

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Es ist das Prestigeprojekt des Schweizer Grossverlages Ringier: Ab März 2010 wird eine einzige Grossredaktion sämtliche «Blick»-Publikationen beliefern. Gestern also strömten die Mitarbeiter von «Blick.ch», «Blick», «SonntagsBlick» und «Blick am Abend» zur Mitarbeiterinformation ins Zürcher Bernhard-Theater, die per Twitter angekündigt worden war. Als es im einleitenden Film hiess: «Die Vorfreude auf den Newsroom wächst», ertönte Gelächter. So viel von oben verordneter Galgenhumor wird nicht alle Tage serviert.

Die Zusammenlegung der Redaktionen werde «Synergien» schaffen, da es «vielerorts Überlappungen» gebe, sagte Ringier-CEO Marc Walder, und er gab den Tarif gleich durch: «Ich kann keinen gebrauchen, der sich bemitleidet, weil er in einem Newsroom arbeiten muss.» Man müsse mit der rasanten Entwicklung der neuen digitalen Medien mithalten, die Leser und User 24 Stunden am Tag auf allen Kanälen beliefern, um im Wettbewerb mitzuhalten. Wenn das nicht gelinge, so Walder, «dann stehen wir bald alle – ich inklusive – ohne Job da». Dass bereits jetzt ein massiver Stellenabbau bevorsteht, ist allen klar, über das definitive Ausmass wird erst am 1. Dezember informiert.

Die totale Überrumpelung

Bereits gestern wurde ersichtlich, dass kein Stein auf dem andern bleibt. Walder greift bei der Restrukturierung zum Newsroom auf seine bewährte Methode der totalen Überrumpelung zurück. Als er Anfang 2007 Chefredaktor des «SonntagsBlick» wurde, wechselte er als Erstes redaktionelle Schlüsselpositionen aus und liess alle Mitarbeiter an einen anderen Arbeitsplatz zügeln.

Das jetzige Vorgehen ist vergleichbar. Neu werden nebst einer Administration acht Gross-Ressorts geschaffen, die sämtliche «Channels» beliefern. Der interimistische «Blick»-Chefredaktor Ralph Grosse-Bley verkündete mit unverhohlener Unlust, dass damit sämtliche bisherigen Ressortleiter abgesetzt sind; sie können sich bis 13. November für die Ressorts News, Politik, Wirtschaft, People, Lifestyle, Sport, Bild und Layout neu bewerben. Auch externe Bewerbungen würden berücksichtigt. Bis 1. Dezember sollen alle diese Stellen besetzt sein. Die übrigen Mitarbeiter sollen bis 16. Februar ihren Platz im Newsroom kennen, sofern sie einen haben. Übergeordnet werden die vier Chefredaktoren in Leitungsteams den Nachrichtenaustausch koordinieren. Im Streitfall entscheidet CEO Walder selbst.

Dieser liess zum Schluss verlauten, «die Frage der Lohngleichheit» sei «eine schwierige». Was das heisst, ist klar: Die Löhne werden auf breiter Basis neu verhandelt, die eher hohen «SonntagsBlick»-Saläre und die eher weniger guten Löhne der Online-Redaktion müssen sich annähern. Die Begeisterung der Belegschaft hielt sich auch diesbezüglich in Grenzen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 04.11.2009, 09:06 Uhr

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58 KOMMENTARE

Rosario Centamore

04.11.2009, 19:37 Uhr

@ Rolf Burki - Es gibt genug Leute, die NICHT arbeiten wollen und vom Sozialamt leben, glauben Sie mir! Ich habe selber schon solche (für mich schockierende) Aussagen gehört. Leute, die gar nicht arbeiten wollen! Die nicht von Basel nach Zürich und nicht mal ins Baselbiet pendeln wollen! Die auf ihrem Beruf und Position beharren, kei bisschen flexibel sind. Kein Job oder Beruf ist lebenslang!


Hanspeter Schäli

04.11.2009, 19:04 Uhr

Der BLICK gilt als Service Public unter den Print Medien, und ist daher für das Land wichtig!


Rolf Burki

04.11.2009, 18:37 Uhr

@ R. Centamore: " ...gute Mitarbeiter finden immer einen Job - wenn sie denn nur wollen! Man muss eben punkto Lohn und Arbeitsweg auch ein bisschen flexibel sein. " Ich mag das nicht mehr hören. Lesen Sie Zeitung/Leserbriefe von ausgebildeten Arbeitslosen (Ing. etc.), die 100erte Bewerbgen schrieben, ohne Erfolg. Mag ich nicht mehr hören !!!!!!!!!!!!


Paul Thürig

04.11.2009, 18:29 Uhr

Was ist das für eine Unternehmenskultur,die bei Ringier "gepflegt"wird? Interessant wäre für die breite Öffentlichkeit zu wissen,wie sich Verleger Michael Ringier und sein mediengewandte Berater Frank A.Meyer(FAM) zu dieser neuesten Entwicklung äussern?


Rolf Burki

04.11.2009, 18:19 Uhr

Ueberrumpelung, eiskaltes Vorgehen, kuschen oder gehen. Das ist nicht neu, nur wird es hier kundgetan. Habe es am eigenen Leib vor mehr als 15(!) gleich erlebt. Der Gipfel: den MA hat man den Wechsel als neue Chance verkauft. Die 'mitgezügelten' CEO's haben jedoch nach 6Mten die 'neue' Firma verlassen. Begründung: Unterschiedliche Meinungen. Und kamen als CEO irgendwo wieder unter...


Hans Lips

04.11.2009, 17:29 Uhr

Blick müsste sich inhaltlich ausrichten auf das grösste Potential in der politischen Leserwelt, Richtung SVP, also Mitte-Rechts. Dann hätte er Erfolg und die SVP Politik hätte endlich eine Tageszeitung, so wie das andere GRuppen mit der NZZ und TA auch haben.


Bruno Froehlich

04.11.2009, 17:21 Uhr

"Der Mensch empfindes das als gerecht, was seinen persoenlichen Interessen gerecht erscheint." BLICK, dessen Manager machen da keine Ausnahme. Die Heucheleien, 50 Jahre verbreitet, sind schnell Schnee von gestern. Eine bittere Wahrheit fuer die Mitarbeiter die ploetzlich auch zu den "Kleinen" zaehlen, fuer die sich BLICK immer stark machte. Nicht schoen allein und verraten da zu stehen.


laura r.

04.11.2009, 16:48 Uhr

im namen der krise lässt sich wohl alles rechtfertigen. ausbaden müssen es einmal mehr die angestellten. der kapitalismus zeigt tagtäglich in bisschen mehr von seiner hässlichen fratze. wann erheben wir uns endlich gemeinsam dagegen?


Willi Ammann

04.11.2009, 16:41 Uhr

Erstaunlich,Blick als Organ der Linken und Gewerkschaften, verhält sich beim Umbau seines Unternehmens nicht anders als viele von ihm jahrelang harsch kritisierten Unternehmen in andern Branchen.Druck auf Personal, Entlassungen,Lohngleichheit in Frage stellen,neue Arbeitsverträge (vermutlich mit niedrigern Löhnen) etc.,dieselbe Strategie, die Blick sonst in grossen Schlagzeilen verurteilte.


joe walz

04.11.2009, 16:29 Uhr

ich nehme an, dass in der chefetage für diesen blödsinn noch boni verteilt werden. unglaublich diese kranke gesellschaft!


Alois Brandenberg

04.11.2009, 16:22 Uhr

Hoffentlich rekrutiert man nicht Journalisten, die auf andere Leute und Bundesraete schiessen, wie gehabt.


Panajotis Spiropoulos

04.11.2009, 16:13 Uhr

50 Jahre Blick sind genug,höchste Zeit,dass dieses Schummel Blatt,auf nimmer wiedersehen verschwindet.In einem Monat weiss dann niemand mehr,,wer oder was Blick,,war,,eine Zeitung,,oder was war das noch???


Eddy Beutter

04.11.2009, 16:09 Uhr

Leider wird mit diesen Massnahmen die grösste Schweizer Tageszeitung ihr mittelmässiges Niveau behalten. Das ist Kultur- (lies Ringier) bedingt. Schade.


Anton Sauer

04.11.2009, 15:30 Uhr

Die Angestellten tun mir leid aber für dieses Wurst- und Brotblatt wäre es kein Verlust.


Hans Graf

04.11.2009, 15:27 Uhr

Davon, dass auch Frank A. Meier ersetzt wird, steht leider nichts. Dabei ist er der Grund, weshalb ich keine Ringier-Produkte, weder gedruckt noch online, konsumiere. Mit Journalisten, die eine derart penetrante pro EU-Haltung vertreten und damit das Grab der Schweiz schaufeln helfen, habe ich kein Erbarmen, wenn sie selber in die Grube fallen.


Sibylle Weiss

04.11.2009, 14:50 Uhr

Es ist zwar richtig,dass man die Arbeitnehmer informiert,da dies Pflicht des Arbeitgebers ist,wenn ein Stellenabbau im Spiel ist.Was hingegen sicher nicht in Ordnung war ist,dass er in der Sitzung erwähnte, dass sämtliche bisherige Ressortleiter abgesetzt sind;dieser Punkt hätte hinter verschlossenen Türen unter VIER Augen stattfinden müssen.Ansonsten Verstoss gegen den Datenschutz!


peter ess

04.11.2009, 14:41 Uhr

Da kann ich mich Vorschreiber Mannhart nur anschliessen. Ich wettere erfolglos seit 32 Jahren gegen diesen Blick Schund und finde erst heute Gleichgesinnte. Ich zweifelte lange an mir und meiner Einstellung. Ich werde immernoch wütend wenn ich daran denke wie der Blick mit seinem tiefst IQ die Wählerschaft beeinflusst.


hans zumstein

04.11.2009, 14:34 Uhr

@Luz Mannhart: Stimme Ihrem Votum zu 100% zu. Der BLICK ist die unnötigste Zeitung, die je im CH Blätterwald existierte. Weg mit diesem Revolverblatt, je früher umso besser . . .


Mareille Pfiffner

04.11.2009, 14:30 Uhr

Die Angestellten tun mir leid. Aber andererseits befürworte ich dieses Vorgehen. Weil Zeitungsjournalisten sehr viel Unheil in die Welt setzen können, nämlich laufend "links" informieren oder zensurieren . Das ist der einzige Grund, weshalb ich alle ABOS Zeitungen/Zeitschriften gekündet habe. Auch ihre Tage werden gezählt sein. Die zahlenden Leser haben es in der Hand!


Freddy Luger

04.11.2009, 14:17 Uhr

WOW!!!! Hier kommt der Blick schlecht weg, aber am abend wenn die masse in ihre Aglo-gemeinden zurückpendeln dann wird er schon gelesen weil Gratis!!! Hab den Kaufblick im voll abo und möchte ihn nicht missen schade ist er nicht so hart wie die Bild-zeitung. es gibt in der Schweiz nicht nur studierte sondern auch arbeiter.


sandro gasser

04.11.2009, 14:16 Uhr

frank a meier in berlin, bitte rette den blick :-) eigentlich wollte ich ja nur sagen: liebe journalisten, ihr lebt von den lesern und der werbung, wenn ihr euch, wie z. b. von frank a meier als linke hilfspolitiker einspannen lässt und nicht selber schreibt und denkt dann wollen wir leser euer produkt nicht. das geld für ein abo muss zuerst verdient werden, das sozialamt bezahlt es nicht.


Luz Mannhart

04.11.2009, 14:06 Uhr

Immer wieder habe ich in den verschiedenen Feedbacks im "Blick" gegen die arrogante und beleidigende Art und Weise der Beiträge geschrieben. Die meisten meiner Feedbacks wurden deshalb auch nie veröffentlicht. Nun freut es mich ausserordentlich, dass "Blick" es immer schlechter geht. Noch besser wäre es, wenn er ganz verschwinden würde. Lieber heute schon, als erst morgen.


Heinz Frey

04.11.2009, 13:49 Uhr

Ich finde eh erstaunlich, dass eine "Zeitung" wie der Blick überhaupt noch Mitarbeiter beschäftigen kann. Voraussetzung hierfür ist ja eine Leserschaft. Ich frage mich, wer sich ernsthaft durch den Blick informieren lässt.


Fischer Manuel

04.11.2009, 13:05 Uhr

Wie viele der Schreiber, ich selber eingeschlossen konsumiert heutzutage seine Zeitung auf dem Internet gratis? Völlig klar das die traditionellen Printmedien umdenken und restrukturieren müssen. Jeder von uns lebt heute in der globalisierten und vitalisierten "Geiz ist geil" Welt. Keiner von uns muss sich wundern, wenn Ihn solche "unabdingbaren Entwicklungen früher oder später selber treffen


René Walder

04.11.2009, 12:43 Uhr

Wunder sich noch jemand, dass es immer mehr IV-Rentner gibt? Aber dafür will ja keiner der Arbeitgeber die Verantwortung übernehmen...


Hans Lips

04.11.2009, 12:41 Uhr

Das ist Krisenmanagement, wie es üblich ist, wenn die Kasse nicht mehr stimmt.Der Blick als Zeitung ist doch eigentlich überflüssig.Sein Verkauf wird weiterhin leiden. Printmedien, auch der TA und die NZZ, müssen sich neu erfinden. Der Leser ändert sich! Manche können ja nicht einmal mehr lesen, wenn sie aus der Schule kommen.


Rosario Centamore

04.11.2009, 12:38 Uhr

So werden die Angestellten und Menschen überhaupt halt heute behandelt - knallhart. Der Kommerz - konkret: der Gewinn ist massgebend und diktiert die Richtlinien. Doch gute Journalisten finden wieder eine Anstellung, gute Mitarbeiter finden immer einen Job - wenn sie denn nur wollen! Man muss eben punkto Lohn und Arbeitsweg auch ein bisschen flexibel sein.


Paul Rohner

04.11.2009, 12:12 Uhr

Was war Anderes zu erwarten. Ein Jubiläumsgeschenk müssen doch auch die Mitarbeiter erhalten. Auch der Blick hat sich, vor allen EWR, EU, Freizügigkeits - Abstimmungen so richtig subtil im Sinne der Regierung eingesetzt. Ich habe trotzdem immer Nein gestimmt, somit trage ich für diese Entwicklung keine Verantwortung. So mancher wird erwachen, er oder sie wird dann durch Billigere ersetzt werden


Hans Huber

04.11.2009, 12:07 Uhr

Jetzt wäre doch wieder einmal Pierro Esteriore gefragt - nur er könnte die Situation noch (ein)lenken!


Isabel Wirth

04.11.2009, 12:00 Uhr

Für die Mitarbeiter tut es mir natürlich leid. Allerdings geht es hier um eine Zeitung die davon lebt, sich ihre Opfer zu suchen und sie zwecks Leserunterhaltung zu demütigen. Nun richten sich diese Energien gegen ihre Macher; was für eine Ironie! Das Ende des Revolverblatts naht, und mit ihr wird wohl auch die brombeerige Infantilpostille am Abend verschwinden…


Donald M Henzi

04.11.2009, 11:53 Uhr

Frage: Brauchen wir überhaupt in Zukunft noch einen Blick?


Stefan Bucher

04.11.2009, 11:48 Uhr

Blick hetzt seit Jahren auf immer weiter sinkendem Niveau. Es ist zeit, dass die gemaessigte und gebildete Schweiz dieses Blatt incl Redaktion boykotiert. Ich bin fuer einen ANTI-Blick


Jakob Denzler

04.11.2009, 11:43 Uhr

Klar, dass hier für Medienschaffende kritische Beiträge zensuriert werden, wie üblich. Genau das war der Grund, warum ich das Tagi-Abo gekündigt habe. Lieber Zensurjournalist hier: Sie sägen am eigenen Ast (den Abonnenten) - Ihr Schicksal wird das der Blickjournalisten sein, also jammern Sie dann nicht.


jean meyer

04.11.2009, 11:34 Uhr

Seit der Affäre Borer kaufe ich kein Ringier-Erzeugnis. mehr.Eigentlich freut es mich,, dass der "Blick" Schwierigkeiten hat und umstrukturieren muss. Ich hoffe, dass dieses nicht mehr zeitgemässe Produkt bald vom Markt verschwindet. Der Blick ist eines Hugenotten Nachkommens (M(ichael Ringier) nicht würdig.


Vreni gramelsbacher

04.11.2009, 11:32 Uhr

@Schibli: Dann darf man in der Schweiz keine Tageszeitung mehr abonnieren geschweige denn lesen. Es geht in jedem Verlagshaus genau gleich zu. Keines ist ausgenommen, keines ist besser als das andere... In den Redaktionen und in der Technik werden die Leute unter Druck gesetzt und wenn sie sich nicht anpassen, geschasst! Leider geht auch die Solidarität unter den Leuten bachab. Die GLs freut's!


Kurt Aegeri

04.11.2009, 11:31 Uhr

Wer derart despektierlich mit seinen Journalisten umgeht, wird auch keine Qualität liefern können. Ein guter Journalist (sie sind rar geworden) braucht auch Luft und Raum zum Atmen!


Gregor Meier

04.11.2009, 10:47 Uhr

Jahrelang pennen und dann Hauruck-Aktionen sind bei Ringier normal. Ein zum Teil unfähiges Management leider auch.


Hampi Kolivatsch

04.11.2009, 10:41 Uhr

@Heinrich Schibli: Was lesen wir dann für "Heftli"? Wissen sie welche Zeitschriften Ringier herausgibt? Praktisch alle (...)


Max Caster

04.11.2009, 10:33 Uhr

Ringier ist primär dafür verantwortlich, dass es bei den Löhnen ein Gefälle entstehen konnte – nicht deren Mitarbeiter. Was hier beschrieben wird ist das Phänomen von Kapitalismus ohne soziale Verantwortung und Ethik. Aber das ist ja heute eigentlich nichts ungewönliches mehr. Wer den Mut hat und die Chance sucht, soll es «Ali Kebab» gleichtun.


Jürg Schmid

04.11.2009, 10:33 Uhr

Typisch "Blick"-Stil. Naiv wer besseres erwartet.


Anita Kindler

04.11.2009, 10:19 Uhr

Ist es nicht der Blick und seine Journalisten, die ungehemmt und meist ohne jegliche Moral oder Ethik andere in den Dreck ziehen? Wahrscheinlich noch auf Anleitung von oben. Wie man sieht erhält nun jeder Mitarbeiter seine Rechnung, wenn er ohne Rückgrat das macht, was der Chef befiehlt und von genau dem Chef jetzt hinterrücks erdolcht wird.. Einzige Lösung in so einem Fall: Sich kündigen lassen.


Peter Näf

04.11.2009, 10:13 Uhr

Die Journalisten des Blicks haben mit ihren Artikeln täglich andere Leute fertig gemacht. Nun sollten sie sich nicht all zu sehr wundern, wenn die Leitung dieses Schmiereblattes ihre Vasallen mit der gleichen geistigen Einstellung behandelt.


Katija Volivec

04.11.2009, 10:13 Uhr

Die ganze Medienwelt wird sich verändern. Schaut mal die Stellen-Inserate (grösste Einnahmequelle) in den Zeitungen an! Ringier macht für dieses Mal den Anfang. Das Szenario ist wie bei den Banken, einmal "fängt diese an - das andere Mal die andere" (...).


rosmarie borle

04.11.2009, 10:12 Uhr

Mit diesem arroganten Vorgehen ist die innere Pressefreiheit zerstört. Wir Lesenden haben es aber in der Hand, Ringier-Produkte zu boykottieren, wenn wir mit solch haarsträubenden Zuständen nicht einverstanden sind. Das wird leicht fallen, den wer will diese Texte noch lesen, die auf berufsverachtenden redaktionellen Zuständen basieren? Journalismus braucht Unabhängigkeit - keine Diktatur!


rene klingler

04.11.2009, 10:11 Uhr

Spätestens jetzt sollte eigentlich jeder Ringier-Mitarbeitnehmer wissen was für ein offener, toleranter und grosszügiger Arbeitgeber er hat. Ich versichere euch allen, dass dies erst der Anfang war, es wird noch viel dicker kommen!


Urs Roth

04.11.2009, 10:10 Uhr

Was mich an dieser Ankündigung am meisten ärgert, ist das Gebaren des Besitzerfamilie Ringier. Er gibt sich als humanitärer Schöngeist aus, sie als feinsinnige Kunstsammlerin. Beide verströmen in TV-Diskussionsendungen und Parties die heile Welt des Bildungsbürgertums und werden nicht müde, mit dem Finger auf Andere zu zeigen. Sie sollten sich mal ernsthaft um die Zustände im eigenen Haus kümmern!


Josic Parovov

04.11.2009, 10:09 Uhr

Auf solche "Machenschaffen" wird sich die ganze Wirtschaftswelt in den nächsten Jahren einstellen müssen. Warum: Wir wollen überall profitieren ob Arbeitgeber oder Arbeitnehmer. Erst wenn die gegenseitige Moral auf ein gesundes Mass in die Bahnen geleitet ist, wird es für beide Seiten wieder positiver werden.


Heinrich Schibli

04.11.2009, 09:50 Uhr

Jeder Mensch hat das Recht, Zeitungen und Zeitschriften nach seinem Belieben zu kaufen und zu lesen. Dem Leser, welcher merkt, was mit den Mitarbeitern und Blattmachern so alles angestellt wird, kann seine Abonnements mit diesem Verlag kündigen oder die entsprechenden Erzeugnisse nicht mehr kaufen. So frei sind wir noch in der Schweiz!


Thomas Müller

04.11.2009, 09:50 Uhr

Was soll die Aufregung? Hier kommt nur ans Licht was anderswo schon lange gang und gäbe ist. Unter dem Mäntelchen wiederkehrenden Restrukturierungen werden unliebsame Mitarbeiter entlassen und somit gleichzeitig bei den verbleibenden Existenzängste geschürt. So unter Druck gesetzt kann man hervorragend die Löhne drücken und die Leute auspressen. Das ist nun mal Kapitalismus.


anton wenger

04.11.2009, 09:42 Uhr

Das ist die Folge von Missmanagement und daraus resultierender Panik das Boot beim absaufen von innen zu erleben.


Pascal Fröhlich

04.11.2009, 09:35 Uhr

BRAVO Blick! Er predigt Jahrzente Wasser und JETZT trinkt er endlich auch Wein! Der Blick ist wohl bei der UBS auf den Geschmack gekommen. Die oben schieben eine ruhige Kugel und die unten werden gedürckt, geschoben, unterjocht und verunglimpft. Der Blick der soziale Ungleicheit ständig anprangert wird nun selber an den Pranger gestellt. Ob es was nützt? Die da oben hören ja nicht mehr nach unten.


Ruedi Keller

04.11.2009, 09:02 Uhr

Die Einfachheit von Ringier erstaunt nicht. Das Niveau der internen Kommunikation entspricht ebenfalls des Inhalts von Blick!


Thomas Bosshard

04.11.2009, 08:56 Uhr

Einmal mehr: Ein arrogantes Getue von Ringier-CEO Walder. Das Projekt des "Blick"wird scheitern, denn es ist schlicht unmöglich, in einem Newsroom konzentriert zu arbeiten. Die Qualität des Produktes,sprich des "Blick" wird darunter leiden. Dies wiederum wird erneut zu happigen Abo-Verlusten führen. Deshalb: Das Projekt ist wenig bis gar nicht durchdacht.


Giovanni Fiore

04.11.2009, 08:38 Uhr

Unglaublich, man sollte meinen, im Jahr 2009 hätte es sich langsam herumgesprochen, dass man Mitarbeiter motivieren, nicht verängstigen soll.


Paul Meyer

04.11.2009, 08:32 Uhr

Erstaunlich, wie das führende Medienhaus Ringier mit seinen Leuten kommunizert. "Der Mensch im Mittelpunkt" oder "Der Mensch als Mittel. Punkt"? Die Zielgruppen der Ringier-Medien sollten sich merken, wie man hinter den Kulissen mit den Blattmachern umgeht - was bisher bekannt geworden ist, schlägt jeder zeitgemässen Auffassung von Human Resources ins Gesicht.


Marco Lardi

04.11.2009, 08:30 Uhr

Ich hoffe, dass sich die Mitarbeiter wehren, diese angegebenen Daten stimmen sicher nicht mit der Kündigungsfrist des Arbeitsvertrages. 10 Tage um sich zu bewerben, für eine Stelle, die man schon hat? Wer sich nicht bewerbt erhält wohl die Kündigung. Hier geht es doch grunsätzlich um Lohnkürzung. Nun muss die Gewerkschaft eingreifen, ansonsten macht der "Blick" was er wil!


Rolf Schumacher

04.11.2009, 08:07 Uhr

Zentralisierung erleichtert die Kontrolle. Neue Lohnverhändlungen und drohende Entlassung schüren Existenzängste. Die Demagogen hinter den Kulissen rüsten sich für einen hässlichen Kampf. Dazu müssen Journalisten gefügig gemacht werden. Das Volk wird mit diversen Horrorinszenierungen eingedeckt (H1N1). Verängstigt werden sie dem Heil der Demagogen folgen. Gruselig. Hoffentlich vermute ich falsch.


Peter Baschung

04.11.2009, 07:26 Uhr

Schlichtweg....eine Schweinerei! Das ist wilder und unkontrollierter Kapitalismus in seiner übelsten Form. Man sollte den Blick boykottieren und der sog. "Teppichetage" (gemeint Geschäftsführung) zeigen wer wirklich arbeitet und wer das Blatt überhaupt macht. Fatal: ...Wenn das Schule macht wird so manches Unternehmen die gleichen "miesen" Tricks gegenüber Ihren Angestellten versuchen!



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