Schweiz
«Hatte etwas am Rücken, nicht am Kopf»: Mörgelis erster Auftritt
Von Olivia Kühni. Aktualisiert am 08.02.2009
Der Nationalrat diskutierte beim Sonntalk von TeleZüri zu den Themen Personenfreizügigkeit, zu den Wahlen des Zürcher Stadtpräsidents und der aktuellen Kritik am Papst. Erst am Freitag war er aus seinem Klinikaufenthalt nach einem Autounfall nach Hause gekehrt.
Mörgeli machte gleich zu Anfang klar, dass er nicht in der Runde sitze, um über seinen Unfall zu diskutieren. «Es gibt wirklich schwer kranke Leute. Ich würde mich schämen, mich mit meinem kleinen Leiden hier wichtig zu machen», sagte er. Obwohl Politiker versucht seien, sich aufzuspielen, wolle er dies nicht tun. Er hoffe jedenfalls, dass er geistig bereits wieder mit 50 Prozent präsent sei – sonst müsse man es ihm halt sagen.
Geistig voll präsent
Dass er nichts an Bissigkeit eingebüsst hat, bewies Mörgeli ein paar Minuten später. Ob er sich durch den Unfall politisch verändert habe, wollte Moderator Markus Gilli wissen. Mörgeli blaffte ihn an: «Nur weil Sie eine Verletzung oder einen Unfall haben, sind Sie nachher kein Sozialdemokrat. Ich hatte etwas am Rücken, nicht am Kopf.»
Die Runde reagierte erstaunt und mit Lachen auf Mörgelis Ausspruch. «Sie hatten viel Zeit, sich Bösartigkeiten auszudenken», entgegnete SP-Nationalrat Mario Fehr. «Ich habe bereits im Vorgespräch festgestellt, dass Sie nichts an Bissigkeit eingebüsst haben und freue mich, wieder mit Ihnen politische Diskussionen zu führen.»
Martelli eine «graue Verwaltungsmaus»
Zu den Stadtratswahlen fand Mörgeli klare Worte: Kathrin Martelli sei eine graue Verwaltungsmaus und bei Corine Mauch sei das einzig Auffallende ihre sexuelle Orientierung. «Ich fürchte leider, die Sozialdemokraten laufen da durch.»
Die Abstimmung zur Personenfreizügigkeit quittierte Mörgeli mit Kritik an der «undemokratischen» Vorlage. «So stolz wäre ich als Befürworter auch wieder nicht auf dieses Resultat», sagte Mörgeli, schliesslich seien sämtliche Parteien mit Ausnahme der SVP für ein Ja eingetreten. Ausserdem sei «durch das wirklich unappetitliche Päckli» sei ein wirklich demokratischer Entscheid nicht zugelassen worden.
Den Antisemitismus-Vorwurf an der katholischen Kirche will Mörgeli nicht gelten lassen. Es gebe weitaus gefährlichere Positionen als jene des Vatikans – beispielsweise der islamischen Hamas. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.02.2009, 19:13 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.





